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00:00:00: Einsamkeit ist ein Wahnsignal, vor allem auch für uns selber.
00:00:03: Dass uns etwas fehlt und soziale Beziehungen fehlen.
00:00:07: Wenn sehr viele Menschen das empfinden, dann ist es ein Zeichen dafür, dass da offensichtlich etwas nicht so ganz läuft wie wir es uns
00:00:14: wünschen.".
00:00:16: Ständig frage ich mich Dinge – Tag ein, Tag aus!
00:00:19: Und will verstehen, wie dieses oder jenes funktioniert?
00:00:23: Egal ob in Politik, Gesellschaft, Kultur oder Naturwissenschaft….
00:00:27: Es gibt so viel, was mich interessiert.
00:00:29: Was neu ist und was ich lernen kann.
00:00:32: Deswegen teilen hier bei alles muss raus Menschen ihre Perspektive ihren Standpunkt ihr Wissen ihrer Haltung.
00:00:39: Und in dieser Woche hat mich folgende Frage beschäftigt Sind wir einsamer als je zuvor oder betreiben wir nur?
00:01:04: Liebe Hörerinnen liebe Hörern Es gibt eine Epidemie, über die wir alle glaube ich schon oder viele von uns schon mal gehört haben.
00:01:10: Und zwar die Einsamkeitsepidemie.
00:01:12: Vivek Murthy der Ex-Surgeon General der USA hat sie zum Gesundheitsnotstand erklärt und ihr habt mich gefragt was ist das eigentlich?
00:01:21: stimmt das überhaupt?
00:01:22: Mein heutiger Gast meiner heutige Gästin hat eine Antwort auf diese Frage.
00:01:26: Sie forscht nämlich seit fünfzehn Jahren dazu und sie sagt Die Hysterie ist viel größer als das Problem.
00:01:33: Professor Dr.
00:01:33: Michael Luhmann ist Psychologieprofessorin an der Ruhr-Union Bochum, berät die Bundesregierung, sitzt in Kommission und hat gerade erstes Buch veröffentlicht – Einsamkeit!
00:01:42: Eine Frau, die das Thema vermessen hat und trotzdem oder genau deshalb Antworten liefern kann?
00:01:47: Und sie hat tatsächlich alle wesentlich Fragen, die ich vor diesem Gespräch hatte beantwortet von wie fühlt sich Einsamheit eigentlich an was es Male Loneliness bis hin zu was können wir eigentlich direkt tun um diese Einsamkeitsüberwindendia wirklich auch lebensbedrohlich sein kann.
00:02:03: Liebe Hörer und Liebhörer, ich wünsche euch sehr viel Freude mit dieser Folge!
00:02:07: Man ist – und ich kann es wirklich ganz unverhohlen sagen nach diesem Gespräch wenn man da aufmerksam zugehört hat – schlauer.
00:02:33: Also es gibt viel Einsamkeit, das kann man schon sagen.
00:02:36: Aber diesen Begriff finde ich ein bisschen schwierig weil er irgendwie impliziert dass wir alle viel einsamer geworden sind als wir es irgendwie früher waren und dafür sind die Belege nicht so stark.
00:02:47: also ja sind viele Menschen von Einsamkeiten betroffen vor allem auch junge Menschen heutzutage.
00:02:52: aber nein ist es nichts was sich jetzt irgendwie gerade aktuell besonders stark ausbreitet.
00:02:57: Ich versuche mal ganz kurz selber rein zu räuchen und kann Ihnen sagen dass es glaube ich nichts mehr gibt meine Angst vor Einsamkeit in meinem Leben.
00:03:04: Also ich fürchte mich so wahnsinnig vor diesem Alleine-Sein, weiß aber eigentlich gar nicht was Einsamkeit ist.
00:03:10: Ist Alleinesein-Einsamkeit oder was meint das wenn Sie zum Beispiel forschen zur Einsamzeit?
00:03:15: Wir meinen unter Einsamkeiten tatsächlich etwas ganz spezifisches und nämlich ein negatives schmerzhaftes Gefühl dass wir dann erleben wenn wir weniger soziale Beziehungen haben oder weniger sozialen Kontakte als wir eigentlich brauchen oder uns wünschen.
00:03:29: Und das Entscheidende an dieser Definition ist, dass es sehr subjektiv ist.
00:03:34: Denn was wir uns wünschen und was wir brauchen, das ist von Person zu Person anders.
00:03:39: Einsamkeit ist deswegen nicht das Gleiche wie Alleinsein denn Alleinseinen bedeutet erst mal nur gerade ist keiner bei uns.
00:03:46: Das kann sich schlimm anfühlen, es kann sich aber auch total gut anfühle.
00:03:50: Wir alle brauchen diese Momente des Alleinseins Und Einsamkeit ist auch nicht dasselbe wie Sozialisolation.
00:03:56: Darunter versteht man einfach nur die Anzahl der Kontakte, die man hat.
00:04:00: Das hängt natürlich schon mit Einsamkeiten zusammen.
00:04:02: aber es gibt eben auch Menschen, die haben keine Kontakte aber den jetzt super dabei.
00:04:06: das sind Einzelgänger, die fühlen sich dann nicht einsam.
00:04:09: Warum ist es wichtig sich damit auseinandersetzen und das nicht sozusagen zu lassen?
00:04:12: Dann bist du halt mal alleine, dann fühlst du dich mal einsam.
00:04:14: also was ist das Schlimme daran und warum beraten Sie zum Beispiel auch in diesem Thema die Bundesregierung zu dieser Frage?
00:04:21: Zunächst einmal ist es gar nicht so schlimm, wenn man sich mal einsam fühlt.
00:04:24: Das ist einfach ein ganz normaler Teil des Lebens und das erleben wir alle bestimmt auch... Nicht nur einmal, sondern oft im Leben.
00:04:32: Problematisch wird Einsamkeit dann, wenn sie sehr lange bestehen bleibt, wenn wir es nicht schaffen da rauszukommen?
00:04:37: Wenn wir uns zwar bemühen um neue soziale Kontakte oder unsere Beziehungen wieder aufrischen wollen aber das klappt irgendwie nicht Dann kann Einsamkeiten chronisch werden und dann kann Einsammenheit auch mit einer ganzen Reihe von negativen Folgen einhergehen die dann auch politisch relevant sind.
00:04:52: zum Beispiel werden einsame Menschen schneller krank sich sterben sogar früher.
00:04:57: Es gibt aber auch Hinweise, dass einsame Menschen sich auch eher politisch radikalisieren oder umgekehrt völlig zurückziehen aus der Gesellschaft.
00:05:05: Das heißt das sind schon so Folgen die eben nicht nur die Betroffenen selber angehen sondern uns alle.
00:05:10: Es gibt einen Begriff der gerade sehr viel verwendet wird.
00:05:13: vielleicht können Sie mir den mal erklären und auch einordnen was bedeutet es wenn wir von der männlichen Einsamkeit reden?
00:05:17: Von dieser Male Loneliness Epidemie.
00:05:21: Was heißt die?
00:05:23: Und was hat sie für Konsequenzen?
00:05:25: Die Mail Loneliness Epidemic ist so eine Erzählung, würde ich mal sagen.
00:05:29: Die in bestimmten Gruppen Teilen des Internets gerade kursiert.
00:05:35: Vor allem mit der sogenannten Manusphere.
00:05:37: Das ist eine Sukkultur des Internetts, die von Männern natürlich geprägt ist und zwar von Männernen, Klassisches Männlichkeitsbild, sag ich mal, propagieren.
00:05:48: Die im Grunde sagen der Mann steht irgendwie die natürliche Position über der Frau zu und viele beschweren sich auch dass sie deswegen keine Frauen bekommen oder halt keine Beziehungen finden weil die Frauen alle so anspruchsvoll geworden sind.
00:06:02: Das sind die sogenannten Insellers, die involuntäre Celebrates, die so ein Teil dieser Bewegung abbilden.
00:06:08: Und das heißt es ist eine Bewegung, die ist misogyn, also Frauenvereinwichtig ist oft auch rechtsextrem.
00:06:13: und in dieser Bewegungen kursiert seit einiger Zeit diese Erzählung der Main Loneliness Epidemic, die dann sagen soll oh uns geht's allen so schlecht wir sind alle so einsam.
00:06:22: man schaut hierher helft uns.
00:06:25: Und dazu muss man sagen, dass es natürlich Männer gibt.
00:06:29: Die sich einsam fühlen auch bestimmt nicht wenige.
00:06:32: aber die Idee das Männer irgendwie stärker betroffen sind oder sowieso dass das irgendwie alles nur die Schuld der Frauen ist daran ist nicht viel dran.
00:06:40: wenn wir uns einfach die nackten Zahlen anschauen dann sind sogar Frauen mehr von Einsamkeit getroffen als Männer.
00:06:46: und
00:06:46: ich meine aber es klingt jetzt erst mal gut wenn da eine Gruppe von Menschen sagt Wir brauchen Hilfe.
00:06:49: Es klingt ja so was.
00:06:51: Aber was ist denn deren Vorschlag?
00:06:53: Was soll denn gegen diese Einsamkeiten helfen?
00:06:55: Na ja, wenn man jetzt genau in der Menusvier bleibt.
00:06:57: Dann ist der Vorschlag
00:06:58: ... Da kommt nichts Gutes als Vorschlag?
00:07:01: Nein,
00:07:01: da kommt das aus meiner Perspektive nicht Gutes.
00:07:04: Da kommen dann so Ideen wie die Frauen sollen sich wieder unterordnen, sie sollen nicht selber solche Ansprüche haben, nicht selber Karriere machen wollen einfach Kinder kriegen und die Klappe halten um was mal ganz Platz zu sagen.
00:07:16: also diese Vorschläge sind aus meiner perspektiven natürlich kein Weg um diese Einsamkeit zu bekämpfen.
00:07:22: Und wie bekämpft man dann diese Einsamkeit?
00:07:24: Oder haben die einen Punkt mit dem Satz, dass sie immer mehr vereinsamen und erkennen ihre eigene Radikalisierung.
00:07:32: Weil diese Menschen in dieser Manusphäre sind ja auch wahnsinnig radikalisierte Gruppierungen, die dort stattfinden.
00:07:37: Haben die was festgestellt, was Sie eigentlich erforschen?
00:07:41: Also es ist schon so, da gibt es Studien zu dass gerade die Incells also diese involuntäre Celebets das da schon mehr Menschen einsam sind als in der durchschnittlichen Bevölkerung.
00:07:50: Also insofern ist schon ein Punkt nämlich in dieser Gruppe befinden sich eben viele Menschen die einsam Und wir wissen auch, dass einsame Menschen eine höhere Tendenz haben sich generell zu generalisieren.
00:08:01: Von daher kommt das da schon ganz gut zusammen.
00:08:03: Man muss aber auch sagen es ist ein recht neues Phänomen.
00:08:06: Da gibt es überhaupt erst ne Handvoll Studie hinzu so richtig viel aus einer wissenschaftlichen Perspektive.
00:08:11: Wissen über diese Bewegung und deren Einsamkeit auch noch nicht.
00:08:15: Wie ist denn das eigentlich bei Ihnen?
00:08:16: Also wie Haben Sie sich entschieden in diesem Gebiet zu forschen und auch zu veröffentlichen und auch Sachbücher zu schreiben.
00:08:23: also was haben sie erkannt und wann haben Sie's vor allen Dingen erkannt?
00:08:27: Zunächst bin ich ganz zufällig auf dieses Thema gekommen, wie das oft so ist.
00:08:31: Man kriegt einen neuen Job und da musste ich halt dann zur Einsamkeit arbeiten bei einem der damals führenden Einsamkeitsforscher.
00:08:38: Und ich habe dann aber schnell gemerkt woher?
00:08:39: das ist ja ein super spannendes Thema und hab das beibehalten und weiter vertieft und zwar eigentlich aus zwei Gründen.
00:08:45: Der eine ist dass das Thema in der Wissenschaft ein totales Nischenthema war.
00:08:50: Also ich selber habe Psychologie studiert, aber in meinem Psychologiestudium kann ich mich nicht daran erinnern dass das Wort Einsamkeit überhaupt mal gefallen ist, geschweige denn da man vertieft irgendwas zu gelernt hat und es hat sich auch in der Forschung gezeigt.
00:09:01: Es gibt einfach noch ganz viele Fragen die unbeantwortet sind.
00:09:04: wir haben gerade über so paar Fragen gesprochen und das macht für mich als Wissenschaftlerin erstmal spannend.
00:09:10: Aber was dann noch dazukam vor einigen Jahren ist, dass immer klarer wurde, dass Einzelkeit auch ein Thema ist, das eine gesellschaftliche Relevanz hat.
00:09:17: Eine politische Tragweite auch hat und wo wir natürlich als diejenigen, die sich wissenschaftlich damit auskennen eigentlich die Verantwortung haben etwas beizutragen.
00:09:26: Und diese Kombinationen aus einerseits wissenschaftlichen Interessant andererseits auch politisch relevant, gesellschaftlich relevant macht das Thema für mich sehr spannend und auch sehr wichtig.
00:09:35: Glauben Sie?
00:09:36: Dass der Grund dafür ist, auch geredet oder nachgedacht hat, dass Scham auch ist.
00:09:43: Also wenn man ungern zugibt, man isst einsam?
00:09:45: Weil dann Anschlussfrage gleich... Was bedeutet das denn eigentlich, wenn jemand einsam ist?
00:09:50: Ja ich glaube, dass Charme tatsächlich eine große Rolle gespielt hat und auch noch spielt bei dem Thema.
00:09:56: Es wird zwar viel mehr über Einsamkeit heute Tage gesprochen aber das Thema ist immer noch entsteigmatisiert.
00:10:01: also wie Sie eben auch gesagt haben Die meisten von uns haben irgendwie auch Angst davor, einsam zu werden.
00:10:07: Weil das ein ganz schreckliches Gefühl ist.
00:10:09: und damit zu dieser Anschlussfrage wie fühlt sich das an?
00:10:13: Einsamkeit kann sich auf ganz unterschiedliche Arten anfühlen.
00:10:16: Menschen verbinden damit oft Traurigkeit aber auch so etwas wie einen Kontrollverlust Hoffnungslosigkeit Frustration.
00:10:23: Manche werden auch wütend, vielen ist es eben peinlich.
00:10:27: Das heißt Einsamkeit ist jetzt nicht so ein ganz spezifisches Gefühl sondern eher so einen ganzen Strauß an verschiedenen Gefühlen die aber alle das Gemeinsame haben dass sie sich gut anfühlen.
00:10:36: Sie sagen ja, dass diese Verwendungsbegriff dieser Epidemie auch eine gewisse Übertreibung ist.
00:10:42: Warum wird denn da übertreiben?
00:10:43: Weben?
00:10:43: nützt denn diese Übertreibung?
00:10:45: Ja, gute Frage.
00:10:46: Ich denke die Übertreibung nützt allenjenigen, die das Thema überhaupt erst mal in die Öffentlichkeit bringen wollen und darin habe ich auch selber kein Problem denn ich bin auch selber der Meinung es ist ein Thema was unbedingt in die öffentlichkeit gehört weil es einfach so viele Menschen betrifft und so stark gefolgen hat.
00:11:03: aber das sollte keine Entschuldigung sein mit wie zu plakativen Aussagen um sich zu werfen und dass habe ich eben oft das Gefühl, dass bei der Einsamkeitsepidemie gemacht wird.
00:11:12: Ich glaube, ein weiterer Punkt ist aber auch das einfach viele den Eindruck haben.
00:11:16: Das Thema ist jetzt irgendwie recht neu, aber es scheint eher damit zusammenzuhängen dass wir einfach seit einigen Jahren erst darüber sprechen zumindest in der Öffentlichkeit drüber sprechen und dann hat man natürlich oft schnell den Eindruck okay da ist irgendwas Neues.
00:11:28: vor zehn Jahren hat keiner darüber gesprochen jetzt sprechen wir ständig drüber also muss an dieser Epidemie was dran sein.
00:11:33: Aber das ist wahrscheinlich doch nicht.
00:11:35: Wenn man diese Einsamkeit als Warnsignal gesellschaftlich sieht Wo vorwahrt uns das dann eigentlich?
00:11:39: Also was sagt das aus, wenn Sie zum Beispiel ein Buch veröffentlichen, wenn sie dazu forschen und wenn Sie Erkenntnisse dazu haben.
00:11:45: Was verrät es über unsere Gesellschafts?
00:11:47: Ja ich glaube, das verrät vor allem einen Bedürfnis danach ein Thema zu thematisieren, was zutiefst menschlich ist und dabei bisher unterdrückt wurde.
00:11:57: ja also Einsamkeit ist ein Wahnsignal vor allem auch für uns selber dass uns etwas fehlt, dass unsere soziale Kontakte fehlen.
00:12:03: Soziale Beziehungen.
00:12:04: und wenn jetzt sehr viele Menschen das empfinden, dann ist es ein Zeichen dafür, dass da offensichtlich etwas vielleicht auch gerade nicht so ganz läuft wie wir es uns wünschen.
00:12:13: Wie gesagt, es gibt keine Anzeichen erfüllt, dass das jetzt ein größeres Problem ist als vor zehn, zwanzig Jahren nur, dass wir halt mehr darüber sprechen.
00:12:19: Insofern bin ich auch vorsichtig aus dem Interesse an dem Thema jetzt irgendwelche großen gesellschaftlichen Diagnosen abzuleiten.
00:12:25: Meine Interpretation ist wirklich eher ... Das hat uns eigentlich schon immer berührt, bisher noch nicht so drüber sprechen.
00:12:32: Was macht uns denn einsam?
00:12:34: Einsam macht uns vor allem, wenn wir die sozialen Kontakte nicht so pflegen können oder nicht haben, die wir brauchen.
00:12:41: und wann passiert das?
00:12:43: Das passiert zum Beispiel dann, wenn Wir keine Zeit haben oder auch wenn wir keine Energie haben die investieren können oder auch kein Geld haben.
00:12:51: also was meine ich damit konkret?
00:12:53: stellen wir uns vor Kapitalismus
00:12:56: macht einfach einsam.
00:12:58: Ja genau, das kommt da alles sehr gut zusammen.
00:13:02: Aber wenn man zum Beispiel einen Job hat wo man extrem viel arbeiten muss oder wo man auch viel umziehen muss oder generell viel unterwegs ist dann fällt es einem natürlich schwerer alte Freundschaften zu pflegen.
00:13:13: Das kann dann ein Risiko für Einsamkeit sein Eine Einsamkeit, die man gar nicht in dem Moment spürt, weil man ja total beschäftigt ist.
00:13:19: Aber dann merkt wenn man wieder Zeit hätte aber dann sind die Frauen weg.
00:13:22: Weil man sie eben jahrelang vernachlässigt hat.
00:13:25: oder Stichwort Energie, wenn ich zum Beispiel chronisch krank bin.
00:13:30: Oder einfach nur viel beschäftigt bin und ich habe dann endlich mal Zeit mit jemandem in Kontakt zu setzen.
00:13:36: aber ich kann nicht dazu erschöpft.
00:13:37: Ich bin zu müde, muss mich erholen, muss Zeit allein verbringen.
00:13:41: Dann ist das natürlich auch ein Faktor der unsere soziale Beziehung vernachlässigen lässt.
00:13:46: Und Geld?
00:13:47: Auch ganz wichtig!
00:13:48: Ganz viele Aktivitäten die wir mit anderen Menschen zusammen machen hängen irgendwie am Geld wie das Geld hat für den Kaffee, den man gemeinsam trinkt oder für die U-Bahn um zum Treffpunkt zu fahren.
00:14:00: Das sind quasi noch die billigsten Varianten und wir kommen dann auch zusammen auf ein Konzert oder zur Sportveranstaltung oder engagiert sich irgendwo.
00:14:08: also viele Dinge erfordern dass wir irgendwie ein bisschen Geld haben und wenn das fehlt ist es ein Problem.
00:14:13: in anderen Worten Armut schlechte Gesundheit aber auch sowas wie Diskriminierungserfahrungen sondern Faktoren die Einsamkeit befördern können.
00:14:23: eine Gesellschaft beziehungsweise die Politik, ich nenne es jetzt mal so Salopp.
00:14:28: Eine Verantwortung sich darum zu kümmern dass die eigene Bevölkerung nicht vereinsamt.
00:14:32: also ich blicke jetzt gerade nach Japan.
00:14:33: Ich habe japanisch studiert und mich auch mit der panischen gesellschaft auseinandergesetzt.
00:14:36: dort ist ja diese Vereinsammlung der Alten führt jetzt zu solchen seltsamkeiten wie das Frauen weil sie eben oft älter werden als ihre Partner in Gefängnisse gehen oder kleine Straftaten begehen um ins gefängnis zu kommen.
00:14:47: um nicht einsam zu sein Müsst es eigentlich dafür Einrichtungen der Regierung geben für die eigene Bevölkerung, dass man eben nicht vereinsamt wie zum Beispiel hier bei uns diese Volks-Solidaritätszentren wo man als Rentner dann begämmen spielen kann?
00:15:02: Also ich bin mir nicht sicher ob ich unterschreiben würde.
00:15:04: Die Politik hat eine Verantwortung und das komplett uns komplett davor zu schonen sag' ich mal.
00:15:10: Und Angebot
00:15:10: zu haben!
00:15:11: Aber Angebote, ja also Angebote schaffen sich schon als eine Aufgabe von Politik und dabei sollten auch alle Altersgruppen in den Blick genommen werden.
00:15:19: Also die Ältesten sind eine ganz klassische Risikogruppe sozusagen einfach weil im hohen Alter viel zusammenkommt was uns einsam machen kann eben schlechte Gesundheit das soziale Inhaltswert wird kleiner usw.
00:15:32: Und deswegen sind Menschen im hohem Alter so ab achtzig fünf achtzig Jahren auch besonders darauf angewiesen woanders mit anderen in Kontakt kommt zu können kann eigentlich nur eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sein, wo die Politik einfach auch eine wichtige Rolle spielt bei der Schaffung von Institutionen und finanziellen Unterstützung usw.
00:15:50: Aber mir ist es eben wichtig, dass wir uns nicht nur auf die Alten fokussieren sondern auch insbesondere junge Menschen in Blick nehmen.
00:15:55: Denn diese sind seit einigen Jahren doch stärker betroffen von Einsamkeit.
00:15:59: Ich habe eben gesagt das gibt keine Epidemie.
00:16:01: aber bei den Jüngeren da sieht man tatsächlich so einen Trend zur Mehreinsamkeit und für die gibt es bisher vergleichsweise wenige Angebote, die eben speziell darauf zugeschnitten sind sie mit anderen Menschen in Kontakt zu bringen um Einsamkeiten zu bekämpfen.
00:16:16: Wie geht das?
00:16:17: Dass gerade die Generation, die in einer Zeit lebt und der Kommunikation nicht einfacher war global um die ganze Welt gespannt.
00:16:23: Das diese Generation jetzt vereinsamt?
00:16:25: also was ist denn dafür der Auslöser?
00:16:27: Ja so ganz konkret kann man das gar nicht sagen.
00:16:30: zum einen ist es wahnsinnig schwer zu untersuchen da gibt's noch keine klaren Antworten zu und zum anderen ist es wahrscheinlich auch nicht eben ein einziger Auslöser der eine Rolle spielt.
00:16:38: wir beobachten diesen Einstieg seit der Pandemie.
00:16:41: das heißt da kann man dann schon irgendwie zum Schluss kommen, dass die Pandemie wohl irgendwie etwas verändert haben muss.
00:16:47: Auf der anderen Seite ist das auch jetzt schon wieder einige Jahre her.
00:16:51: Es gibt schon lange keine Kontaktbeschränkung mehr und trotzdem bleibt das Einsamkeitslevel hoch und das heißt es kann eigentlich nicht nur die Pandemie gewesen sein.
00:16:58: vielleicht hat sie bestimmte Prozesse beschleunigt.
00:17:01: Es wird natürlich dann auch schnell auf soziale Medien, Digitalisierung, Smartphones und sowas geschaut.
00:17:06: Und ich glaube auch nicht komplett zu Unrecht weil es schon so ist dass Menschen die extrem viel ihr Smartphone nutzen oder geradezu süchtig sind und auch einsamer sind?
00:17:17: Ich bin auf jeden Fall süchtige!
00:17:20: Kann das bestätigen, dass man sich einsam
00:17:21: fühlt
00:17:22: weil man sich selbst aus der Realität rausnimmt.
00:17:25: also man verbringt Zeit mit Freunden guckt aber aufs Telefon und stellt dann am Abendfest.
00:17:30: Das ist so herausgesetzt aus der Gruppe.
00:17:33: Ja, dafür gibt es sogar einen Fachbegriff nämlich Fubbing.
00:17:36: Das ist das Phänomen, dass man, obwohl man mit anderen Menschen zusammen ist sich trotzdem irgendwie ablenken lässt von seinem Handy.
00:17:41: und wenn das dann alle machen, dann ist das natürlich schwierig aus dieser persönlichen Begegnung mit den Freunden die eigentlich ja gut ist wirklich das rauszuziehen was man eigentlich machen könnte.
00:17:50: Aber man muss auch sagen, wenn man insgesamt schaut dann ist der Zusammenhang zwischen Smartphone-Nutzung und sozialer Mediennutzung in Einsamkeit doch eher schwach.
00:17:58: Also bei denen die es extrem viel nutzen sieht man das schon.
00:18:01: aber auch da ist nicht ganz klar sind denn diese Menschen einsam weil sie soviel am Handy hängen?
00:18:06: oder ist es genau umgekehrt?
00:18:07: Sie sitzen deswegen so viele am Handy weil sie einsam sind weil sie vielleicht eben gar nicht die sozialen Kontakte haben vor Ort die sie eigentlich sich wünschen.
00:18:15: also von daher Also es spielt sicher eine Rolle und das ist ohne Zweifel auch so, dass die Art wie wir alle kommunizieren und wie wir unsere Freizeit gestalten sich durch die Smartphones extrem verändert hat.
00:18:28: Das ist unbestritten.
00:18:29: aber als alleiniger Faktor der jetzt irgendwie bekämpft werden muss um Einsamkeit bei Jugendlichen zu lösen ist ja auch nicht geeignet.
00:18:37: Und deswegen glaube ich, muss man vielleicht noch mal so ein bisschen raus und auch andere Faktoren einbeziehen.
00:18:42: Da müssen wir einfach feststellen dass junge Menschen insgesamt sehr psychisch belastet sind heutzutage.
00:18:48: Das kann man eigentlich auch nachvollziehen wenn man sich die Weltlage insgesamt anschaut, die vielleicht junge Menschen auch nochmal besonders mitnimmt.
00:18:55: das geht los bei irgendwelchen Kriegen die ständig... neu aufkloppen, dann geht weiter zu Entwicklungen wie KI.
00:19:02: Die völlig infrage stellt warum soll man noch lernen?
00:19:05: Welchen Beruf soll ich überhaupt lernen?
00:19:07: Gibt es denn in fünf oder zehn Jahren noch?
00:19:09: und das geht natürlich dann weiter bis zu Themen wie Klimawandel über die auch irgendwie wenig gesprochen wird aber die trotzdem da sind und trotzdem die Menschen belasten.
00:19:17: und wenn man das alles diese Multikrisen nennt man das auch wenn man zusammen nimmt ist eigentlich kein Wunder dass junge Menschen heute auch belasteter sind als früher.
00:19:24: Belastung kann wiederum sowohl Folge als auch Ursache von Einsamkeit sein.
00:19:36: und den Menschen, die jetzt schon unterstützen.
00:19:58: Deswegen an euch und euer Gewissen bitte unterstützt auch uns bei Patreon.
00:20:02: alles muss raus mit drei fünf oder neun Euro und ihr bekommt natürlich auch was dafür.
00:20:06: zum Beispiel mittlerweile alle zwei Tage ein Update was so auf der Welt los ist mit Martin Lautwein und mir.
00:20:11: es gibt Extras die sich damit beschäftigen was gerade im Iran nur los ist Und es gibt einen kleines neues Format das heißt Bites heißt dass wir sehr unregelmäßig machen aber Wir geben euch in fünften bis zwanzig Minuten ziemlich gutes Hintergrundwissen Nächste Woche zum Beispiel.
00:20:24: Welche deutschen Firmen beteiligen sich eigentlich an der Entwicklung von Chemiewaffen?
00:20:28: Wer das schon immer mal wissen wollte, der sollte auf jeden Fall Patreon werden.
00:20:33: und ja danke schonmal an alle die uns unterstützen.
00:20:41: Sie haben glaube ich im Rahmen ihrer Forschung festgestellt dass Ostdeutschland stärker betroffen ist.
00:20:46: Das fand ich total interessant.
00:20:47: warum
00:20:48: Ja?
00:20:49: Auch gar nicht so einfach zu sagen.
00:20:50: Ich kann sagen, woran es nicht nur
00:20:52: lieb ist... Also erst mal hat man festgestellt oder woran haben Sie festgestellt dass das stärker betroffen ist?
00:20:56: Haben die Leute mehr gesäuft bei Ihren repräsentativen Umfragen?
00:20:59: also wo wie kam da die Erkenntnis und was bedeutet das?
00:21:03: Wir haben Daten ausgewertet aus dem socio-ökonomischen Panel.
00:21:06: Das ist eine ganz große repräsidentative Längsschnittstudie in Deutschland Und dazu muss man sagen diese Daten, die wir ausgewärtet hatten wurden im Jahr hier in den letzten Jahren erhoben.
00:21:15: So schon eine ganze Weile auch her Und in den Zwei-Tausend Dreizehnen wurde die Stichprobe ungefähr so sechzehntausend Menschen auch danach gefragt, wie einsam sie sind.
00:21:24: Ich habe dann so drei Fragen ausgefüllt und die haben wir dann ausgewertet und damit kann man sich regional anschauen, in welchen Regionen sind denn Menschen einsamer als wo sind sie weniger einsam?
00:21:36: In Ostdeutscher waren Sie tatsächlich im Durchschnitt einsamer.
00:21:39: Im Rheinland waren sie am wenigsten einsam.
00:21:41: das macht für mich als jemand der auch von meinen Köln gelebt hat auch durchaus Sinn muss ich sagen Genau.
00:21:47: Aber woher kommt das in Ostdeutschland?
00:21:49: Zunächst mal könnte man meinen, vielleicht sind es einfach die üblichen soziökonomischen Unterschiede, die ja auch immer noch bestehen oder im Jahr- und Dreizehn auf jeden Fall bestanden haben also sowas wie mehr Arbeitslosigkeit, geringeres Einkommen... Und ja!
00:22:02: Das macht durchaus einen kleinen Unterschied erklärt ihr Unterschiede aber nicht besonders doll oder nicht komplett.
00:22:08: Wir haben uns auch noch andere Faktoren angeschaut, die diese regionalen Unterschiede insgesamt erklären können.
00:22:13: Und da sind ein paar dabei, die glaube ich für Ostdeutschland auch relevant sind.
00:22:16: Zum Beispiel ist Einsamkeit erhöht in Regionen, in denen eine starke Fluktuation der Bevölkerung besteht.
00:22:23: Also in anderen Worten wenn man einem Ort ist wo viele Leute wegziehen oder auch wo viele hin ziehen dann ist Einsamtheit erhöht.
00:22:29: und das trifft ja durchaus auf viele Regionen in den ostdeutschen Bundesländern zu dass da einfach auch viel... viel Landflucht war, wenn da junge Menschen, besonders junge Frauen eher wegziehen.
00:22:41: Ein weiterer Faktor ist die Nähe zu Freizeitanlagen oder Freizeiteinrichtungen oder Parkanlagen und so etwas.
00:22:49: Das heißt an Orten wo die Distanzen insgesamt nicht so groß sind, ist Einsamkeit auch geringer ausgeprägt.
00:22:54: Auch das ist in gewissen ostdeutschen Regionen sicher anders, wo man einfach sehr weitläufige Landschaften hat, sehr weite Distancen.
00:23:02: also das könnten so Faktoren sein, die da eine Rolle spielen.
00:23:06: Und Stadt-Land-Unterschied?
00:23:07: Meine Annahme ist, dass man auf dem Land einsamer ist als in der Großstadt.
00:23:10: Aber das klang gerade eben so, als Sie meinten, dass Orte an den Hochflugtuationsstatt finden, was für eine Stadt spricht.
00:23:17: Interessanterweise findet man im Durchschnitt überhaupt keine Unterschiede zwischen Stadt und Land.
00:23:23: Ich frage das auch immer ganz gerne wenn ich mit Menschen spreche, was denken sie?
00:23:26: mehr statt mehr Land?
00:23:27: oder die meisten wählen sich eher bei ... Die Stadt ist stärker betroffen Aber im Durchschnitt scheint es sich die Waage zu halten.
00:23:34: Und ich glaube nicht, dass das völlig egal ist, wo man lebt ... Da hab' ich ja auch eben schon so ein paar Faktoren genannt, die durchaus eine Rolle spielen.
00:23:41: Sondern.
00:23:41: ich glaube eher, dass sie sich die Wage hält!
00:23:43: Die Stadt hat Vor- und Nachteile.
00:23:45: Die Stadt wirkt oft irgendwie anonym.
00:23:46: Man ist von Leuten umringt und kennt trotzdem niemanden.
00:23:49: Aber man hat wirklich halt auch Möglichkeiten, Menschen zu treffen.
00:23:53: Und zwar für jedes Interesse, für jedes Hobby hat man in großen Städten irgendwo auch andere Menschen mit denen man das ausüben kann.
00:24:00: Man muss sie nur finden.
00:24:01: Auf dem Land ist das nicht so leicht, auf dem Land sind die Distanzen größer.
00:24:04: Man ist vielleicht ja von Auto angewiesen.
00:24:06: Auf der anderen Seite sind ländliche Regionen vielleicht auch noch ein bisschen besser vom Zusammenhalt her, insbesondere wenn man daherkommt und nicht hingezogen ist.
00:24:14: Also beide Regionen haben ihre Vor- und Nachteile und im Durchschnitt scheint es sich die Waage zu halten.
00:24:20: Gab es eigentlich während ihrer Forschung mal so einen Moment, wo sie gesagt haben oder wo Sie gefühlt haben?
00:24:25: Ich weiß das ist bei Forschung immer schwer.
00:24:26: Aber die Gesellschaft fühlt sich gerade an und die Wissenschaft ergibt aber genau das Gegenteil!
00:24:32: Also wie geht man denn damit um?
00:24:33: also weil Sie ja sagen dass diese Epidemie eigentlich keine ist?
00:24:36: Wie erklärt man dann diesen großen Unterschied?
00:24:41: Ja ich glaube bei dieser Erzählung der Einsamkeitsepidemie, das ist sicher ein Fall.
00:24:48: Ein anderer Fall ist das Thema soziale Medien, wo ich den Eindruck habe dass aktuell die Gesellschaft fühlt, dass da alles schlecht dran ist.
00:24:55: Und auch da muss man sehr genau in die Studien reinschauen und sehr differenziert drüber sprechen wie wir es ja eben auch schon gemacht haben.
00:25:03: Was dann oft vergessen wird ist, dass soziale Medien durchaus ihre Benefits haben.
00:25:10: Also es kommt eben sehr darauf an wie man sie nutzt.
00:25:12: und nehmen mal an.
00:25:13: Bleiben wir noch einmal bei dem Beispiel Wir sind auf dem Land.
00:25:15: Ich bin vielleicht ein Ein dreizehnjähriger Junge, der gerade entdeckt hat, dass er schwul ist und finde in meinem kleinen Dorf wirklich niemanden mit dem ich darüber reden kann.
00:25:25: ich schweige denn andere, denen es auch so geht.
00:25:28: Für solche Menschen sind die sozialen Medien das Fenster in eine andere Welt wo sie auf gleichgesinnte treffen können und das trifft jetzt auf jede Art von marginalisierter Gruppe zu oder auf jeder Art von Interesse auch.
00:25:39: Ich war gerade auf der Leipziger Buchmesse da, wimmelte es von Cosplay-Leuten.
00:25:44: Die finden sich sicher auch übers Internet und nicht in der Dorfkneipe.
00:25:48: Das heißt, soziale Medien können eben unser Leben auch sehr bereichern.
00:25:51: Und das stört mich ein bisschen an der aktuellen Debatte, dass nur die negativen Seiten gesehen werden und ich bin fürchte so ein bisschen, dass man damit manchen Menschen auch schaden kann, denen die nämlich wirklich auf die sozialen Medien vielleicht angewiesen sind?
00:26:03: Wir sind ja beide Jahrgang Eighty, also Ninzeneinundachtzig.
00:26:05: und gut, dass sich das betone, dass niemand denkt, dass wir achtzehn-einundachzig geboren sind!
00:26:10: Gibt's Momente wo sie sagen, naja als wir, ich meine als wir beide fünften waren vierzehn da war so wenn der in einer Klasse ein Handy hatte.
00:26:17: das war was Besonderes eher.
00:26:19: Gibt es so eine Art Kulturpessimismus?
00:26:22: Also Sie haben zwar gerade gesagt dass soziale Medien auch ihre Vorteile haben aber Wir waren weniger einsam als wir uns weniger zur Verfügung stand.
00:26:30: Pessimismus.
00:26:32: Kommen wir da noch mal hin.
00:26:33: Ja, ich glaube so ein Punkt der mir schon auffällt und jetzt kriegt man echt schon so die alten Schimpfen über die jungen.
00:26:39: Genau
00:26:39: darauf wollte ich nicht raus.
00:26:43: Aber etwas was schon aufällig ist und auch des Zeiten belegt werden kann ist dass sich Menschen und besondere junge Menschen heutzutage selten persönlich treffen sondern irgendwie viele... Beziehungen sich auch komplett ins digitale Verlagern.
00:26:55: Und das ist schon eine Entwicklung, die nicht gut ist.
00:26:58: Also ich habe eben gesagt, soziale Medien haben ihre positiven Seiten aber... Es ist schon auch wichtig, dass wir weiter unsere Freundschaften und unsere Beziehungen im echten Leben offline führen.
00:27:09: Und online nur als Zusatz nehmen und nicht als kompletter Ersatz.
00:27:13: Da habe ich manchmal den Eindruck, dass das nicht allen unbedingt so klar ist, dass es eben nicht dasselbe ist ein bisschen zu chatten, im Vergleich zu sich tatsächlich mal eine Stunde irgendwo treffen von Angesicht zu Angesichts, sich riechen können die Mimik wahrnehmen können, sich anfassen können.
00:27:28: Das ist einfach noch mal eine andere Qualität von Begegnung und da hoffe ich, dass wir das nicht verlieren.
00:27:33: Könnt ihr sich vorstellen, dass es so eine Art Renaissance geben wird?
00:27:36: Also auch angetrieben durch KI, die ja vermutlich jetzt reine Annahme diese Einsamkeitsproblematik noch verstärken wird weil wir als Mensch wahrscheinlich uns dann also weniger gebraucht werden, weniger stattfinden können.
00:27:46: Also glauben Sie, es würde eine Renaissance geben in der wir uns wieder mehr treffen, mehr sozial miteinander interagieren, weil wir auch mehr Freizeit haben durch KI.
00:27:57: theoretisch, jetzt in diesem ... theoretisch.
00:28:00: In dem positiven Traum, der dabei entstehen könnte, der positiven Verwendung von KI's.
00:28:05: Also dass wir durch KI mehr Freizeit bekommen das kann ich mir erst mal nicht vorstellen weil bisher jede technologische Neuerung irgendwie dazu geführt hat, dass wir alle trotzdem so viel arbeiten nur halt irgendwie unsere Produktivität steigt.
00:28:15: und ob das bei KI der Fall sein wird das muss ich glaube auch noch zeigen.
00:28:19: KI hat aber natürlich auch einen Einfluss darauf, wie wir soziale Beziehungen führen.
00:28:22: Und es gibt jetzt schon Helle von Menschen die vor allem mit einer KI eine soziale beziehung führen sogar eine romantische Beziehung teilweise und Mark Zuckerberg hat vor einiger Zeit gesagt dass demnächst die Einsamkeit besiegt ist weil wir alle mit irgendwelchen Chatbots Freundschaften schließen werden.
00:28:38: das finde ich ehrlich gesagt eine ziemlich gruselige Vorstellung.
00:28:41: Ich halte
00:28:41: das im übrigen gar nicht für so unwahrscheinlich wenn ich weiß nicht wie's in ihrem sozialen Umfeld ist wenn man sich umhört Wie oft KI's mittlerweile schon für private Problemblösungen verwendet werden, ist es so und das ist jetzt nicht wie weit weg sondern in meinem direkten Umfeld ich eingeschlossen.
00:28:56: Ich mache das auch!
00:28:57: Also ich glaube dass Mark Zuckerberg da gar nicht so unrecht hat unheimlicherweise.
00:29:02: Ich glaube, dass
00:29:03: K.E.,
00:29:03: Chatbots oder auch Roboter durchaus Potenzial haben uns zu helfen, insbesondere in den Situationen wo wir gerade keine andere Möglichkeit haben ist es einfach eine weitere Quelle von Unterstützung die wir jetzt nicht leichtfertig abtun sollten.
00:29:17: aber das durch so etwas unsere Beziehungen mit echten Menschen gleichwertig ersetzt werden können das bezweifle ich Doch.
00:29:27: Und gab gerade vor zwei Wochen eine neue Studie, da wurden studierende Gebeten in einer Gruppe mit einem Chatbot zu chatten und der anderen mit einem tatsächlichen Menschen.
00:29:38: Und hinterher wurde geschaut wer fühlt sich einsamer?
00:29:40: Das waren tatsächlich diejenigen, die mit dem Chatbot geschattet haben sie sich einsamern fühlten obwohl der Chatbot objektiv viel empathischer war und halt bestätigender war Und für mich ist das eigentlich eher so zeichne Hoffnung, weil es nämlich nur eine kleine Studie muss gucken was daraus wird.
00:29:56: Aber es zeigt mir doch dass Menschen doch auch diesen Kontakt zu anderen Menschen sehr wertschätzt und authentische Kontakte wie auch authentische Kunst vielleicht mehr wertschätzen werden als es aktuell der Fall ist.
00:30:09: also insofern könnte schon so ne Renaissance vielleicht auch geben so als Gegenbewegung zu diesem ganzen überdigitalisierten Was uns jetzt immer mehr aufgezwungen wird.
00:30:19: Was ist wenn man nicht weiß, dass man mit einer KI spricht?
00:30:21: Also wenn man einsam ist und kommuniziert.
00:30:23: Und man weiß es einfach nicht ob da eine KI oder ein Mensch ist.
00:30:27: Ich glaube diesen Touring-Test der ist bestanden also man weiß nicht mehr eigentlich ob man bei einem Menschen oder dem Computer spricht verändert das was.
00:30:35: ich weiß nicht ob das für Einsamkeit schon so untersucht wurde aber ich könnte mir vorstellen dass das schon Menschen gut tut.
00:30:43: Also ich zweifle gar nicht daran, dass ein Chat mit einer KI einem gut tun kann in einer Situation wo man einsam ist.
00:30:48: Ich glaube nur nicht, dass zumindest für die Mehrheit der Menschen, dass das Problem komplett lösen kann weil am Ende wollen wir dann doch mal jemanden zum Anfassen haben und das...
00:30:58: Ich stelle mir das als Beispiel immer so vor wie man sich gegenseitig in den Oberarm knift Ja, da weiß
00:31:03: ich schon.
00:31:03: Wir kriegen alle irgendwelche Roboter reingestellt oder irgendwelchen Putten, die wir steuern können.
00:31:07: also nur die Disziplik kann da weit gehen.
00:31:10: Vielleicht ist es auch mehr die Hoffnung in mir, die das spricht als die Wissenschaftlerin.
00:31:13: letztendlich Es ist ja eine total neue Entwicklung und die auch wir Wissenschaftler verfolgen Und gerade so ein bisschen hinterher hängen mit den Studien dazu.
00:31:21: Also man muss sehen was passiert.
00:31:23: Ich sehe es wie in den sozialen Medien.
00:31:26: Es gibt hier Chancen und es gibt Risiken, ich hoffe dass wir es irgendwie als Menschheit schaffen die Chancsen auch wirklich zu nutzen ohne dabei das zu verlieren was uns ja auch menschlich macht und das sind einfach andere Menschen.
00:31:37: Die Bundesregierung hat eine Einsamkeitsstrategie.
00:31:40: Wie sieht denn die aus?
00:31:42: Ja die Bundesregierung hat ein ziemlich umfangreicher Einsamkeit Strategie.
00:31:45: dazu muss man sagen die wurde von der Ampel Koalition verabschiedet Aber soll weiterhin bearbeitet werden, also die scheint weiterhin in Kraft zu treten.
00:31:53: Und diese Strategie hat so verschiedene Handlungsfelder.
00:31:57: das geht von Angebotenschaffen für Betroffene über Vereine zum Beispiel der Institutionen fördern, die irgendwelche Angebote schaffen bisschen auch zur Förderung von Forschung und von Daten.
00:32:10: Also da ist einiges drin.
00:32:13: was ich immer so ein bisschen schade finde ist dass damals als die Strategie vorgestellt wurde Das ist jetzt auch schon fast zwei Jahre her, wurde dann auch fast schon stolz gekündet.
00:32:24: Dass das kein Geld kosten würde.
00:32:26: und tatsächlich ist es so dass die Maßnahmen wieder drin stehen irgendwie schon finanziert sind.
00:32:31: aber natürlich begrenzt das auch die Wirksamkeit dieser Strategie.
00:32:35: wenn man einfach nicht bereit ist zum Beispiel noch mehr zusätzliches Geld wirklich in die Hand zu nehmen für sagen wir mal Forschung oder für neue Angebote Dann kann der Einfluss nur begrenzt sein.
00:32:43: So war die Haushaltslage so ist sie weiterhin.
00:32:45: das sehe ich natürlich auch.
00:32:47: Von daher, ich begrüße es, dass es eine Strategie gibt.
00:32:50: Ich begrüß das sehr, dass das Thema in der Politik angekommen ist und mitgedacht wird.
00:32:53: Und nicht alles muss immer mit vielen Millionen gelöst werden Man kann auch viele Dinge mit wenig Geld machen.
00:32:58: Aber ich würde mir schon wünschen Dass das Thema noch ein bisschen höhere Priorität auch in der Politik erhält.
00:33:03: Ist das ein Produkt Ihrer Arbeit?
00:33:05: Dass es in der Bundesregierung diese Bestrebungen gibt
00:33:09: Nicht direkt ein Produkt meiner Arbeit, den Hut würde ich mir nicht aufziehen.
00:33:13: Ich war ganz am Rande auch beteiligt.
00:33:16: Also das Thema Einsamkeit ist in der Bundesregierung eigentlich schon im Jahr zwei Tausend Neunzehn angekommen.
00:33:22: seitdem wird zum Beispiel im Familienministerium vor allem über das Thema gesprochen und auch immer mal wieder irgendwas gemacht dazu.
00:33:29: Die Strategie wurde maßgeblich mitentwickelt vom sogenannten Kompetenznetzeinsamkeit.
00:33:34: Das ist eine Initiative, die wiederum vom Familienministerium finanziert wurde und ich selber einfach um das ganz transparent darzustellen bin im Beirat von diesem Kompetenzenetz Einsamkeit und konnte über den Weg auch durchaus mein Wendt zu der Strategie dazugeben insofern ein bisschen was vor mir steckt da drin.
00:33:54: aber die Hauptarbeit haben ganz andere gemacht.
00:33:56: Gibt's ne Einsamkeit?
00:33:58: die nicht überwindbar ist, wo sie sagen da muss man jetzt durch als Mensch wenn sie in diesem wenn man das erlebt.
00:34:05: Ja darauf würde ich glaube ich zwei Antworten geben.
00:34:07: es eine ist man kann eine sogenannte chronische Einsamkeit entwickeln.
00:34:12: und diese einsamkeit die zeichnet sich dadurch aus dass man Dass man anfängt anders über andere Menschen zu denken.
00:34:19: Man geht nicht mehr so unbefangen in soziale Begegnungen rein, man ist eher misstrauisch, man erwartet eigentlich jederzeit schon wieder zurückgewiesen zu werden, schon wieder nicht gut anzukommen bei dem anderen selbst wenn das gar nicht so ist.
00:34:32: und dadurch macht man sich selber das Leben etwas schwer und stößt auch andere Menschen tatsächlich ein bisschen weg.
00:34:37: Und diese chronische Einsamkeit, wenn man so eine Negativspirale reingerät wie ich sie gerade beschrieben habe.
00:34:43: Da ist es sehr schwer aus eigener Kraft rauszukommen denn dafür muss man eigentlich diesen negativen Gedankenmuster erstmal abbauen.
00:34:49: Das geht schon das geht insbesondere zum Beispiel psychotherapeutischer Unterstützung oder mit Methoden die auf psychotherapeutischen Ansätzen aufbauen aber aus alleiniger Kraft ist das schon ganz schön herausfordernd.
00:35:03: Die andere Antwort auf diese Frage ist, dass es natürlich auch Menschen gibt wo einfach die Lebensumstände so sind.
00:35:09: Dass sie ... Das ist wahnsinnig schwer daran etwas zu ändern.
00:35:13: in meinem Buch stelle ich zum Beispiel auch Menschen vor, die MECFS haben.
00:35:17: viele von uns.
00:35:18: Da beschäftige
00:35:18: ich ja gerade sehr viel.
00:35:19: können wir vielleicht genau da da wollten Sie grade machen einen Kontext geben?
00:35:22: sehr gut
00:35:23: Ja, genau.
00:35:23: Sehr gern!
00:35:24: Das ist eine Erkrankung, die bisher kaum bekannt war aber viele haben vielleicht schon mal von Long Covid gehört.
00:35:30: und Long Covid in einer extremen Form kann eben zur ME-CFS führen.
00:35:35: Und diese Erkrankung ist eine wo die Menschen zum Beispiel unter einer extrémen Erschöpfung leiden im sogenannten Fatigue auch häufig Schmerzen haben oft extrem reizempfindlich sind bis zu einem Punkt wo sie gar nicht mehr das Bett verlassen können weil sie zu schwach sind Sie können nicht mehr die Augen aufmachen zu viel sind.
00:35:53: Und was fatal ist, dass bei vielen Menschen diese Symptome durch soziale Kontakte sogar noch verschärft werden können.
00:36:00: Da spricht man dann von sogenannten Crashes also so eine Art Zusammenbruch wo man ganz plötzlich eine Symptomverschlechterung hat und das wird oft durch sozialen Begegnungen ausgelöst und das ist wirklich dramatisch.
00:36:12: es ist eine der wenigen Erkrankungen wo uns soziale kontakte nicht gut tun sondern uns sogar schädigen können.
00:36:17: wenn mal mit diesen menschen sprich dann merkt man Aus dieser Isolation, in der sie sein müssen, da gibt es fast keinen Ausweg.
00:36:23: Also leider gibt's das schon so eine Art von Einsamkeit wo man fast nichts machen kann.
00:36:28: Das einzige was man dort vielleicht tun kann ist den Menschen zu helfen irgendwie ihnen Strategien zu geben wie sie zumindest mal diesen negativen Gefühlen ein bisschen besser umgehen können.
00:36:36: Gibt's irgendwas was Sie in Ihrer Forschung und Recherche auf fürs Buch über Einsamkeiten gelernt haben?
00:36:41: Was Sie lieber nicht gewusst hätten also sowas als in den Sechzigern rauskamen?
00:36:45: rauchen macht doch Krebs Als viel rauchender Rauchforscher nicht gerne gerust.
00:36:52: Ich glaube nicht, tatsächlich nicht!
00:36:54: So habe ich noch nicht drüber nachgedacht aber fällt mir gerade spontan nichts ein im Gegenteil.
00:36:58: Ich würde eher sagen dass die Beschäftigung mit dem Thema durchaus auch mich selber verändert das sich einfach merke regelmäßig daran erinnert werden, wie wichtig soziale Beziehungen sind und das leider nicht unbedingt immer in meinem privaten Umfeld so schaffe umzusetzen.
00:37:15: Wie ich es mir wünsche aber zum Beispiel wenn als Mutter einer Tochter dann doch auch versuche irgendwie den Stellenwert klar zu machen.
00:37:22: also Verabredung ist immer wichtiger als was auch immer sonst man machen könnte.
00:37:27: Das ist jetzt tatsächlich meine abschließende Frage Können Sie besser einsam sein als alle anderen?
00:37:31: Nein das glaube ich nicht.
00:37:33: Das wäre schön, wenn man jetzt nur weiß, da er mehr geschützt vor ist.
00:37:36: Im Gegenteil, ich glaube, ich würde mich wahrscheinlich noch mehr ärgern, wenn es mich dann wieder im nächsten Mal wieder erwischt.
00:37:41: Ich denke auch also wer, wenn nicht ich sollte wissen wie sich sowas vermeiden lässt.
00:37:45: aber keiner ist davor komplett gefeilt.
00:37:47: Gibt's vielleicht tatsächlich wirklich so eine Top-Drei?
00:37:51: Wie man es vermeiden kann.
00:37:53: Also sozusagen was raten Sie?
00:37:54: Ist ein bisschen wie so ein Arzt, also wirklich wie so eine Ärztin.
00:37:57: Mehr Gymnastik bei Herzproblem.
00:37:59: Was ist die Entsprechung bei Einsamkeit?
00:38:02: Top drei fällt mich schwer, so eine Rangliste zu machen.
00:38:05: Aber ein paar Tipps möchte ich mitgeben.
00:38:06: das einer ist... Gerade dann, wenn man nicht betroffen ist.
00:38:10: Trotzdem seinen sozialen Beziehungen nicht vernachlässigen.
00:38:13: Sondern sich aktiv immer wieder mit ihnen beschäftigen.
00:38:16: Immer die Freundschaften pflegen und melden.
00:38:19: Und gerade in unserem Alter dieser Rush Hour des Lebens, wie man es auch nennt, neigt man dazu...
00:38:25: Ich hör das so oft, ich hasse, dass war das leider so wahr.
00:38:28: Es
00:38:28: ist leider so wahl.
00:38:29: So stauig
00:38:29: und stressig und hektisch.
00:38:31: Und ich hab vorgestern gelesen, siebenundvierzig ist wohl das unglücklichste Lebensjahr im Leben eines Menschen.
00:38:36: Dann haben wir's ja bald!
00:38:37: Ja, bald ist es so weit.
00:38:40: Aber im Tiefpunkt aber auch bald dann hinter uns?
00:38:42: Genau!
00:38:44: Gerade in solchen Chasen ist es wichtig, dass man eben die alten Freundschaft nicht vernachlässigt.
00:38:49: und eine Sache, die ich schön fand in meiner Recherche... Es gibt eine Reihe von Studien, die haben untersucht wie reagieren eigentlich andere Menschen wenn man sich nach langer Zeit wieder bei ihnen meldet oder wenn man vielleicht einfach eine fremde Person mal im Bus anspricht.
00:39:02: Und wir denken oft oh Gott das ist doch Das ist irgendwie unangenehm, warum sollte ich das jetzt anquatschen?
00:39:07: Oder mir würde meine Freundin reagieren wenn ich mich seit einem halben Jahr nicht gemeldet habe und dann einfach aus dem blauen Anrufe was soll ich denen sagen.
00:39:14: Ja und solche Gedanken sollte man sich gar nicht machen sondern es einfach tun.
00:39:18: denn diese Studien zeigen dass das gegenüber sich eigentlich in der Regel freut.
00:39:22: ja und es ist einfach nur schön finde dass man sich meldet und das müssen wir mehr schaffen.
00:39:25: also das ist vielleicht so.
00:39:26: der erste Tipp für uns alle.
00:39:28: und der nächste tip wäre auch aktiv ist, also wenn man betroffen ist.
00:39:34: Wenn man merkt okay ich wünsche mir gerade dann doch mehr Kontakte als ich habe dass man auch selber aktiv wird und nicht darauf wartet das irgendjemand kommt.
00:39:42: Und es gibt wirklich viele Angebote mittlerweile.
00:39:44: Man kann zum Beispiel bei der Seite des Kompetenzzent einsamkeit auf die auf der Webseite eine Angebots Landkarte sich anschauen.
00:39:51: da gibt man seine Postleitzahl ein Eine ganze Reihe von Organisationen und vielleicht auch privaten Angeboten für Menschen, die sagen kommen hier möchtest du mehr Kontakt haben?
00:40:01: Du bist hier willkommen oder man benutzt Apps.
00:40:03: Es gibt Apps wie Gemeinsam erleben heißt meine ich eine und Meet Five über die kann man sich mit Menschen verbinden, die ähnliche Interessen haben.
00:40:11: Man geht dann vielleicht zusammen wandern oder zusammen ins Konzert oder macht irgendwas künstlerisches Und das sind ganz tolle Möglichkeiten, Menschen zu treffen mit denen man auch was gemeinsam hat.
00:40:20: Deswegen dann der erste Einstieg auch leichter ist und die einen wirklich zusammenbringen können.
00:40:24: Also es ist schon ganz schön viel an Angeboten da.
00:40:27: uns liegt dann auch an uns selber zu nutzen.
00:40:30: Ja wenn Sie das erzählen diese Angebote und es klingt alles total cool und es ist ja mittlerweile auch wirklich bekannt dass Einsamkeit echt ungesund ist also dass wir uns wirklich verhalten haben am Anfang auch drüber gesprochen aber es klingelt immer so ich stelle mir gerade vor ich melde mich bei Meet Five an und es fühlt sich aber an wie Keiner mag mich, müsste ich nicht wie alle anderen genug Freunde dafür haben.
00:40:48: Aber die Wahrheit ist auch umso älter man wird und so anstrengender wird das soziale Umfeld.
00:40:52: Man selbst hat keinen Bock mehr.
00:40:53: Man lernt, man soll sich von toxischen Freunden trennen.
00:40:56: Alles wird immer kleiner.
00:40:57: Die Kreise werden immer kleiner.
00:40:58: also... Wie überwindet man denn diese Scham?
00:41:01: Nicht!
00:41:01: zu denken, dass man nicht beliebt ist oder das man nicht gemocht wird.
00:41:05: Ja vielleicht indem man sich erst mal bewusst macht, dass alle anderen wieder hinkommen und es vielleicht auch so denken.
00:41:09: ja jeder der sich da anmeldet hat ja Interesse neue Menschen kennenzulernen und daran ist ja erstmal nix Falsches.
00:41:15: also vielleicht ist das auch eine Art damit umzugehen ist ein bisschen anders zu frameen.
00:41:19: Es geht nicht darum meine Einsamkeit zu überwinden sondern es geht einfach darum wie dann neue Leute kennenzulernen.
00:41:24: ja und das ist erstmal was schönes und daran is überhaupt nichts peinliches.
00:41:27: Aber ja, das kann schon Überwindung finden.
00:41:29: Ich erzähle in meinem Buch auch von einer Freundin die diese App genutzt hat nach einer Trennung und sie hat selber auch erzählt.
00:41:36: Das erste Mal war echt komisch dann da hinzukommen und dann kannten sich manche von denen schon ander auch nicht und die waren alle total freundlich zu ihr.
00:41:43: aber trotzdem hat sie es über Windung gekostet beim ersten mal.
00:41:46: und dann hat sie aber ganz schnell gemerkt, ey das ist wirklich toll und ich muss mich hier überhaupt nicht schämen.
00:41:52: Der erste Schritt der kann schon... Ja, der kann Mut kosten.
00:41:55: Aber den muss man vielleicht auch mal haben?
00:41:58: Gibt es eine Tätigkeit bei der Sie sagen würden das ist die beste Tätigkeit, die Ihr liebe Hörerinnen und Hörern machen könnt um Einsamkeit zu überwinden?
00:42:06: also zum Beispiel ich bin ein passionierter Schwimmer da würde ich sagen dass es keine Tätigkeiten um Einsammenheit zu überwirken macht eher noch einsamer.
00:42:12: aber gibt es sowas wo sagen würden so geht doch einfach das machen.
00:42:15: Ich würde sagen Ehrenamtliche als Engagement ist ganz toll weil dabei trifft mein Menschen Man kann sich sogar für Menschen engagieren, die einsam sind.
00:42:24: Dann hat man das quasi gleich doppelt erledigt als Thema und dazu kommt ja bei Ihrem amtlichen Engagement noch dass man auch das Gefühl hat man tut was wirklich sinnvolles, man tut etwas Gutes für anderes.
00:42:35: Das kann eigentlich nicht nur unter Menschen bringen, sondern es macht einen auch glücklicher.
00:42:38: also Ihren amtliches Engagement wenn man irgendwie die Zeit hat dafür würde ich das empfehlen.
00:42:42: Vielen Dank!
00:42:43: Sehr gerne.
00:42:44: Ich
00:42:44: habe sehr viel heute geladet über Einsamkeit.
00:42:45: Das ist für dich Ufi sehr gut.
00:42:46: Danke schön
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00:43:37: Alle Links findet ihr unten in den Shownotes.
00:43:40: Neue Folgen erscheinen Donnerstags auf allen gängigen Podcastplattformen!
00:43:45: Alles muss raus, ist eine Produktion von Pekopepi II GmbH Redaktion Luca Lau Katarina Mertzenich Thilo Mischke Marlon Plaz Audioproduktion und Musik Leo Ebert Glang.
00:43:57: Moderiert wird alles muss raus von mir, Thilo Mischke.
00:44:00: Wenn du bei uns werben möchtest findest Du mehr Infos unten in den Show-Notes.
00:44:05: Vielen Dank fürs Zuhören!
00:44:19: Bis bald!