Pqpp2 Audio
00:00:00: Liebe Höhren, liebe Höhre, herzlich willkommen zu einem.
00:00:02: Alles muss raus.
00:00:03: Extra zur Situation in Syrien, in Kurdistan zur Situation der Gefängnisse in Syrien und dem was gerade aktuell passiert.
00:00:15: Unsere Kontakte vor Ort sind höchst besorgt.
00:00:21: Ich kann leider keine weitere Details dazu nennen, was die gerade machen, was die uns erzählt haben, weil wir sie damit einfach auch gefährden würden.
00:00:28: Aber die Situation in Syrien slash in Kurdistan ist katastrophal, um es mal so zu beschreiben von dem, was ich gesehen habe, Martin, im Internet über das, was ich gehört habe, eben über unsere Kontakte von vor Ort.
00:00:43: Und wir haben uns jetzt beide entschieden, ein extra zu diesem Thema zu machen, um mal einen Überblick zu mal geben, was die Situation in Syrien ist, warum das alles so furchtbar ist, die Situation.
00:00:54: Und was es zum Beispiel für die Kurden aktuell bedeutet.
00:00:58: Meine erste Frage an dich Martin, ich habe ein Video bei Popular Front gesehen, bei dem weibliche Kämpferin, Per Schmerger, wahrscheinlich, auf der Straße
00:01:08: liegen.
00:01:09: Wie EPG?
00:01:10: EPG, zwei sind tot, eine hebt ihren Kopf, wird erschossen.
00:01:16: Männer treten sie.
00:01:17: Wir kommen fast die Tränen, wenn ich das erzähle, weil einfach diese Menschen mir auch so nah sind.
00:01:22: weil wir so viel Zeit mit diesen Frauen auch verbracht haben, die so viel aufgegeben haben, so viel gekämpft haben, um für ihre Freiheit und für ihr Land einzustehen.
00:01:32: Und jetzt das.
00:01:33: Was passiert dort?
00:01:34: Martin, warum konnte das jetzt passieren?
00:01:38: Also, wir wollen ja nur dreißig Minuten machen.
00:01:43: Tatsächlich, ich glaube, wir müssen auch da wieder zurückgehen zu dem Abkommen zwischen den FDF und der Regierung in Damaskus, dass er gescheitert ist.
00:01:53: Erklennen
00:01:54: wir ganz kurz für alle, was SDF ist.
00:01:56: SDF sind die syrisch-demokratischen Kräfte und das war ein militärisches Bündnis unter Federführung der Kohlischen YPG bzw.
00:02:04: YPG, das sind ja die Frauenfeind-, Frauenfeind-, Frauenkampfeinheiten und dann natürlich verschiedene andere auch arabische Fraktionen aus der Region.
00:02:16: Und diese sollten eigentlich in die syrischen Streitkräfte eingegliedet werden.
00:02:22: zum Ende vom Jahr.
00:02:23: Das war ein Abkommen.
00:02:25: Die syrische Regierung wirft vor, dass man sich nicht daran gehalten hatte.
00:02:28: Also darauf waren auch die Kämpfe in Aleppo ausgebrochen.
00:02:32: Von Seiten der STF hat man halt gesagt, man sieht die syrische Regierung nicht so weit, dass man da ein Bündnis eingehen kann.
00:02:40: Und das ist an und für sich diese... Eskalation sozusagen davon, dass auf der einen Seite ein vereintes Syrien möchte und auf der anderen Seite aber die Autonomie behalten möchte.
00:02:55: Die Kämpfe sind jetzt in den letzten Wochen immer weiter eskaliert und sind jetzt in der Offensive der syrischen Streitkräfte auf die STF bzw.
00:03:06: da.
00:03:07: mittlerweile muss man wieder überwiegend auch von der UPG sprechen, weil Gerade Fraktionen, die sich quasi dieses Bündnis eingehen sollten, jetzt auch von der YPG losgesagt haben.
00:03:19: Aber das sind doch jetzt eigentlich die gleichen Leute, die es einfach jetzt zehn Jahre später, das sind doch die gleichen Fraktionen, die wieder hier gegeneinander kämpfen.
00:03:30: Das sind auf der einen Seite radikale Islamisten und auf der anderen Seite sind es Kurden.
00:03:37: Das ist oft, ich glaube, das Schwierige gerade an dem, was gerade da passiert, ist irgendwie so diese Gleichzeitigkeit von Dingen.
00:03:45: Weil von einer Sache, wo wir ganz, ganz klar weg müssen, ist das für uns alle Leute, die gegen die YPG sind, zum Beispiel Islamisten sind.
00:03:59: Da sind viele mit dabei, da sind aber auch viele Stämme mit dabei.
00:04:02: und was wir halt nicht vergessen dürfen und das ist auch was, was sich gerade entlädt.
00:04:06: ist, dass die SDF und der Federführung halt der UPG ein sehr, sehr autoritäres Besatzungsregime geführt hat.
00:04:15: In Städten wie zum Beispiel Raka oder Deralso, wo das sind ja alles Städte, die ja überhaupt gar nicht zum ursprünglichen Roja war, zählen, aber nach dem Krieg gegen den IS von dem Bündnis besetzt waren, so gesehen.
00:04:30: Ich wusste gar nicht, dass die Sicht, also für mich, als ich in Raka war, warte, das war... Was war ich letztes Mal in Raka?
00:04:41: Und da wirkt es auf mich so wie so frisch aufgeatmet, gerade befreit, die Stadt fängt jetzt an zu leben.
00:04:45: Weißt du, dieser berühmte Platz in Raka, auf dem der islamischen Staat auch diese Köpfe präsentiert hat, von Kämpfern und Kämpferinnen, der jetzt irgendwie bereinigt wurde, da wurde so ein I Love Raka hingestellt.
00:04:57: Also es wirkte eher freundlich als autoritär.
00:05:01: Also auf der einen Seite muss man sagen, das war ja auch kurz, also noch relativ kurz nach der Befreiung.
00:05:05: Also die Leute in Raqqa waren natürlich auch zu großen Teilen froh, dass der islamische Staat vertrieben war.
00:05:10: Zum anderen, und ich glaube auch da wieder, müssen wir auch aus journalistischer Perspektive ehrlich sein, wir sind meistens mit den jeweiligen Regierungen freundlichen Fixern unterwegs.
00:05:21: Und dass die Leute vor Ort das natürlich auch wissen und sich dementsprechend äußern.
00:05:25: Aber was wählen?
00:05:25: den letzten?
00:05:27: Jahren unter UPG bzw.
00:05:29: SDF Herrschaft in gerade Städten wie Raka gesehen haben, waren das systematische Niederschlagen von Protesten zum Beispiel.
00:05:38: Wir haben Zwangsrekrutierungen auch von Minderjährigen und vor allen Dingen, und das ist auch ein Punkt, über der sehr wenig gesprochen wird, sind, dass die Gefängnisse auch in Rojava durchaus berüchtigt sind.
00:05:53: Also, und das sind jetzt nicht nur irgendwelche Argumentationen von Seiten der Islamisten, sondern auch zum Beispiel von Amnesty International oder Human Rights Watch oder Sierra Network for Human Rights oder sogar den UN.
00:06:10: Das tatsächlich auch die SDF ein sehr, sehr brutales Gefängnissystem aufgebaut hat dort, wo von Folter, von Mord, von Tod durch Krankheit, sexuell als übergriffen geredet wird.
00:06:25: So
00:06:28: ein Einblick bekommt man ja auch für unsere Recherche damals, als wir mit Gabi ihren Enkel gesucht haben in Rojava und auch gefunden haben und man einen kurzen Einblick in dieses Gefängniswesen bekommt.
00:06:40: Man kriegt schon ein Gefühl dafür, dass es jetzt nicht nach europäischen Standards ist, sind diese Gefängnisse dort.
00:06:46: Das stimmt schon.
00:06:47: Genau.
00:06:47: Und diese Gefängnisse sind auch nicht nur besetzt von Kämpfern des islamischen Staates.
00:06:54: Und ich glaube, das ist auch wieder hier was.
00:06:56: Das ist auch diese Argumentation, die man von Seiten von Massadregime geführt hat, dass es alles Terroristen sind, dass es alles Leute vom IS oder von Al-Qaeda sind.
00:07:06: Und das ist natürlich genauso da auch.
00:07:08: Auch da wird weggesperrt, wer nicht konform ist.
00:07:12: Und das sind vor allen Dingen auch...
00:07:14: Woher weißt du das?
00:07:16: Naja, weil zum einen, ich habe Freunde auf beiden Seiten.
00:07:23: Ich habe zum Beispiel einen, ich sage mal, Bekannten, der nach dem Fall von Assad zurück nach Raqqa gegangen ist und es halt überhaupt gar nicht möglich war für ihn, weil er früher für die FSA gekämpft hat.
00:07:39: Eine ähnliche Geschichte habe ich von einem... Also aus zweiter Hand nochmal erfahren, ich meine, das ist dann immer so, naja.
00:07:48: Ich frage jetzt auch nur dafür die Hörer und die Hörer, damit wir sozusagen deine, nicht die Quellen bloß legen, sondern dass wir wissen, das ist jetzt nicht einfach nur so eine subjektive Äußerung, die du da getroffen hast, sondern dass das auf Gesprächen, die du geführt hast, basiert diese Äußerung.
00:08:01: Das war der Zweck der Frage.
00:08:03: Und das ist diese eine Seite, ne?
00:08:06: Auf der anderen Seite ist natürlich auch auf Seiten... dass die gerade die YPG in einer gewissen Art als Verräter gilt, so weil die YPG damals, als es gezählt hat, sich entschieden hat, nicht gegen Assad vorzugehen und damit quasi alle anderen demokratischen Kräfte eigentlich an die Wand gestellt hat und die konnten dann wählen, ob sie jetzt sich von Assad töten lassen oder sich den Islamisten anschließen oder fliehen.
00:08:35: Also da sind ganz, ganz viele Punkte, so die warum quasi das so eskaliert und warum es auch gerade so zu schlimmen Rachen kommt.
00:08:46: Und das meinst du auch mit der Gleichzeitigkeit der Dinge, dass diese einstigen Helden, hier BG, jetzt eben in der Kritik stehen, was natürlich auf gar keinen Fall Gewalt rechtfertigt, aber die Gewalt erklärt.
00:08:59: Genau, die sind über die Jahre hinweg gerade in den arabischen Regionen, die sie halt beherrscht haben danach immer mehr zu einer brutalen Diktatur geworden.
00:09:10: Was ist das Ziel?
00:09:11: Also was soll jetzt passieren?
00:09:13: Soll Roja war aufgelöst werden?
00:09:17: Weil die Türkei bombardiert ja mit, greift auch in Kurdistan an, greift Ziele an.
00:09:24: und ist das Ziel jetzt wirklich ein für alle mal Kurdistan aufzulösen?
00:09:29: Das ist zu befürchten tatsächlich ja.
00:09:31: Also Roja war die Region Kurdistan, ja.
00:09:34: Also ich glaube da also der Chef der SDF war ja gestern nochmal in Damaskus zur Verhandlung.
00:09:44: Also ursprünglich ging es ja darum, dass die SDF integriert werden sollten, von ein paar Tagen hat, als Schacherersten, ein Dekret unterzeichnet.
00:09:53: Und ich meine, das muss man sagen, ist erst mal, ich glaube, ein großer Schritt gewesen, muss man auch sagen, des Handreichens so.
00:10:05: dass zum einen Kurden in Syrien keine Staatsbürgerschaft hatten.
00:10:10: Das ist ja unter Haffes.
00:10:12: Alles hat bei der Volkszählung irgendwann in den Sechzigern quasi wurden die Kurden nicht mehr berücksichtigt.
00:10:17: Die hatten keine Pässe mehr, nichts.
00:10:20: Und jetzt wurde zuallererst seitdem sozusagen wurden Kurden Staatsbürgerrechte wieder garantiert.
00:10:30: Kurdisch durfte, darf wieder an Schulen unterrichtet werden.
00:10:34: Nevros wird ein Feiertag im ganzen Land.
00:10:38: Also das war so ein Schritt eigentlich des
00:10:43: neujahrs fest.
00:10:44: Genau.
00:10:44: Also das war eigentlich sozusagen ein Schritt der syrischen Regierung, das Handreichens zu sagen hier.
00:10:50: Es wird nur einen Syrien geben und ihr seid ein elementarer Teil davon.
00:10:54: Bekommt quasi die selben Staatsbürgerechte wie alle anderen Syrerinnen und Syrer auch.
00:10:59: und die Kultur wird bewahrt per Gesetz.
00:11:04: Das hat.
00:11:06: manche haben gesagt, es ist ein Lickenbekenntnis.
00:11:08: Andere haben gesagt, Leute, jetzt könnt ihr euch doch wirklich mal Gedanken machen, ob es nicht Sinn macht, dieses Bündnis einzugehen.
00:11:18: Gestern gab es noch mal Verhandlungen nach der Eskalation, also nachdem Raka schon eingenommen wurde.
00:11:26: Und die sind gescheitert.
00:11:28: und da gehen aber die Aussagen auseinander.
00:11:30: Also, Ahmed Alshara hat gesagt, die Kurden wollen nicht.
00:11:37: Die Kurden sagen, sie werden es nicht so machen, weil es die Kapitulation der STF wäre.
00:11:46: Die Gründe unterschiedlich tatsächlich, die genannt werden.
00:11:50: Ich glaube auch da führe ich mich... Schwer festlegen können, wer der jetzt im Rest war, wenn nicht, fangt es aber, die Verhandlungen sind gescheitert.
00:12:00: Daraufhin ging es halt weiter.
00:12:02: Aber was jetzt auch passiert ist, ist ja, dass die Gefängnisse aufgemacht werden.
00:12:06: Die gleichen Bilder nochmal jetzt entstehen gerade, so wie vor einem vor anderthalb Jahren, im Dezember, Wieder diese Türen, wieder diese Zellen gehen auf, doch diesmal kommen keine verfolgten von Assad raus den Zellen, sondern es kommen ehemalige unter anderem, große Anzahl ehemaliger oder aktiver Kämpfer des islamischen Staats aus den Zellen raus.
00:12:29: Was bedeutet das für die Sicherheit in Syrien und was bedeutet das, wenn diese Menschen jetzt wieder in Freiheit sind?
00:12:37: Also ich hier glaube es und da ist der Punkt, wo wir sehr vorsichtig sein müssen, weil auch bei der Befreiung der Gefängnisse von Assad, kamen Islamisten und Mitglieder des islamischen Staates frei.
00:12:53: Aber ich meine es gibt ja auch so Gefängnisse wie Al-Hol, weißt du so, die einfach diese riesigen Freiluftanlagen, wo ja vornehmlich Anhängerinnen und Anhänger, besonders also Al-Hol war ja Anhängerinnen des islamischen Staates untergebracht wurden.
00:13:10: Ich glaube wir müssen da mal ganz vorsichtig sein, weil die wenigsten Leute haben zum einen Gerichtsverfahren gehabt, also sind das zu verurteilt.
00:13:19: Ein Großteil der Menschen, alles was man sagen kann, ist, dass es zum Beispiel Männer aus den Regionen des islamischen Staates waren.
00:13:27: Wir haben Leute, die in den Gefängnissen sitzen, die mittlerweile erwachsen sind, die aber zu Zeiten des islamischen Staates noch Kinder waren.
00:13:37: Und ich glaube, diese Schwierigkeit ist da, ja, Leute vom islamischen Staat kommen frei.
00:13:42: Aber gleichzeitig dürfen wir jetzt nicht hingehen und pauschalisieren sagen, dass jeder Mensch, der da freigekommt, ist jemand vom islamischen Staat war.
00:13:51: Weil diese Argumentation des Terrorismus, des Islamismus oder so was, die fahren ja alle da drin.
00:13:59: Verstichse?
00:14:00: Und ich glaube da, und das ist auch wieder so diese Dualitäten, wo ich eben von gesprochen habe, dass vieles natürlich davon genauso ist und wir gleichzeitig aber auch nicht hingehen, können und uns davon hinreißen lassen, dass wir uns pauschalisieren.
00:14:18: Aber das ist so schwer.
00:14:19: Also ich merke dir selber gerade an, das ist ja so, weißt du so, wir haben uns ja als auf den Feind islamischer Staat geeinigt in der westlichen Welt vor Ort.
00:14:28: Und jetzt irgendwie zu akzeptieren oder sozusagen so wirklich mit Untergrößte, mit moralischer Schmerz zu sagen, naja, irgendwie, es ist halt auch da nicht schwarz-weiß, ist glaube ich keine leichte Übung.
00:14:42: Ich glaube, die Schwierigkeit da drin ist.
00:14:44: Und das ist ja auch was, was ich immer wieder zu Al-Hol gesagt habe.
00:14:48: Ich finde zum Beispiel, wenn wir jetzt Al-Hol, das ist ja dieses Frauenlager, wo ja auch tausende Frauen des islamischen Staates sind.
00:14:57: Ich finde irgendwie, das ist so ein typisches Beispiel, wo sich unsere Argumentation halt irgendwie in den eigenen Schwanz bei ist.
00:15:03: Weil wir sprechen davon, dass zu Recht, gerade im islamischen Staat, Frauen keinen Selbstbestimmungsrecht haben.
00:15:12: Das sind überwiegend Mädchen, die in den Islamismus hineingeboren wurden, dort zu Frauen geworden sind und sich nie eine Möglichkeit hatten, sich irgendwie ihren Männern zu widersetzen.
00:15:24: Wenn es darum geht, fahren wir diese Argumentation zum Beispiel gegen, was Frauenrechte angeht.
00:15:32: Jetzt sind diese Frauen beim Gefangenenlager und auf einmal werden diese humanitären Rechte dieser Frauen aus massivste gebrochen unter dem Vorwand, dass es sich hierbei um Frauen des islamischen Staates handelt.
00:15:47: Und da ist irgendwie, glaube ich, diese Schwierigkeit und diese Gleichzeitigkeit, die da zum Beispiel wieder existiert, ist, dass wir uns doch fragen müssen, abseits der ausländischen Frauen, die natürlich freiwillig eingereist sind.
00:16:01: Aber die Großteile Frauen sind Syrerinnen und Irakerinnen, die in diesen Lagern sind.
00:16:05: Wo wir uns doch fragen müssen, hatten diese Frauen denn eigentlich überhaupt jemals eine Wahl, irgendwas anderes zu werden, als sie jetzt sind.
00:16:14: Und dass es doch eigentlich eine absolute Tragödie ist, dass gerade diese Frauen da jetzt bestraft werden für die Taten, die Männer begangen haben.
00:16:25: Und ich glaube, da ist... diese Schwierigkeit, dass wir aufhören müssen.
00:16:29: Und es geht mir überhaupt gar nicht darum, zu rechtfertigen, was jetzt gerade passiert.
00:16:33: Aber wir müssen aufhören, diese massiven Menschenrechtsverletzungen, die von Seiten der SDF in den letzten Jahren ausgegangen sind, als notwendiges Übel zu sehen.
00:16:46: Aber z.B.
00:16:47: hat die STF in der Mitte dich mit denen getroffen hast und die gefragt hast, was ist mit den Französinnen, den Deutschen, den Engländerinnen, den Amis, die in Allhol sitzen?
00:16:57: Und dann sagen die ja, ja, ja, also ich meine, Deutschland hat kein Interesse daran, die zurückzuholen.
00:17:02: Und es stimmt, Deutschland hat kein Interesse daran bzw.
00:17:04: aktuell kein Interesse daran, die zurückzuholen.
00:17:07: Ich habe damals Heiko Maas Interview, der gesagt hat, Also da gibt es jetzt keine Absichten, die Leute aus den Gefängnissen nach Deutschland zu.
00:17:12: Also ich meine, es ist doch auch eine internationale Verantwortung schon wieder und nicht nur eine Verantwortung des SDF.
00:17:18: Natürlich, aber die Realität ist auch, dass es gerade den deutschen Frauen, gerade den französischen Frauen, gerade den Frauen, die Länder im Rücken haben, die zumindest keinen Skandal zu Hause wollen, deutlich besser geht als den arabischen Frauen da zum Beispiel.
00:17:32: Eigentlich müsste man jetzt hin... Also ich hab jetzt hier auch, ich bin immer noch im Urlaub.
00:17:36: Morgen ist mein Urlaub vorbei.
00:17:38: Und ich hab so wirklich überlegt, land ich gleich in Berlin, fliege ich gleich rüber, geht mein gleich nach.
00:17:43: Also ich vermute allerdings, dass du kommst jetzt als Journalist, glaub ich, gerade nicht rein.
00:17:51: Und das ist auch, glaub ich, sehr gefährlich gerade.
00:17:53: Ja.
00:17:54: Ich glaub, ich hab jetzt ganz schön viel über die SDF irgendwie... und ich glaube auch das ist auch das wieder das ist natürlich ein sehr das darf kein einseitiges bild bleiben so.
00:18:06: aber ich glaube das ist eine perspektive die gerade da fehlt das gerade unter den unter der arabischen bevölkerung in der durch die sdf besetzten gebiete da natürlich ein großer eine große abneigung herrscht gerade auch wegen der autoritären führung der letzten jahre.
00:18:23: so Gleichzeitig ist es natürlich so, dass die Verbrechen, die jetzt gerade passieren, also dieses Video, was du gesehen hast, auch da wieder unter Vorbehalten, das Video sagt, dass es jüriere Streitkräfte waren.
00:18:38: Ich habe mit einem Freund vor Ort noch gestern Abend dazu telefoniert, der sagt, es ist ein lokaler arabischer Akzent aus der Region, das spricht eher dafür, dass es Stammesmitglieder sind.
00:18:49: So, weil das war ein Rackert zum Beispiel auch so, dass noch bevor das Militär da war, hatten die Stämme schon die Stadt übernommen.
00:18:56: Das passiert gerade überall.
00:19:00: Macht die Tat nicht besser.
00:19:02: Aber ich glaube, wir müssen ganz, ganz, ganz vorsichtig sein mit den Informationen, die wir gerade bekommen.
00:19:09: Weil auch wieder da, es sind keine öffentlichen Medien gerade vor Ort.
00:19:14: Und die Videos werden geteilt von den Kriegsparteien selber.
00:19:20: So, und das ist ja genauso wie Ahmad Alshara sagt, die Kurden haben, die gefangen und freigelassen, die Kurden sagen, das waren die Stammesleute, die in die Städte eingerückt sind.
00:19:31: und so richtig verifizieren lässt sich keine dieser Aussagen.
00:19:37: Es gibt jetzt zum Beispiel auch solche Gerüchte, dass die Gefängnismitarbeitenden Hinrichtungen machen.
00:19:45: In den Zellen, Leute töten, Menschen töten, bevor sie fliehen können.
00:19:49: Hast du davon was gehört?
00:19:51: Davon habe ich was gehört.
00:19:53: Gleichzeitig da, es gibt keine Bilder dazu.
00:19:58: Ich bin mir sehr sicher, dass und auch da, wenn jemand was schon gesehen hat, mich gerne da vielleicht mal in den Kommentarspalten korrigieren, aber dadurch, dass wir noch keine Bilder dazu gesehen haben, halte ich das für eher unwahrscheinlich, weil das natürlich eine der ersten Bilder wären, die die Fraktion der syrischen Streitkräfte veröffentlicht hätten.
00:20:20: Ich weiß nicht, ob das eine dofe Frage ist oder ob das eine, ich weiß nicht, aber kann es sein, also es wirkt jetzt so, dass eine ganz große Instabilität auch durch diese autoritäre System, was das SDF dort installiert hat, entstanden ist.
00:20:36: Und so wie jetzt die HTS-ler agieren, also die syrischen Truppen, würde das eher für eine Form von Stabilität sorgen.
00:20:48: Ist dem so oder verstehe ich was falsch?
00:20:53: Ich glaube aktuell, die Lage ist in einer gewissen Art und Weise ausgangslos und das ist auch... irgendwie für mich und ich muss sagen für mich ist das ganz schwer.
00:21:04: Ich bin auf der einen Seite schlägt mein Herz weiterhin für Roger war so auf der anderen Art und Weise nicht nur auf der Fusion genau und auf der anderen Seite ist es aber natürlich auch so.
00:21:21: dass ich sehe, dass vieles, was quasi den STF vorgeworfen wird, real ist.
00:21:25: Ich meine, auch die über die Jahre hinweg immer wieder Kooperation mit dem Assad-Regime hat es ja auch gegeben.
00:21:31: Wenn man sich unsere Entführungen kam, ich schaute zum Beispiel, auf dem Weg zum Flughafen wurden Simon und ich durch Checkpoint der Kurden durchgebracht vom Assad-Regime.
00:21:46: Und uns hat keiner gerettet.
00:21:48: Kurzer Kontext, für die, die es noch nicht wissen, Martin Lautwein wurde in Syrien in Rojava entführt und in ein syrisches Gefängnis nach Damaskus verschleppt.
00:22:00: Wir haben dazu einen großen Film gemacht, der Ende letzten Jahres auf ProSiebenleb lief.
00:22:04: Den könnt ihr euch alle angucken.
00:22:05: Ich empfehle Ihnen auch sehr.
00:22:07: Und auch ich glaube, diese Erfahrung, die du da gemacht hast, war letztendlich auch der Auslöser für das, was du heute beruflich machst, also so, dass du eben ein Sicherheitsexperte geworden bist.
00:22:18: Ich glaube halt einfach so, und dadurch bin ich halt irgendwie sehr zwiegespalten in diesem ganzen Thema.
00:22:25: Und meine Persönlichkeit, und ich glaube, das ist vielleicht auch eine eher emotionale Einschätzung, zum Beispiel denke, dass dieses Abkommen, was eigentlich hätte zum Ende des Jahres in Kraft treten sollen, zum Beispiel eine große Chance für Syrien war.
00:22:41: Also zum einen, weil es einfach auch die Für Roger war vor allen Dingen den Schutz vor der Türkei bedeutet hätte, also sozusagen, dass die Wehrhaftigkeit gegenüber der Türkei eine ganz andere ist und die Hemmschwelle der Türkei dort einzumaschieren zum anderen.
00:22:57: Und das ist ja auch was, was sich jetzt wieder zeigt, als Scharer braucht Verbündete.
00:23:03: Also der kann das Land nicht alleine regieren, das ist viel zu gespalten.
00:23:06: Ich glaube, dass die SDF an sich, die eine sehr, sehr hohe Anzahl von Kämpferinnen und Kämpfer an hätten.
00:23:15: einen sehr positiven Einfluss als Teil der syrischen Autorität gewesen wären.
00:23:22: Sag mal, in den letzten Monaten gab es regelmäßig Einsätze der Amerikaner gegen den islamischen Staat in Syrien.
00:23:30: Wo sind denn die Amis jetzt eigentlich gerade?
00:23:32: Warum unterstützen die die SDF nicht?
00:23:37: Ich wollte eigentlich nicht darüber reden, weil ich irgendwie immer das Gefühl habe, ich bin zu einem ganz, ganz schlimmen Amerika-Feind, wie Bündnis Sarah Wagenlecht verkommen oder sowas.
00:23:47: Die Realität ist aber ja gut, die Amerikaner sind wohl heute Nacht in Aschaladi ausgerückt, um das Gefängnis zu sichern.
00:23:56: Es gibt zumindest Bilder von einem Konvo, der in die Stadt fährt.
00:23:59: Aber generell ist es wieder mal ein Beispiel dafür.
00:24:05: Wie die USA ihre Verbündeten am Ende dann doch im Stich lassen.
00:24:08: Also, wie oft kann man im Nahen Osten seine Verbündeten im Stich lassen?
00:24:13: Afghanistan, Irak.
00:24:17: Schauen wir mal an.
00:24:19: Das amerikanische Interesse da.
00:24:21: Das amerikanische Interesse, was in Rojava war, war, weil sie in Rojava sein konnten und dort Einfluss in der Region haben konnten.
00:24:29: Wo ja auch ein Großteil der syrischen Ölfelder liegen.
00:24:33: Die guten alten Ölfelder.
00:24:35: Die guten alten Ölfelder, ja.
00:24:37: Also man konnte in diesem wichtigen Teil mitten im Zentrum des mittleren Ostens Einfluss nehmen.
00:24:42: So, jetzt ist man ja aber auch gut mit der Regierung in Damaskus.
00:24:45: Das heißt, man kann auch über die Regierung in Damaskus Einfluss nehmen.
00:24:52: Und da kommen wir dann natürlich wieder zum Ding, was ist am Schlechten für das Geschäft?
00:24:56: Instabilität.
00:24:59: Man würde sich ja auch sein Verhältnis versauen, wenn man jetzt plötzlich die SDF unterstützen würde.
00:25:04: Ja, und dementsprechend, solange die Amerikaner ihren Einfluss in der Region behalten können, ist es den ersten Mal ziemlich egal, was den Kurden nun passiert.
00:25:11: Und das ist halt was, was sich gerade wieder zeigt.
00:25:15: Wird das dazu führen, dass sich was in Sinjar, den Jesidinnen und Jesiden angetan wurde, sich wiederholt?
00:25:28: Ja, also das ist durchaus zu befürchten.
00:25:30: Das ist brutal.
00:25:31: Das ist brutal, wie du einfach ja sagst.
00:25:34: Also,
00:25:37: die Realität, die daher auch vorherrscht.
00:25:39: Und ich glaube, das ist was.
00:25:43: Die Regierungstruppen an sich sind ja nicht irgendwie eine homogene Masse.
00:25:47: So, da sind ganz viele verschiedene Gruppen dabei und da sind ganz viele Gruppen dabei, die vor allen Dingen einen sehr, sehr großen Hang zum Islamismus haben.
00:25:56: Und auch, wenn wir uns die SNA anschauen, also diese türkisch unterstützte Gruppe, die durchaus zu solchen Taten neigen.
00:26:06: Gleichzeitig die Racheakte der Stämme gegen die kurdische Bevölkerung, die mit Sicherheit auch nicht auszuschließen sind.
00:26:15: Und das kann Al-Shara gefallen oder nicht.
00:26:19: Ich persönlich schätze eher ein, dass das so ein Teil ist, nicht so gefällt, sondern dass vieles von dem, was er will, schon auch so gemeint ist.
00:26:27: Aber die Realität ist aber, er hat überhaupt nach innen hinein nicht genug Stärke.
00:26:32: So seine Fraktion, der, sag ich mal, moderateren Islamisten, ist viel zu klein und viel zu schwach, um in diesem riesen Suppenkessel von Milizen und Truppen, der da aktuell vorherrscht, in den jüdischen Streitkräften, da genug Einfluss oder Macht auszuüben.
00:26:51: Da, glaube ich, müssen wir ehrlich sein, einfach, wenn es nicht zu einer Einigung oder zu einem Waffenstillstand kommt, müssen wir schlimmste Massaker befürchten.
00:27:04: Wird das eine neue Flüchtlingswelle auslösen?
00:27:08: Sind denn da überhaupt noch genug Menschen, die fliehen können?
00:27:11: Ich wüsste nicht, wo die Leute hin können.
00:27:13: Klar, die können vielleicht in den Irak und dann von dort weiter.
00:27:18: Aber gerade in Kobani zum Beispiel ist eingekesselt.
00:27:21: Kobani ist komplett gekesselt, hat auf der einen Seite überwiegend SNA und auf der anderen Seite über die Türkei.
00:27:30: Also da ist tatsächlich so, Kobani ist so gerade...
00:27:37: Was wir immer Kobane nennen.
00:27:39: Genau.
00:27:44: Also ist... Ich nehme da kein Platt vor den Mund.
00:27:49: Gleichzeitig, und ich glaube auch da, müssen wir uns einig sein oder einig sein.
00:27:54: Wir müssen ehrlich miteinander sein.
00:27:56: und hier ist diese Schwierigkeit, weil auf die Herausforderungen, die auf den nächsten Jahren zukommen, ist natürlich auch das Einzige, was es wirklich bestehen kann, Vereintes Jury.
00:28:06: Es gibt Staaten wie die Türkei, wie die Vereinigten Arabischen Emirate, wie Israel zum Beispiel auch.
00:28:12: die überhaupt gar kein Interesse daran haben, dass Syrien ein einheitlicher Staat wird.
00:28:17: Weil ein Staat jetzt zerbrochen ist, da kann sich jeder sein Stück von Kuchen abholen.
00:28:21: Es ist total interessant, dass in diesen vergangenen, sagen wir mal, Kritiken am Staaten Israel und seinem Einfluss in Syrien immer übersehen wurde.
00:28:33: eigentlich, wie sehr andere Länder auch versuchen, dieses Land zu destabilisieren.
00:28:37: Natürlich, natürlich.
00:28:39: Und ich meine, wenn wir uns anschauen, wie rassistisch die Politik Erdogans gegen Ümer Syrerinnen und Syrer ist, so, dann können wir uns auf dem Klaren sein, dass die Intervention der Türkei mit Sicherheit nicht im Interesse der Syrer ist, genauso wenig wie die Intervention Israel als im tatsächlichen Interesse der Drusen ist in der Region.
00:29:02: Und das Schwierige an der Sache, und ich glaube irgendwie, weißte, ich bin... Ich bin persönlich und auch glaube ich vielleicht auch da, weil ich jetzt auf einmal wirklich so mit dem Herzen so zwischen den Stühlen stehe.
00:29:17: So das erste Mal, dass ich, weiß ich nicht, habe mich gestern irgendwie hingesetzt und versucht, solche Sachen zu Transitional Justice und sowas zu lesen.
00:29:27: Weil ich, der ja sonst immer auch eher so militantere Gedanken pflege oder sowas im Kopf oder sage, wir müssen hier das und das und das, wenn ich so, ja, ey, aber... irgendwie, wofür das denn hin?
00:29:43: Und ich glaube, das ist die Schwierigkeit.
00:29:46: Und ich weiß es nicht.
00:29:48: Das ist ganz schwer für mich.
00:29:51: Wie lange wird das, was ist denn Spekulation, wie lange das jetzt anhalten wird dieser Zustand dort vor Ort?
00:29:56: Ist das jetzt eine Sache, die ganz schnell ist?
00:29:57: Oder entsteht da einfach ein neuer Krieg?
00:30:00: Und ich sehe uns beide da wirklich hinfahren.
00:30:05: Also ich meine, wer unterstützt denn gerade die SDF?
00:30:08: Wo kommt das Geld her?
00:30:11: Na ja, also die SDF hat schon, also zum einen einer der Gründe, warum die jüdischen Truppen beziehungsweise die Stämme so schnell so viel Land gewinnen konnten ist, weil man sich zurückgezogen hat.
00:30:22: Also es haben Kämpfe stattgefunden, aber das war jetzt noch nicht die absolute, also der Totale kriegt auch mal nicht zu sagen, aber du weißt was ich meine.
00:30:39: In Rojava ist generalmobilisiert worden.
00:30:42: Man hat sich quasi ins eigene Kerngebiet zurückgezogen.
00:30:46: Das ursprüngliche Rojava sind vor allen Dingen die drei Regionen Afrin.
00:30:51: Afrin, was aber von der Türkei eingenommen wurde, dann Kobani und Jazeera, was alles um Hazake, Kamishloh, Derik, also alles im Nordosten ist.
00:31:04: Und man hat sich jetzt erstmal in diese Region zurückgezogen.
00:31:07: So hat dadurch natürlich die Front verkürzt.
00:31:10: So mobilisiert Zeit gewonnen, mobilisiert Zeit gleich.
00:31:13: Also wenn es zu kämpfen kommt, glaube ich, werden die sehr lang und sehr brutal sein.
00:31:19: Also das wird keine Sache sein, die innerhalb von drei Tagen vorbei ist.
00:31:26: Okay.
00:31:26: Weil wir haben unseren
00:31:27: Kontakten auch schon so im Gesprächen und die sagten ja, in vierzehn Tagen, drei Wochen sind die Grenzen wahrscheinlich wieder sicherer und man kann rüber.
00:31:36: Ja, vor allem, man muss ja auch sagen, es war ja auch an sich schlau, sich ausstärkend wie Racker oder deralso zurückzuziehen, weil man da überhaupt gar nicht den Rückhalt in der Bevölkerung hat.
00:31:45: Ja.
00:31:45: So, ne.
00:31:48: Ja, was ich zeigen würde, und ich glaube, das ist auch wieder so ein Punkt, und auch da müssen wir ehrlich sein, die Regierung als Charras zum Beispiel, ne, ist es zum Beispiel auch nicht daran gelegen, dass die ES-Kämpfer frei kommen.
00:32:03: So.
00:32:04: Ist es nicht.
00:32:05: Nee, ist es nicht, natürlich nicht.
00:32:06: Also so der HTS und der islamische Staat waren immer verfeindet und man muss jetzt, da geht es jetzt weniger darum, dass es auch Islamisten sind oder sowas, sondern mehr darum, dass dieses DEMIS nahe Lager innerhalb der Regierung gerade aus den Seiten der SNA heraus natürlich durch die türkische Unterstützung auch enorm großen Anteil Einfluss in der Regierung hat, der jetzt Al-Shara auch nicht gerade recht ist.
00:32:34: Und wenn jetzt diese tausenden Kämpfer des islamischen Staates rauskommen, dann ist das natürlich auch was, was potenziell am Stuhl von Al-Sharra sägt.
00:32:44: Ganz rund um die
00:32:45: DDR einschlagen will.
00:32:47: Als Moderator, weil der islamische Staat ist ja viel radikaler auch in seinen Ansichten unter dem Wasser, wie er sich eben einen Kalifat vorstellt.
00:32:54: Abschließende Frage, was kann Deutschland tun?
00:32:55: Wird Deutschland was tun oder hält sich Deutschland da komplett jetzt raus?
00:33:01: Also was wir als deutscher machen müssen so und ich glaube das oder nicht nur als deutscher sondern auch als europa und auch die usa wobei auf uns auf die usa zu verlassen Was ganz dringend kommen muss ist im waffenstillstand das ist das erste so.
00:33:18: und dann muss ein prozess stattfinden wo die jeweiligen also wo zu allererst die Rechte der Menschen sozusagen gesichert werden und garantiert werden.
00:33:32: Und dann müssen Lösungen gefunden werden für diese Probleme, die gerade da sind.
00:33:37: Und das ist zum einen, dass sich minderhaltende Syrien sicher fühlen können.
00:33:43: So, das ist der eine Punkt.
00:33:46: Dann müssen aber auch andere Sachen, zum Beispiel sind ja auch recht wirtschaftliche Interessen.
00:33:51: Der Großteil des syrischen Öls, das das ganze Land braucht.
00:33:55: So liegt in oder lag bis jetzt die letzten Tage in kurdisch kontrollierten Gebieten.
00:34:02: Und da müssen Mechanismen geschaffen werden, die für Stabilität in der Region sorgen.
00:34:09: Aber ich meine, ich habe dazu ja vor ein paar Tagen das geschrieben.
00:34:14: Alle haben gelitten.
00:34:16: Und wenn auf aller Seite Opfer sind, sind auch auf allen Seiten Verbrecher.
00:34:25: Kein Konflikt ist schwarz-weiß, aber gerade Syrien ist es halt am allerwenigsten.
00:34:33: Die Welt muss ein Interesse haben, dass da irgendwie Freiheit, Würde und Stabilität herrscht und nicht ein Interesse daran haben, wie können wir am schnellsten in Syrien Geschäfte machen.
00:34:43: Das ist ja das, was gerade passiert.
00:34:48: Wie gesagt, es gibt auch von europäischer Seite, von internationaler Seite überhaupt gar keine Kritik eigentlich an dem, was gerade passiert.
00:34:54: Und es gibt auch kaum Kritik an Al-Shara und seine Regierung und so, weil man eigentlich nur darauf hofft, das Land so schnell wie möglich wieder ausbeuten zu können.
00:35:05: Martin, vielen Dank für die schnelle Einordnung.
00:35:09: Es ist heute Dienstag.
00:35:11: Dienstagmorgen.
00:35:12: Ja.
00:35:13: Ja, und tut mir leid.
00:35:14: Ich bin sehr emotional bei dem Thema, deswegen rede ich ein bisschen durcheinander.
00:35:17: Das tut mir sehr leid.
00:35:18: Ich glaube, das war total klar.
00:35:20: Da musst du dir keine Sorgen machen.
00:35:21: Und liebe Hörerinnen, liebe Hörer, ich habe mich jetzt gerade während des Gesprächsstufs wieder entschieden, dass wir das vor die Paywall setzen, weil das ein wichtiges Gespräch war.
00:35:27: Aber bitte unterstützt unabhängigen Journalismus.
00:35:30: Hinter der Paywall gibt es ab nächster Woche, wenn ich aus dem Urlaub wieder zurück bin, wieder den regulären Content, Deep Dives, kleine Wissenshappen von zwanzig Minuten und alle AMR Extras.
00:35:43: Vielen Dank fürs Hören, vielen Dank Martin.