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00:00:00: Ich habe jetzt knapp eine Stunde mit Tageswürger nicht nur über sein aktuelles Buch für Polina gesprochen, sondern eigentlich über sein Leben.
00:00:08: Ich wollte von ihm als Vorbereitung für den bald erscheinenen Buchklub wissen wie schreibt man eigentlich ein Buch?
00:00:13: Muss man beim Spiegel gearbeitet haben um Romane zu schreiben wie für Poliner?
00:00:17: was macht einen Shitstorm mit einem?
00:00:20: und kann man als Autor zu überheblich sein?
00:00:23: all das haben wir besprochen.
00:00:28: sehr zufrieden mit diesem Gespräch.
00:00:30: Und ich hoffe, ihr seid es auch.
00:00:33: Bist du ein Wunderkind?
00:00:34: Nein!
00:00:36: Natürlich nicht.
00:00:36: auf die Idee würde ich gar nicht kommen.
00:00:37: Aber
00:00:38: wer gibt einem denn überhaupt dieses ... also... Wer ist berechtigt einer Person das Attribut Wunder Kind zu geben?
00:00:47: Na ja, ich glaube die Masse.
00:00:48: Also ich würde sagen wenn das genug Leute sagen dann ist es mit Sicherheit eine sehr schöne Bezeichnung, die vermutlich jeder Autor gerne hätte.
00:00:59: Aber ... will ich auch gar nicht sein.
00:01:02: Also, ich bin eigentlich ganz zufrieden damit, dass ich mir vieles von dem, was ich so hab und das erarbeitet habe.
00:01:11: Ich glaub, schreiben hat sehr viel mit Arbeit zu tun.
00:01:13: Du bist ja schon eher als Küken zum Spiegel gekommen?
00:01:16: Du warst kein arrivierter Autor oder hast die Station gemacht, den Spiegelautor vorhermacht, sondern du warst jung!
00:01:23: Wurdest du da hingeholt, wie alt warst du?
00:01:25: Dreiundzwanzig.
00:01:26: Extrem jung.
00:01:28: Sehr jung, aber ich muss sagen ... Auf eine gewisse Art bin ich schon einen üblichen Weg gegangen.
00:01:33: Ich war vorher auf der Henry-Nann-Schule, das ist ne Journalistenschule und ich war da auch weil ich das Ziel hatte irgendwann große Reportagen schreiben zu dürfen.
00:01:43: Und hab gesehen dass die meisten Autoren, die ich damals überwundert habe, von der Nannenschule kamen.
00:01:50: Wann ist dieser Wunsch entstanden?
00:01:52: Weil ich finde diesen Wunschen extrem bizarr zu sagen.
00:01:59: viele andere Menschen sagen, ich möchte gerne Operationen machen.
00:02:02: Ich möchte gerne zum Mond, züge führen ... Aber du hast gesagt, ich will Reportagen schreiben?
00:02:07: Wann ist dieser Wunsch entstanden?
00:02:10: Mein Vater war sein Leben lang Lokalredakteur in Hannover und ich hab relativ früh mitbekommen was es heißt, Reporter zu sein.
00:02:18: Das waren nicht die ganz großen Reportagen aber er hat mich mitgenommen auf die Arbeit das heißt als ich ein Kind noch war.
00:02:27: Und was ich so toll finde am Journalistenberuf ist, dass du Menschen treffen kannst die mit großer Leidenschaft.
00:02:35: Irgendetwas tun und das zu diese menschen solange Befragen kannst für gewöhnlich wie du willst und dass du im besten Fall sogar dabei sein kannst wenn sie irgend etwas besonderes erleben.
00:02:45: Als ich fertig war mit der Schude hatte ich eigentlich genug davon, dass mir... Das waren meine damalige Perspektive.
00:02:53: alte Menschen erzählen wie die Welt funktioniert und wollte lieber ... beim Erleben dabei sein.
00:03:00: Und dafür ist dieser Beruf des Journalisten oder des Reporters ein gutes Ticket.
00:03:04: und so bin ich dann sehr, sehr jung also nach dem Abitur kurz danach zur Münchner Abendzeitung gekommen und habe da als Lokalreporter gearbeitet und da hab' ich sehr schnell gemerkt dass es zusätzlich zu diesen tolle Leute treffen und bei interessanten Sachen dabei sein das Schreiben gibt was mir sehr sehr schnell sehr viel Freude bereitet hat.
00:03:27: Ich hatte das eigentlich eine Frage, die ich für später eine richtig doofe Frage ... Die Autoren und Autorinnen richtig kacke finden.
00:03:32: Und zwar die Frage nach dem, wo bist du in deinem eigenen Buch?
00:03:34: Ich hatte aber beim Lesen von Hannes Prager sehr oft das Gefühl, dass du das bist.
00:03:38: Und ich hab mich gefragt ist das Umzugsunternehmen für das Hannes Arbeit der Spiegel oder ist Diogenis deutsche Grammophon?
00:03:47: Nein also Das ist schlauer als was ich mir denken würde bei so einem Schreiben eines Romans.
00:03:53: Aber nein Also das führt jetzt auch total weit, weil man müsste es genau kennen.
00:03:59: Also dieses Möbeltransportunternehmen für dass die Hauptfigur des Romans für Polina arbeitet ist für Hannes eigentlich nur eine Durchgangstation.
00:04:10: und ich hab beim Spiegel dreizehn Jahre lang gearbeitet und ich habe davon fast die ganze Zeit der Arbeit geliebt also In meinen zwanzigern dieser Arbeit als Spiegelreporter, als das größte Geschenk überhaupt erlebt.
00:04:27: Und ich hab unter so vielen tollen Menschen und mit so vielen tollen Menschen arbeiten dürfen.
00:04:33: Ich habe jeden Tag was gelernt.
00:04:34: Ich hab ständig irgendwie rumgesessen in Konferenzen und hab gedacht hier sind alle schlauer als ich.
00:04:38: Das ist eine Situation ... die ich gern viel häufiger hätte heute.
00:04:44: Die ich jedem jungen Menschen wünsche.
00:04:45: Dass man umgeben isst von Leuten, die man anhimmelt und bewundert.
00:04:50: So ging mir das beim Spiegl.
00:04:52: Ich konnte es gar nicht glauben.
00:04:53: Als ich das erste Mal Alexander Smolchik getroffen habe oder Matthias Geier, oder Alexander Osang ... Das waren meine Stars!
00:05:03: Meine absoluten Superstars.
00:05:04: Da konnte ich die Texte teilweise so... Nicht auswendig aber die hab' ich viele, viele Male gelesen.
00:05:10: und ich war selber überrascht als ich meinen ersten Roman geschrieben habe der heißt der Club.
00:05:15: da war ich selber überascht.
00:05:17: Das ist dann ein sogenannte Achtungserfolg?
00:05:19: Ein Debüt dass du beschrieben hast Sofort erfolgreich wurde.
00:05:22: Das war sofort ein Bestseller!
00:05:24: Ist Achtungserfolg nicht ... ist das ein Achtungserfolg?
00:05:28: Keiner hat damit gerechnet, dass plötzlich davon auszugehen, dass das erste Buch gleich einen Erfolg wird, es wäre sehr arrogant, wenn du davon ausgehen würdest.
00:05:37: Ja, bin ich auch nicht.
00:05:38: und der Weg rückblickend, wenn man jetzt so überlegt, der Club waren Bestsellers, dann könnte man denken ja, das ist super gelaufen aber so hat sich das überhaupt nicht angefühlt wie das meistens so ist mit Erfolg während dieser Roman entstanden ist.
00:05:53: Also weil mir hat zwar das Schreibenspaß gebracht, aber ich habe auch gemerkt wie limitiert so am Anfang von so einer schriftstellischen Laufbahn gezwungenermaßen die Werkzeuge sind, die man zur Verfügung hat und ich hab einfach schlicht Absagen bekommen.
00:06:09: also wir haben das bei vielen Verlagen angeboten und die wollten es nicht drucken, weil sie ihn nicht gefallen hat.
00:06:16: und Ich habe auch am Anfang bei mir ganz viele Leute gesagt haben niemand will romane von journalisten lesen habe ich das natürlich geglaubt.
00:06:27: Und und hab gedacht, dass schreibst du jetzt vor allen Dingen für dich selbst weil es nicht interessiert in roman zu schreiben und ich hab mich damit gerechnet, dass sich dafür wirklich andere menschen interessieren.
00:06:41: und ich habe auch damals bevor ich erfolgreich hatte nie über Erfolg nachgedacht.
00:06:47: das war überhaupt keine wirkliche variable.
00:06:50: ist es glaube ich Ist das vielleicht auch der Grund, warum du als Schriftstellerin erfolgreich werden kannst?
00:06:56: Weil kann man diesen... Also es gibt glaube ich kaum eine Branche in der der Erfolg weniger planbar ist als die Literaturbranche.
00:07:03: Weil ...du nicht weißt was ein Bestseller werden kann.
00:07:07: Es gibt kein Patentrezept.
00:07:09: also hättest du im Buch geschrieben über erotische Drachen Hätte das einen riesen Flopp werden können oder auch ein best... Man weiß es nicht und dann wird plötzlich ein Bestseller neben zum Beispiel deinem Buch Also ich glaube, du hast dir die beste Liste letztes Jahr wirklich lange geteilt mit erotischen Büchern und Drachen drin.
00:07:24: Ja, ich hab... Ich sollte die, glaub' ich öfter lesen diese Romante sie... Gibt's
00:07:30: einmal versucht?
00:07:31: Ja!
00:07:32: Ich habe ein bisschen was davon gelesen Und ich war fasziniert davon wie gut ich es fand.
00:07:37: Aber ich war letztes jahr konstant eigentlich so aufgeregt dass ich kaum zum Lesen gekommen bin.
00:07:42: Dementsprechend waren so die Bücher Die mich immer wieder weiter nach unten gedrängt haben Auf der bester Liste.
00:07:50: Das sind keine Bücher, die ich gelesen habe.
00:07:52: Ich glaube so keinen Erfolg haben zu wollen muss nicht zwingend eine Zutat sein um dann Erfolg zu haben.
00:08:01: und das ist ja das tolle an Literatur die es eben so individuell wie die Menschen sind.
00:08:06: Es gibt auch Autoren die sagen ich will den absoluten Mega-Bestseller schreiben und einen Plan machen und diesen Bestseller hinlegen Die Dan Brown ist so erfolgreich geworden.
00:08:18: Jetzt kann man sagen, Dan Brown wird nie den Nobelpreis gewinnen
00:08:21: und ... Moment, Moment!
00:08:23: Kannst du dir vorstellen, den NobelPreis zu gewinnen?
00:08:24: Heißt das, dass du sagst also ... Nein.
00:08:26: Okay.
00:08:26: Äh, nein.
00:08:29: Also ... Ich
00:08:30: find's auch witzig.
00:08:30: Ich hab gerade mit jemand anderem über Jenny Erpenbeck.
00:08:33: Wir beide haben drüber, die mögliche Nobelpreise-Gewinnerin aus Deutschland.
00:08:39: Das ist immer noch natürlich ... dass das absolute Oberste, die oberste Kante des Erfolgs im Literaturbetrieb ist.
00:08:47: Nachmodulärpreis kommt nichts mehr.
00:08:49: Das ist so ...
00:08:51: Ich glaube es kommt sehr drauf an was man will.
00:08:53: also ich weiß noch das war ein ganz entscheidender Punkt in meiner Laufbahn als Schriftsteller war bevor ich für Polina geschrieben habe.
00:09:03: da hatte ich vier Bücher geschrieben und hatte Erfolge gehabt bei Misserfolge.
00:09:12: Ich glaube, wie das so im Leben dann ist oder... ...wie ich hoffe, dass es irgendwie so bleibt zumindest bei mir.
00:09:18: Ist, dass ich mich gefragt habe bin ich eigentlich auf dem richtigen Weg?
00:09:22: und.. ..ich hab' mich mit einer Verlegerin unterhalten die ich sehr schätze.
00:09:28: Und es ging um die Frage ob ich in ihrem Verlag veröffentlichen möchte?
00:09:32: Und sie hat mich die Frage gestellt was willst du eigentlich erreichen mit deinen Büchern?
00:09:35: Und ich saß da nachdem ich vier Besteller geschrieben hatte und in viele Sprachen übersetzt war dachte ich habe einen totalen plan und ich konnte nicht antworten auf die frage.
00:09:47: also ich mir ist noch nie mal spontan was eingefallen.
00:09:49: wenn ich hab dann darüber nachgedacht.
00:09:52: Und, ich habe dann irgendwann gedacht was ich wirklich möchte mit meinen büchern ist menschen zu berühren und da liegt auch eine große befreiung drin.
00:10:03: also ich glaube sowas wie Platz eins der Bestsellerliste oder irgendwie andere Autoren reden ja immer darüber, was die Preise sie gewinnen wollen.
00:10:12: Oder wie unwichtig das ist, dass irgendwelche Preise gewonnen haben und so weiter.
00:10:15: Das sind wirklich Gedanken, die mich nicht beschäftigen.
00:10:18: Ich freue mich über jeden Preis den ich gewinne.
00:10:20: Und ich freue mich auch über jenen Romanen, den ich verkaufe.
00:10:23: Und irgendwie ... Ich hab mich natürlich auf wahnsinnig gefreut als ich auf Platz eins war.
00:10:27: Aber das, was mich wirklich nachhaltig erfüllt, ist, da Menschen sagen, dein Buch hat mich
00:10:32: berührt.".
00:10:33: Ich glaube, dass für Polina ein Buch ist, was wirklich sehr viele Menschen berührt hat.
00:10:37: Und ich glaube auch der Grund des Erfolgs ist das die Leute etwas gefühlt haben?
00:10:41: Ja!
00:10:42: Du konntest es kaufen weil Leute gesagt haben, das Buch hat mich zum Wein gebaut.
00:10:45: Das war das häufigste, was ich in meiner Mutter gehört habe.
00:10:48: Das, was auch Menschen erzählt haben meiner Mutter als Verkäuferin deines Buchs.
00:10:52: Die gesagt haben so, ich habe deswegen geweint und deswegen haben die Leute das gekauft.
00:10:57: Was irgendwie Schönes... Also was Schönes, weil ... Es verrät so viel hoffnungsvolle über die Menschen da draußen.
00:11:04: Also wenn Menschen danach suchen, nach irgendwie echten Gefühlen.
00:11:08: Nach so einem Moment des Innerhaltens ja auch weil ich glaube Lesen ist immer so ein Moment des Erhaltens und der Ruhe und Momente in denen man nicht auf dem Handy rumdattelt oder sich Sorgen um die Steuererklärung macht sondern eine Momente den man sich voller Hingabe einem Roman widmet.
00:11:27: deswegen schätze ich das Lesen so sehr Und es ist besonders schön wenn es dann klappt, ja.
00:11:35: Ist das was du beim Spiegel lernst?
00:11:37: Weil das hab ich mich die ganze Zeit beim Lesen gefragt.
00:11:40: Wie viel ist der Handwerk von dahin drinnen an und vom dreizehn Jahre Spiegl ...
00:11:44: Also es gibt sehr gute Schriftstelle, die vom Spiegle kommen.
00:11:47: Also ... DeCourbureit Christian Kracht, Jochen Gutsch Alexander Usang, die schreiben alle tolle Bücher.
00:11:56: Und haben Sie den Spiege gebraucht?
00:11:58: Hast Du den Spiegel gebraut um hier zu sitzen und über Fulpolina zu sprechen?
00:12:01: Ich kenne die Autoren nicht gut genug.
00:12:04: Also ich kenne manche von den gut, aber ich kende die nicht als Autoren.
00:12:07: Gut genug auch weil die alle älter sind als sich um beurteilen zu können wie wichtig der spiegel für ihre... ...entwicklung als autor war.
00:12:15: Aber ich kann sagen ich war so unfertig als mensch und als autor als ich zum spiegeln gekommen bin.
00:12:21: Ich habe den definitiv Für alles mögliche gebraucht dafür einen grayen satz schreiben zu können dafür Zu lernen Menschen zuzuhören.
00:12:33: Das merkt man immer so, Abendessen mit sehr vielen erfolgreichen Leuten.
00:12:37: Da wollen eigentlich alle nur labern und ich denke mir immer so ... Und ich quasi manchmal selbst richtig viel.
00:12:45: Wenn ich so einen Abend hatte wo ich mehr geredet habe als ich wollte dann setze ich manchmal nach dem Auto und denk so wie soll hab ich die ganze Zeit gelabert?
00:12:53: Ich weiß doch eh alles schon was ich sage ist doch viel interessanter jemandem zuzuhören.
00:12:57: Als Reporter bist du gezwungen die Klappe zu halten.
00:13:00: Zuzuhören ... da interessiert es wirklich niemanden, was du zu sagen hast.
00:13:05: Und das ist ein großes, großes Geschenk und... Was ich auch gelernt habe beim Spiegel ist mit Kritik umzugehen, ne?
00:13:13: Also wir hatten eine sehr gesunde... also über den Spiegel gibt's ja alle mögliche Geschichten.
00:13:19: Auch sehr viel Kritik.
00:13:21: Vieles davon kann ich nicht teilen.
00:13:23: Ich muss sagen, ich hab tolle Schäfte gehabt die ein ernstes Interesse daran hatten dass ich vorankomme ... als Autor und auch als Typ.
00:13:33: Ich habe ganz tolle Kolleginnen und Kollegen gehabt, die mir immer geholfen haben...
00:13:39: Wie wichtig ist es eigentlich dass du einen Förderer hast oder eine Förderin?
00:13:43: Dass da jemand ist der sagt aus Tagesburger, aus dem mache ich was!
00:13:49: Und wer war das bei dir?
00:13:51: Das war Matthias Geier bei mir.
00:13:54: Der ist mittlerweile nicht mehr beim Spiegel, er arbeitet nicht mehr.
00:13:59: Er war der Ressortleiter des Reportageressorts.
00:14:04: Ist so gut, wenn der Mann Roman schreiben würde.
00:14:07: Dann ... bin ich auf jeden Fall ... steh ich mit meinen Büchern weit hinter seinem Können.
00:14:14: Noch
00:14:14: keinen Roman geschrieben?
00:14:15: Nee, das interessiert den nicht!
00:14:16: Ich frag mich sowieso was ist der Grund, dass du die Entscheidung triffst und wir beide schreiben ja Bücher.
00:14:21: Was ist der grund, dass Du sagst, ich muss jetzt auf zweiundfünfzig Manuskriptseiten erzählen, was ich erfahren habe oder was ich fühle.
00:14:28: Oder ich möchte gerne auf diese Anzahlseiten Menschen etwas fühlen lassen?
00:14:33: also Woher nimmst du das Selbstbewusstsein zu sagen, ich darf das und kann das?
00:14:38: Und Leute sollten das auch lesen, was ich geschrieben habe.
00:14:41: Während des Schreibens kann man sich immer einreden ... Das muss ja nicht abgeben, das muss gar nicht gedruckt werden.
00:14:47: Wie oft sagst du, ich zahl das zurück meinen Vorschuss?
00:14:51: Hab ich schon gesagt, hab ich's noch
00:14:54: nicht gesagt.
00:14:55: Ich hab es bestimmt auch schon gesagt!
00:14:57: Aber... Also, ich hab kein Zweifel daran, dass ich einen Buch zustande bekomme.
00:15:03: Aber ich hab große Zweifel an den Büchern.
00:15:06: Ich bin pragmatisch genug, um zu wissen ... dass ich irgendwie... Dafür arbeite ich auch schon so lange als Autor.
00:15:15: Auch als Journalist lernst du irgendwann, du kriegst die weiße Seite schon voll.
00:15:20: Die Frage ist nur, ist es am Ende so, dass du damit zufrieden bist und im besten Fall stolz drauf sein kannst?
00:15:29: Und ... Also der Grund, warum ich schreibe ist ... Der klingt leider nicht besonders sympathisch.
00:15:37: Aber mir macht's halt Spaß!
00:15:39: Ich find
00:15:40: das aber ein legitimer Grund?
00:15:41: Ja also ich schreibe eigentlich für mich.
00:15:44: Also ich denke ehrlich gesagt nicht mal an die Leser wenn ich schraube und das wurde hoffentlich einmal gefragt und glücklicherweise erst recht nicht an Kritikerinnen und Kritiker sondern ich denke eher an die Geschichte und was es da für mich zu entdecken gibt.
00:16:03: Und wenn ich so drüber spreche jetzt, das ist Zufall aber dann ist es eigentlich sehr ähnlich wie das warum ich irgendwann mal Reporter geworden bin weil Es gibt ja ganz viel zu Entdecken in unserer inneren Gedankenwelt Was nicht so präsent ist im Alltag?
00:16:19: Das schreiben ist eine geniale Möglichkeit dazu gangzufinden.
00:16:23: Ich bin immer wieder erstaunt was da alles zur Papier kommt.
00:16:27: Aber wie machst du dich davon frei dass du nicht für andere schreibst, sondern für dich.
00:16:31: Du weißt ja, du wirst gelesen und du weißt, du bist im Zweifel kritisiert.
00:16:35: Du wirst beschissen gefunden, gut gefunden... Wie fühlt das nicht dazu?
00:16:40: Dass du beim Schreiben während des Schreibens verrückt wirst ...und anpasst dich an einen...
00:16:47: Also ich muss sagen, es ist schon sehr verschiedene Phasen durchgemacht.
00:16:51: als Auto Ich hab nach dem Erfolg meines Erstlings der Club habe ich Den Erfolg sehr genossen und wollte ... wollte einfach mehr davon haben.
00:17:02: Warst du arrogant?
00:17:04: Mit Sicherheit in meinen schlechten Momenten war ich auch ... arrogant.
00:17:09: Ich war vielleicht zu selbstbewusst, ja.
00:17:11: Also ich war definitiv... Ich dachte, ich hab's raus!
00:17:15: Und ich glaube das ist eine Fehlanschätzung was Literatur angeht.
00:17:23: Es ist wichtig Dass man zweifelt, ich habe irgendwann mal zu meiner Literaturagentin gesagt.
00:17:31: Ich hab so große Zweife daran ... Zu Pauline habe ich das gesagt?
00:17:35: Ich hab gesagt, ich hab so grosse Zweife dran und ich weiß dann ist noch so viel was ich tun müsste... Und ich weiß nicht ob ich das hinbekomme.
00:17:42: und sie hat zu mir gesagt der Moment in dem du aufhörst zu zweifeln wird der Moment sein indem du auffüllen wirst gute Bücher zu schreiben.
00:17:50: Und ich glaube dieses Zweifen gehört dazu, ich glaube tatsächlich dass Zweifeln sogar so was wie den Kern des Schreibens ausmacht.
00:17:58: Weil im Grunde genommen ist jedes Satz, jedes Satzenende... ...ist sowas wie eine Weggabelung und diese Weggabelung.. ..ist unendlich vielfältig!
00:18:08: Man muss sich immer entscheiden wo man als nächstes langgeht welchen Satz man als Nächstes schreibt ob im nächsten Satz ein Ufo landet oder ne Axt fällt oder die Hauptfigur die andere Haupt für Küst oder Besticht.
00:18:21: und das heißt wir alle Alle Autoren, Zweifeln ständig hoffentlich an ihren Geschichten und wenn nicht dann sind sie einfach stumpf weil dann sind Sie platt.
00:18:32: Dann ist es so einfach, dann ist es offensichtlich wo es hingehen muss.
00:18:36: man möchte keine Bücher lesen wo man denkt ja gut das musste ja so kommen sondern möchte Bücherlesen die ein überraschen und dadurch begeistern glaube ich.
00:18:44: Ich finde es spannend dass du's als Zweifel beschreibst?
00:18:46: Ich habe mithilfe meiner Therapeuten erarbeitet was dieses Schreiben ist und am Ende ist es eine Zwangsstörung.
00:18:51: Du musstest zu Ende erzählen
00:18:53: Ja, du kennst ja nicht meine ganzen Romananfänge, die ich nicht zu Ende erzählt habe.
00:18:58: Aber
00:18:58: der Anfang ist ja ... Der Nichtbeende, also das ist ja der Gedanke, der zu dem Nächsten führt.
00:19:03: Du legst es weg aber es wird was anderes draus?
00:19:06: Ich glaube im Moment ... Also ich schreibe jetzt nach Polina noch nicht am nächsten Roman.
00:19:12: Ich glaube einige Leute wären froh, hätte ich eine Zwangsstörung dazu führen, dass ich schnell das nächste Buch zu Ende schreiber.
00:19:20: Aber ich hab eher das Gefühl... Ich muss jetzt erst mal irgendwie in Ruhe mich reinhorchen.
00:19:27: Und wieder so die ... das Interesse daran finden, etwas zu erzählen, was ich in Polina noch nicht erzählt habe?
00:19:36: Hattest du nach dem Club des Gefühles in dieser, wir haben's über Heblichkeit gerade genannt, sagen, ich kann alles schreiben?
00:19:44: Nee!
00:19:45: Also weil ich mich frage, du hast Stella kam danach.
00:19:48: Du hattest mit Stella einen formidable Shitstorm der dir wie allen die Shitstomps hatten auch die Beine weggerissen hat.
00:19:54: dir wurde vorgeworfen, dass du dich übernommen hast an dem Thema.
00:19:57: Dass du diese A-Themen nicht schreiben dürfen und du nicht geeignet dafür bist als Auto, was totaler Quatsch ist?
00:20:03: Weil erst mal kannst du dich hinsetzen und schreiben ... Ist das vielleicht ein Ergebnis gewesen, ich trau mir alles zu?
00:20:10: Stella war schon fertig, als der Club erschienen ist.
00:20:13: Das heißt es war ... Es war nicht so.
00:20:17: Also es war nichtso aber ... Wenn ich zur Zurückblick auf die Publikation damals, dann hätte ich glaube ich viel vorsichtiger sein sollen.
00:20:26: Also weil ich glaube ... wenn ich mich so selbst anschaue... Ich glaube die Fehler, die damals auch dazu geführt haben dass ich so heftig kritisiert wurde Die lagen nicht im Buch sondern die lagen vor allen Dingen im Umgang mit dem Buch.
00:20:42: und Und da würde ich rückwirkend sagen, das hatte schon was damit zu tun.
00:20:47: Dass sich vorher diesen großen Erfolg gehabt hatte und einfach auch von allen gelobt wurde.
00:20:51: Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass so verrissen zu werden.
00:20:54: Und gleichzeitig... So ist es gerade schon angedeutet, das war für mich schon heftig.
00:20:59: also das war auch eine widersprüchliche Zeit weil einerseits haben so fünf, sechs Vögeltonnes mich wirklich heftig und gnadenlos über Wochen interessanterweise auch immer wieder verrissene und andererseits haben wir mehr als ein Dutzend Auslandssizenzen verkauft.
00:21:15: Wir waren auf Platzvieler Besserliste, haben sehr viele Bücher verkauft und ich habe auch da... ...sehr viele Menschen erlebt die dieses Buch gern gelesen
00:21:24: haben.".
00:21:26: Ich
00:21:26: hab's damals, da kannten wir uns noch nicht mit großer Faszination gelesen?
00:21:29: Ja!
00:21:30: Ich glaube auch dass das Buch eine interessante Chance bietet über die Verbrechen der Nazis zu sprechen nach wie vor.
00:21:39: Und es wird glücklicherweise auch nach wie vorgelesen.
00:21:43: Das Interessante war dann danach, also da wurde es für mich als Autor wirklich spannend.
00:21:51: Also das dritte Buch wiederum war fertig bevor Stella erschien.
00:21:56: Es fällt so ein bisschen aus der Reihe weil es der Lebensbericht eines Holocaust überlebenden war.
00:22:00: Das war dann, weil es vorher eben diese heftige Kritik gab... ... sehr unangenehm für mich, es zu publizieren.
00:22:07: Weil ich Angst hatte das noch mal passiert?
00:22:08: Das habe
00:22:09: ich mich damals... Ich weiß gar nicht, ob ihr darüber hier geredet habt.
00:22:10: Es hab ich mich dann gefragt, woher kam nach der Club plötzlich zwei Bücher mit dieser Thematik?
00:22:15: Gab's dafür einen Auslöser oder war das einfach... Du fandest das interessant.
00:22:18: als also so...?
00:22:20: Ich glaube dass als deutscher Autor, der eine Nachfahre von Tätern ist, was ich bin wie die meisten deutschen Autoren,... ... eine Verantwortung für uns gibt, und es auch mit diesem Thema literarisch zu beschäftigen.
00:22:34: Mit was sonst?
00:22:35: Und mir hat jemand von Stella Goldschlag erzählt die in den Vierzigern in Berlin gelebt hat... ...und ne junge Jüdin war und die von den Nazis dazu gezwungen wurde, mit ihnen zu kollaborieren weil sonst... ...die Nazis ihrer Eltern ermordet hätten!
00:22:52: Die Geschichte fand ich stark und ich hab das Sachbuch dann über sie gelesen was es gab und dieses ist ein tolles Sachbuch von Peter Weiden das kann ich jedem ans Herz legen.
00:23:00: Und gleichzeitig habe ich gedacht, so viele Fragen sind unbeantwortet.
00:23:04: Darüber möchte ich einen Roman schreiben weil es eine Mischung war aus Erschütterung und Faszination für die grausame Geschichte dieser Frau.
00:23:13: Für auch die vielen Graustufen innerhalb ihrer Geschichte.
00:23:19: Und gleichzeitig, weil ich es wichtig finde dass wir uns als Deutsche nach wie vor mit diesem Thema beschäftigen und das sich dann über Noah, also mit Noah zusammen sein Lebensbericht festgehalten habe.
00:23:31: Das war ... Ich würde sagen fast Zufall der damit nichts zu tun hatte weil wir einen gemeinsamen Freund hatten und Noah war damals zweiundneunzig.
00:23:39: Als ich dann getroffen habe ist er dreinundzeig geworden... Und der hatte so viel zu erzählen und hatte Angst vergessen zu werden und hatte niemanden, dem er alles hatte erzählen können.
00:23:50: Weil ich mich durch meine Recherche und auch die Arbeit an dem Roman Stella soviel mit dem Holocaust beschäftigt hatte immer wieder an dieses Gefühl gekommen bin, dass man als deutscher Verantwortung übernehmen möchte für die Taten unserer Vorfahren und es sehr wenige Gelegenheiten dazu gibt im Alltag.
00:24:11: Habe ich gedacht jetzt bietet sich mir eine Gelegenheit in dem Ich nur das Geschichte festhalte Und das war Das machen zu dürfen war Das war vielleicht das Wichtigste, was ich in meinem Leben gemacht habe.
00:24:29: Noah ist mein Freund geworden und ich hab mehrere Monate bei ihm in Israel verbracht.
00:24:33: Ich hab ihn mehrere Monate lang zugehört.
00:24:34: Wir haben das zusammen erarbeitet.
00:24:36: Ich habe das aufgeschrieben, hat es gelesen, redigiert.
00:24:39: Und kurz bevor der Buch erschien ist, ist Noah verstorben und seine Geschichte lebt weiter.
00:24:46: Also ich hab nach wie vor Menschen die mir schreiben, ich hab das gelesen... also mir hat gerade erst ... ein Diognis-Kollege, Dron Mishani ist israelischer Krimi-Autor.
00:24:54: Der hat gerade Noah Kliegers Geschichte gelesen im Bunker in Tel Aviv wo er Schutz sucht vor den Bomptmann griffen und Drohr hat gesagt dass er froh ist das diese Geschichte festgehalten ist Und das auch machen zu dürfen wenn man sonst Romane schreibt Wo es zwar schön ist wenn die jemand liest aber nicht ganz so wichtig.
00:25:19: Ein Geschenk am Ende für mich.
00:25:22: Würdest du sagen, dass Menschen die jetzt für Polina lesen?
00:25:25: Also neue Leserinnen und Leser, die dich entdecken auch dann zu den anderen Büchern greifen... Was bedeutet das, dass sie plötzlich diese Geschichte lesen und Berührung mit dieser Geschichte bekommen?
00:25:34: Ja, das ist ein Glück daran wie ich als Autor bin.
00:25:39: Das kann ich gar nicht so richtig beeinflussen.
00:25:40: also weil
00:25:43: Ich glaube, dass die Leute, die für Polyna lesen einen Großteil der Menschen sind eigentlich nicht Leute, ...die früher die Stella gekauft hätten oder Noah gekauft hatten.
00:25:51: Ohne das als Wertung zu meinen, sondern einfach... Es ist eine andere Leserschaft!
00:25:55: Ja bin ich mir nicht so sicher?
00:25:56: Das weiß ich nicht so genau.
00:25:57: und ich weiß aber wiederum, da sehr viele Leute, sehr viele Leserinnen und Leser, die Für Polyna gelesen haben, genau das tun weil hinten dieses Normal-Schritt ja mal ein E-Mail-Dresse drin,
00:26:07: d.h.,
00:26:07: ich weiß einigermaßen was zumindest in einem Teil der Lesershaft so vor sich geht Und die Leute sind nach für Polina, was ein Liebesgeschichte ist, die leicht ist und die nicht so wehtut.
00:26:25: Wenn sie da Noah in die Hand nehmen, das ein sehr hartes Buch ist weil es ungefiltert erzählt von einem Mann der Auschwitz überlebt hat, sind die überrascht vor allen Dingen.
00:26:35: Ich bin begeistert davon dass die Menschen aber... widerspricht sich dann so ein bisschen das was man vermutet, dass die menschen das nicht wollen sondern die Menschen lesen das dann zu Ende und es berührt sich natürlich auf eine völlig andere art und Weise.
00:26:56: Und dennoch findet es einen platz in ihm.
00:26:59: lesen.
00:27:02: Das ist schön.
00:27:03: Es ist schön, dass jetzt mehr Menschen sich an Noah Klieger erinnern ... den Club lesen und über Snobismus, ähm...und irgendwie Männerverbrecher in der britischen Ohrgeschichte.
00:27:20: Und es ist schön dass Menschen Stellerlesen und sich ein Bild davon machen können.
00:27:26: erstens was eigentlich dran war an dieser Medienkritik und ob sie der Meinung sind die war berechtigt.
00:27:31: und zweitens um möglicherweise einen Roman zu lesen über eine Zeit Das Tor öffnet dazu, sich mehr damit zu beschäftigen.
00:27:42: Du hast ... der Roman-Vorp für Polina war unschuld?
00:27:45: Mhm.
00:27:45: Interessant, als ich das gelesen habe, hatte ich das Gefühl, ich lese so eine Great American Novel mit vierhundert Seiten weniger von einem Deutschen.
00:27:54: Warum wolltest du das probieren?
00:27:55: die Great American novel?
00:27:56: Weil es ist glaube ich das Ziel gewesen.
00:27:58: So ein Familien-Sager, kleiner Kriminalfall auch dabei oder großer Kriminalfall.
00:28:03: Ich hab's eher als kleineren wahrgenommen während des Lesens.
00:28:07: Also, ich hab da einen USA gelebt in der Zeit.
00:28:09: Ich hab eine Zeit
00:28:10: langweilige einfache Antworten.
00:28:11: Ja, ich habe ... Ich hab einfach eine Zeit geliebt.
00:28:16: Das klingt immer so großbürokratisch.
00:28:17: Aber wir haben ein bisschen Zeit in New York verbracht und hat mich dann da verliebt und war dann irgendwie da.
00:28:22: Und bin zum ersten Mal ins Hudson Valley gekommen, wo dieser Roman spielt.
00:28:27: Und seit meinem einjährigen Schüleraustausch mit sechzehn irgendwie begeistert und gleichzeitig immer wieder schockiert von den Vereinigten Staaten.
00:28:37: Irgendwie die USA haben somit das großartigste und irgendwie schrecklichster hervorgebracht, was Menschen so vorbringen können.
00:28:45: Und war fasziniert von diesem kleinen Ort Rosendale wo mein Roman unschuld spielt weil in Rosendal mal der Zement abgebaut wurde für extrem viele wichtige Bauten der Vereinigten Staaten also für das Kapitol den Sockel der Freihadstator Penn Station, viele Highways und so weiter.
00:29:11: Und dann ist die Zementindustrie eingegangen weil... ...künstlicher Zement entwickelt wurde und die Stadt ist in Teilen ein bisschen eine Geisterstadt, das fand ich total großartig.
00:29:19: Dann hab' ich diesen Roman geschrieben und habe einen Kriminalfall geschrieben.
00:29:24: Das fällt mir schwerer als eine Geschichte zu schreiben, die sich auf Beziehung und Entwicklung von Charaktern kommt.
00:29:32: Es ist mir auch aufgefallen?
00:29:33: Ja!
00:29:33: Ich hab es gelesen.
00:29:36: Ich hoffe, dass das okay ist, wenn ich dich so freundschaftlich ... Und hatte irgendwas hat gefehlt.
00:29:42: Das war so ein Flirren.
00:29:45: Die Geschichte flirte vor meinem Auge während des Lesens und da musste gleich noch was kommen.
00:29:49: Gleich kommt noch etwas aber es kam nicht.
00:29:51: Es war schön beschrieben und ich hab mich wohlgefühlt in diesem Ort und wollte auch unbedingt Ketamin nehmen und hatte große Lust, mich aus dieser Wirklichkeit rauszuholen weil offensichtlich ein sehr wirksames Werkzeug dafür scheinbar ist.
00:30:03: Aber es war nicht ... Es hat nicht das, was für Polina hatte diese Vollkommenheit.
00:30:08: Ich finde für Poline auch nicht vollkommen aber ich muss sagen... ...ich find' auch für Poliner ist das besserer Buch!
00:30:14: Ich glaube man sollte als Autor sein Frieden damit schließen dass manchmal Bücher schreiben mit denen man leben kann und manchmal Bücherschreibt die man richtig gern mag Und unschuldig ist.
00:30:26: ein Buch was sehr glücklicherweise viele Menschen irgendwie begeistert und fasziniert.
00:30:32: Und es hat gerade ein unfassbar gutes Taschenbuchcover bekommen, wo ich irgendwie happy drüber bin.
00:30:38: Aber ist das Buch was am wenigsten persönlich für mich ist?
00:30:42: In allen anderen Büchern... Jetzt mal abgesehen von Noah weil Noah eben kein Fiktion ist sondern eine wahre Geschichte.
00:30:50: aber in allen anderen Büchern habe ich persönlich mehr gewagt.
00:30:55: Ich glaube wenn ich mich frage heute warum Unschuld mich selber nicht so begeistert wie zum Beispiel für Polina, dann glaube ich liegt das daran dass Ich etwas wagen muss um mich selbst richtig zu interessieren.
00:31:11: Was wolltest du denn mit unschult erreichen?
00:31:13: Mit unschuld?
00:31:14: Wolltest Du was sein?
00:31:15: Nee das nicht.
00:31:16: aber unschul war der roman nach Nach diesem ganzen sogenannten literaturskandal und ich wollte vor allen Dingen ein buch schreiben ... nicht so angegriffen werden kann.
00:31:29: Warst du unsicher?
00:31:30: Ja, ja.
00:31:32: Also und zwar also unsicher war ich auch als ich für Polina geschrieben habe aber... Ich hatte Angst!
00:31:40: Ich hab jeden Satz abgeklopft auf die Frage Wenn man den jetzt verdreht, kann das irgendwie gegen mich verwendet werden.
00:31:48: Und Angst ist ein schlechter Ratgeber beim Schreiben.
00:31:51: Und ich glaube für Poliner Es gibt wirklich schlimmere Schicksale als Angst davor zu haben, dass man in irgendeiner Zeitung kritisiert wird.
00:32:00: Aber wenn du Autor bist dann ist das nicht ganz unwichtig.
00:32:06: und für Polina habe ich mich gefragt warum habe ich eigentlich angefangen?
00:32:12: Das stimmt wirklich, dass ich mal angefangen habe weil es mir einfach Freude bereitet.
00:32:17: und dann hab ich mich auch gefragt welchen Sinn das macht, wenn ich mir diese Freude nicht erlaube Und wenn ich mich auf Freimache davon, was irgendjemand danach Schlechtes darüber sagen könnte.
00:32:31: und habe einfach wieder gespielt.
00:32:36: Dann hat es mir auch wieder richtig Spaß gemacht und dann wusste ich das ist der Beruf den ich machen möchte.
00:32:40: Und dann ist glücklicherweise ein Roman entstanden, der sich für mich viel freier anfühlt als Unschuld.
00:32:48: Ja,
00:32:50: das sagen viele Leute.
00:32:51: Ich find's extrem märchenhaften!
00:32:52: Ja ich glaube es liegt an
00:32:56: dem
00:32:56: Ton am Anfang.
00:32:57: also ich hab gerade aufm Sofa gelegen bei einem Kumpel den ich besucht habe mit dem ich zusammen geboxt habe in England und...
00:33:05: Toller Satz.
00:33:05: lass uns kurz da mal einen Haken rein machen.
00:33:07: Das ist ja auch die Genese des Clubs glaub' ich du warst in Englert hast du studiert?
00:33:11: Und hast du da geboxt eigentlich noch?
00:33:12: Nein, ich boxe nicht mehr.
00:33:14: Ich hatte eine Gehirnblutung und hab deswegen das Boxen eingestellt.
00:33:18: Und mein Freund Steve, der damals der Kapitän unserer Boxmannschaft war.
00:33:23: Hat heute vier Kinder und ist Priester der anglikanischen Kirche.
00:33:27: Und den habe ich besucht!
00:33:29: Und zwei dieser Kinder waren auch permanent da als Steve und ich diesen Nachmittag verbracht haben... Finneas heißt der oder Finneass, heißt der zwei- oder dreijährige.
00:33:44: Und der hatte natürlich keinen Bock mehr, dass wir uns wieder wachsen unterhalten und er wollte was vorgelesen bekommen.
00:33:48: Ich habe ihm auf Englisch die Märchen der Gebrüder Grimm vorgelessen.
00:33:53: Das muss ich sagen das hat nicht so viel zu tun mit für Polina.
00:33:56: also sie sind vor allen Dingen grausam und hart.
00:33:59: aber ich finde also für mich persönlich der auch genau die gleichen Märchen als Kind vorglesen bekommen hat war Märchenzeit immer eine schöne Zeit.
00:34:08: Und wenn Menschen sagen, für Polina fühlt sich ein bisschen an wie ein Märchen dann ist das auf jeden Fall ein Satz gegen den ich mich nicht wehren
00:34:15: werde.".
00:34:16: Ich glaube es meint auch das Schicksalshafte was Märchen haben.
00:34:19: also es ist nichts wegen dass für Polinah ihr Haar hängt aus einem Haus heraus und schläft hundert Jahre sondern es geht darum dass das für Poliner fühlt sie sehr schicksalshaft.
00:34:30: alle Entscheidungen alle Wegscheiden die genommen werden sind so haben so einen großen großes tamtam.
00:34:38: ja also ich bin ein großer begeisterter leser von von sehr leisen subtilen büchern.
00:34:47: aber wenn ich selber schreibe dann manchmal muss ich sagen manchmal mag ich auch Das große Orchester.
00:34:56: Und für Polina hab ich gedacht, es ist mal wieder Zeit ... Es ist mal Wiederzeit für das große Orkestern und deswegen ... Ich muss sagen, dass hat auch so viel Spaß gemacht.
00:35:08: also zu sagen wenn der geliebt wird dann wird er richtig gelebt.
00:35:11: Wenn da gestorben wird, dann wird der richtig gestormen.
00:35:13: Wenn er gehofft wird, Dann wird er wirklich gehoffert.
00:35:14: Und wenn der Verzweiflung die Menschen packt, dann muss das auch richtige Verzwaiflung sein.
00:35:19: Und das hat unglaublich viel Spass gemacht weil natürlich ist es nicht Die Welt, also das Tolle ist ja ... Das ist so eine faszinierende Facette davon, Outdoor zu sein.
00:35:28: Du wirst an allen möglichen Maßstäben gemessen vor allen Dingen den persönlichen Maßstäbem von den Menschen und die sagen dann so Ja.
00:35:35: Also glücklicherweise für Polina ist das so, die meisten finden es irgendwie gut.
00:35:38: aber es gibt auch Menschen, die mochen nicht und sie sagen dann Sojah war so ist Liebe in Wirklichkeit gar nicht Und hab ich immer gedacht natürlich nicht.
00:35:44: Deswegen habe ich's ja geschrieben weil die Liebe, die wir wirklich kennen Meinem Alltag ist die sehr groß, aber ich schaue mich auch immer wieder um und sehe Liebe dies eher klein.
00:35:56: Und dies auch langweilig oder dies irgendwie verdruckst?
00:35:59: Oder irgendwie verlogen oder heimlich oder so oder so eigentlich was sich in Literatur am schlimmsten finde wenn alles nur so eigentlich ist.
00:36:07: Das habe ich
00:36:07: gelernt während meiner schreibenischen Ausbildung dass du solche eigentlich vielleicht ein bisschen, dass du das immer weglässt.
00:36:15: Ja, finde ich auch aber ... Das Eigentliche als Metapher ist ja noch viel schlimmer.
00:36:19: also wenn die Leute Wenn man merkt Die Menschen jetzt geschrieben haben, die wollen wahnsinnig subtil sein.
00:36:28: Also ich muss sagen es ist ganz toll, wenn jemand das schafft.
00:36:32: Aber ganz oft finde ich wirkt es so als wäre das die Absicht gewesen und das find' ich dann immer so ein bisschen schade.
00:36:41: Können wir Polina auch verstehen als Anleitung zum richtigen Lieben?
00:36:45: Ja, hoffentlich nicht.
00:36:45: Nein!
00:36:46: Es ist jetzt ja auch nicht unbedingt gesund wie Hannes da die Hauptfigur.
00:36:49: Wie so ein verrückter Poliner liebt... Ich würde das glaube ich im echten Menschen nicht raten sich so zu verhalten wie Hannis Prager.
00:36:55: aber Literatur ist so ein bisschen ja auch die Gelegenheit unserer eigenen Position zu überprüfen und zwar dadurch dass das was wir lesen nicht so ist wie das was Wir sowieso schon denken das ein bisschen wie in der Demokratie wenn wir uns das anhören, was die Partei, die wir völlig bescheuert halten so erzählt.
00:37:14: Dann ist das nicht wertlos sondern im Grunde umschleift es das Schwert, dass man selbst führt und ich hoffe, dass für Polina ... Und ich muss sagen, das soll jetzt nicht zu Selbstbewusst klingen aber Ich weiß von Menschen, die inspiriert waren durch dieses Buch Einmal Was Liebe angeht?
00:37:35: Also die schönsten E-Mails, die ich bekomme sind eigentlich vom Menschen, Und er heißt Thorben.
00:37:45: Die sind super schön und ich schreibe ihm jetzt einen Brief, das hab' ich oft bekommen.
00:37:51: Und dieser Roman ist für mich – und davon bin ich ganz fest überzeugt im richtigen Leben – so eine Hymne an Handlungsfreiheit.
00:38:02: Also daran dass das Glück darin liegt wenn man etwas tut um das zu erreichen, was einem wichtig ist.
00:38:11: Weil ich glaube dieses Tunen ist das, was uns wirklich glücklich macht.
00:38:15: Ich glaube ... wenn wir was geschenkt bekommen, ist es gut.
00:38:19: Aber wenn wir mit allem, was wir haben dafür arbeiten, dass wir das bekommen, was wie uns wünschen, dann ist das in meiner Erfahrung besser und also... Ich hab mal eine sehr, sehr schmerzhafte Absage der Universität Oxford bekommen.
00:38:36: Da wollte ich mal studieren.
00:38:39: Kann das sein, dass es auch ein Teil der Verarbeitung in diesem Buch ist?
00:38:42: Wenn man sich bewirbt an einer Universität und nur so tut als würde man sich bewerben.
00:38:46: Und anderen dann erzählt man wurde abgelehnt, dass das einfach der bessere Weg ist mit dem Schmerz umzugehen.
00:38:50: Habe ich nicht dran gedacht in dem Moment aber vielleicht...
00:38:53: Es ist lustig wie meine Weche zum dritten Mal versuche wirklich diese Beknacktiefrage bist du wirklich nicht in deinem Buch drin zu stellen?
00:38:58: Aber ja bitte!
00:38:59: Naja und Ich wurde da abgelehnen und ich war wirklich verzweifelt.
00:39:03: also Ich war nah dran und war irgendwie in der Finale Runde.
00:39:07: Da wurde dann von drei Leuten, die da waren, einer genommen.
00:39:10: Und ich war nicht dabei.
00:39:11: Dann hab ich gedacht, okay, dann muss ich mich besser vorbereiten auf das Auswahlverfahren... ...und habe mich in Cambridge beworben.
00:39:19: Und wurde genommen und hab dann drei Jahre später gegen Oxford geboxt.. ..und dann gewonnen!
00:39:29: Darin kann man jetzt Albern finden oder irgendwie... irgendwie kindisch oder so.
00:39:34: Ich find's
00:39:34: um ehrlich zu sein, streberhaft im besten Sinne?
00:39:38: Ja
00:39:39: auch das.
00:39:40: Aber für mich war das ein Beispiel weil es so plakativ ist und nicht ganz so privat aber ich hab das öfter in meinem Leben gehabt unter anderem auch natürlich wenn jemand dir sagt Wenn jemand über einen Buch von dir sagt Es ist schlecht und dass er eine Zeitung schreibt Und fünf Jahre später ist man noch da Und er hat das nächste Buch geschrieben.
00:40:05: Das ist ja genau das Gleiche, nur auf einer anderen Ebene und das fühlt sich für mich gut an.
00:40:12: Ist es eine Motivation?
00:40:14: Also als jemand der öffentlich auch schon sehr häufig kritisiert wurde kann ich dir sagen aus meiner Perspektive es motiviert mich schon einfach dann besser zu werden oder etwas zu leisten was im Widerspruch zur Kritik steht die mal kamen.
00:40:30: also es treibt mich auch an Um hier noch mal meine Therapeute zu zitieren, ist nicht das Beste.
00:40:35: Nicht das Gesündeste fürs eigene Leben!
00:40:38: Ja ich bin immer vorsichtig mit dem was Therapporten sagen?
00:40:40: Ich finde mich nicht.
00:40:42: Begebe mich da hinein einfach...
00:40:44: Also es interessant ne?
00:40:45: Aber es sind ja keine Heiligen.
00:40:46: also ich finde zu sagen.. Also ich habe kein Buch geschrieben weil ich irgendjemandem irgendwas beweisen wollte.
00:40:53: Ich glaube das wird nicht klappen aber
00:40:54: Es ist heilsam wenn du mir das beschreibst gerade.
00:40:57: Das ist heilsam.
00:40:59: Wenn jemand über dich gesagt hat, das bist du nicht.
00:41:04: Oder das kannst du nicht oder das wirst du niemals schaffen?
00:41:06: Das hab ich so oft gehört in meinem Leben.
00:41:08: Ich könnte dir dreißig Beispiele aufzählen.
00:41:10: Einer der Hauptantriebs ... Deswegen sagst du, es ist eine der Haupt- antriebstehenden im Leben.
00:41:14: Besonders was das Schreiben betrifft.
00:41:16: Und dann so in sich reinzuhorchen und sich zu fragen, stimmt das eigentlich?
00:41:22: Weil manchmal stimmt das!
00:41:22: Ich bin zum Beispiel kein besonders guter Tennis-Spieler.
00:41:25: Ähm...und ähm...ich habe gestern habe ich erst überlegt, ob ich wurde angefragt für eine Anthologie.
00:41:33: Also für so eine Textsammlung und ich habe gedacht vielleicht ist das der Moment in dem ich mein erstes Gedicht veröffentlicht sollte?
00:41:40: Und dann bin ich in mich gegangen und hab mich gefragt, ob das ne gute Idee is'.
00:41:45: Ich glaube nur weil man bei irgendeiner Sache ... weil irgendjemand sagt, dass darfst du nicht oder das kannst du nicht heißt es nicht, dass man es um jeden Preis machen sollt.
00:41:53: aber wenn man in sich den Wunsch wird es trotzdem zu machen Und man macht es dann.
00:42:02: Dann ist natürlich dieses Machen schön!
00:42:06: Ich glaube, was du beschreibst, ist diese Schönheit des Ausprobierens und ich glaube das, was zum Beispiel Stella... ...und die Diskussion um Stella dir genommen hat, ist die Freude am Ausprobieren.
00:42:18: Genommen hatte würde
00:42:19: ich sagen?
00:42:20: Genau jetzt hast du ja wieder ausprobiert.
00:42:21: Und gleichzeitig würde ich auch sagen also ich blicke da heute drauf und ich muss sagen Es war so eine kostbare Lektion, auch über eigene Fehler nachzudenken.
00:42:34: Und über Dinge die ich anders hätte machen sollen und wo ich andere Entscheidungen hätte treffen sollen... ...und nur in meiner Erfahrung nur Dummköpfe sagen rückblickend!
00:42:45: Ich hab alles richtig gemacht und würde es ganz genau nochmal so machen.
00:42:49: Gibt
00:42:50: es diese Menschen die das sagen?
00:42:51: Ja klar also muss ich sagen.. Hör das häufiger.
00:42:56: Und ich glaube, es gibt vor allen Dingen viele Typen die das insgeheim denken, die denken ja aber ich hab's eigentlich immer gewusst und so...und so ist das gar nicht gemeint sondern ich finde beim Menschen dich bewundere bei echten Menschen und bei literarischen Figuren und bei Menschen in Filmen dann löst es bei mir immer Erfurcht aus.
00:43:15: wenn jemand trotz Widerständen an einem Traum festhält So muss sich das glaub' ich formulieren dieser Traum Autor sein zu dürfen und Bücher zu schreiben, die Menschen berühren.
00:43:30: Den habe ich so richtig entwickelt als ich den Club geschrieben habe und dieser Traumen den hab' ich in Frage gestellt gesehen und den wollte ich mir nicht wegnehmen lassen.
00:43:41: Und damit ich den leben kann das war eigentlich musste ich wieder zu mir selber finden beim Schreiben und diese Erfahrung dass es geht davon handelt auch für Polina.
00:43:55: Also, dass verschiedene Figuren in diesem Roman vom Weg abkommen auf unterschiedliche Arten.
00:44:02: Dass sie nicht mehr das tun was die lieben, dass sie nicht mit den Menschen zusammen sind denen sie lieben.
00:44:06: Das sie anfangen zu saufen und sich nur noch für Kohle interessieren.
00:44:10: Dass Sie dem Vater eines Kindes das Kind verheimlichen usw.
00:44:16: Dieses Verloren gehen, das kennen wir alle.
00:44:18: Das ist nahezu archaisch!
00:44:20: Und dieses Umkehren und diesen Weg zu verlassen Das finde ich ... ist eine der erfüllendsten Momente, die man so haben kann im Leben.
00:44:31: Wenn für Polina verfinkt wird?
00:44:33: Wovor fürchtest du dich am meisten?
00:44:35: Gar nichts!
00:44:36: Wirklich
00:44:36: nicht?!
00:44:37: Okay
00:44:37: also, T-Schweiger als der Regisseur
00:44:40: wurde mir letztens tatsächlich nahegelegt bei einem Projekt dass das sein großes Comeback sein könnte beim Club.
00:44:47: Alles ist in Seeper gedreht?
00:44:49: Du, ich glaube... Glücklicherweise, ähm der Meinung.
00:44:54: das weil ich möchte kein Filmemacher werden.
00:44:58: Ich dachte mal kurz dass ich Drehbuchautor sein will aber ich möchte Romane schreiben und deswegen empfinde ich das so... ...dass meine Aufgabe sollte sein die richtigen Hände zu finden für dieses Buch den richtigen Produzenten.
00:45:14: also wir haben den gefunden.
00:45:15: Also ich glaube ich darf nicht sagen wer das ist und welche Kombination in dem richtigen Regisseur und die richtige Drehbuchautoren Ist gerade passiert und passiert grade noch in den letzten Zügen.
00:45:27: Und wenn dieses Team gefunden ist, dann glaub ich es die Aufgabe des Autors ... sich rauszuhalten und loszulassen.
00:45:35: Wenn das Team der Meinung ist, sollte in Sepea gedreht werden, sollen sie das machen?
00:45:39: Kann
00:45:39: man so loslassen!
00:45:41: Ich bin noch nicht verfilmt worden, aber ich hoffe es.
00:45:43: Weil ich geb dir nichts Schlimmeres als diese albernen Autoren, die dann sagen, ich distanziere mich von diesem Werk!
00:45:49: Also so möchte ich nicht sein...
00:45:51: Michael Ende von der unendlichen Geschichte?
00:45:52: Ja,
00:45:52: ich glaube man tut gut daran, als Autor sowieso im alten Rom, dass jemand neben dir läuft in dir ins Urflüster.
00:46:01: du bist ein Vollidiot und du bist auch nur irdisch.
00:46:05: also einfach sich jeden Tag daran erinnern, irgendwie die Demo zu wahren.
00:46:10: Ist glaub ich wichtig wenn man in der Öffentlichkeit steht mit irgendwas was man ... mit einem Buch das man geschrieben hat weil es ist natürlich total einfach zu denken wenn man eine Lesung von tausend Leuten gemacht hat dass man auf einmal denkt so okay Ich bin The Man aber... Das Buch ist der Star und wenn ich über die teilweise beknackten Ideen nachdenke was ich als mein sechstes Buch machen könnte dann weiß ich genau
00:46:32: wie... Ich höre mal eine Wissen
00:46:35: Ja die sind Die zwei, die ich jetzt nennen könnte sind so ... dass ich mir noch nicht sicher bin, ob ich das mache.
00:46:40: Deswegen kann es nicht sagen, aber dann gibt's große Zweifel.
00:46:44: Aber also, ich meine das ganz ernsthaft.
00:46:47: Das klingt ein bisschen wie als würde ich so tun, als wäre ich irgendwie erleuchtet.
00:46:51: Ich versuche mittlerweile einfach diese Zweifels zu genießen.
00:46:54: Weil sie bisher irgendwie ganz gut gegangen ist.
00:46:57: Wenn man in diese Veröffentlichungsvita guckt, könntest du auch als nächstes Buch um Science-Fiction-Romance schreiben?
00:47:02: Du könntest einfach sagen, ich probier das mal aus!
00:47:04: Ja.
00:47:04: Ich werd
00:47:05: der neue Andy Meier aus Deutschland, der den Masjana geschrieben hat.
00:47:09: Nee, why?
00:47:10: Wie heißt er, Andy?
00:47:11: Ich kenn ihn nicht aber... Also ich muss sagen, ich hab mich schon sehr wohl gefühlt.
00:47:16: Hört ihr zu obwohl ich hier gleich parallel recherchiere?
00:47:18: Damit über Liebe zu schreiben also wie jetzt für Polina so eine Liebesgeschichte zu schreiben war schon sehr schön.
00:47:25: Ich weiß nicht ob es wiederum schlau ist die nächste Liebes Geschichte zu schreiben oder ob ich mich davon vielleicht auch mal für einen Buch jetzt verabschieden sollte.
00:47:35: Ich weiß nur, dass ich mich jetzt schon darauf freue, die Arbeit an einem neuen Buch zu beginnen.
00:47:39: Einfach ... Weil es toll ist bei Diogenes zu sein und mit den Menschen...
00:47:43: Dazu würde ich auch noch was fragen.
00:47:45: Wie ist es für Diogeness zu schreiben?
00:47:46: Wie fühlt sich das an?
00:47:47: Das ist ja so der Olymp!
00:47:48: Ist es einfach.
00:47:49: Kannst du jetzt auch sagen wie dann?
00:47:50: Nein, nein, da ist man ganz bescheiden aber Es ist einfach der Olymp, wer für Diognes schreibt hat's geschafft.
00:47:55: Und Anschlussfrage gleich hinten ran, dann können wir das in einmal abarbeiten.
00:47:58: Bist du dadurch der neue Martin Souter?
00:48:01: Der ist ja schon etwas älter Und Jonas braucht Nachwuchs.
00:48:04: Ich hab Martin Süder letzte Woche getroffen, ich hab das Gefühl ... Also, ich weiß von Martin dass er sehr weit ist bei seinem neuen Roman im Gegensatz zu mir.
00:48:13: also ich glaube ich tue sehr gut daran mich weiter in Martins Schatten aufzuhalten und der hat etwas was ich so nicht habe und was ich ganz toll finde.
00:48:27: Und wo ich mich immer wieder frage, wieso hat er das eigentlich?
00:48:31: Und wie schafft der das zu erhalten?
00:48:33: Der hat eine Flamme in sich die ihn dazu bringt zu schreiben als würde ihm die Zeit davon laufen und ich kenne ihn jetzt gut genug um zu wissen dem geht super.
00:48:45: also den läuft der hat noch ne Menge Zeit und dass ist einfach toll.
00:48:48: ich meine dunkle Seite des Mondes der Koch Melodie Die Almen die sechs.
00:48:53: Was sind das Almen Romane?
00:48:55: Der hat, glaub ich mehr Almen geschrieben als ich ins Gesamtromane.
00:48:58: Weißt
00:48:58: du wie das geht?
00:48:58: Das frag ich mich immer.
00:49:00: Ich
00:49:00: glaube er ist einfach sehr gut.
00:49:03: Dass du veröffentlicht, veröffentlichst, veröffentlichst ...
00:49:07: Er muss effektiv sein und vielleicht ist er ein Wunderkind.
00:49:11: Er ist wirklich gesegnet mit Fantasie und einer Neugier um die ich ihn beneide.
00:49:19: Und zu Diogenes...
00:49:22: Aber so weit ist es nicht!
00:49:23: Ich finde, dein Buch liest sich wie einer meiner Lieblingsautoren Leon de Winter.
00:49:28: Auch bei Diogenes.
00:49:28: Ja
00:49:29: toll auch.
00:49:29: Es liest
00:49:29: dich wie Martin Souter.
00:49:31: Das ist dieses ähm ... ich würde so elegante Literatur.
00:49:36: Es liegt sich total elegant und damit reißt du dich ein in diese Art des Beschreibens und Schreibens?
00:49:41: Und dieses ...
00:49:43: Dankeschön!
00:49:44: Ich glaube ... und das war ganz wichtig für mich, die Diogeness steht für Bücher die Literatur sind und die man gern liest.
00:49:55: Und es gibt ganz tolle literarische Bücher, ...die ich nicht gern
00:49:59: lese."
00:50:01: Die erscheinen... Ich sag natürlich jetzt nicht was!
00:50:04: Aber die erschein- ...dann war ganz toll in Verlagen.
00:50:10: Ähm, und ich selbst ...möchte lesbar sein?
00:50:16: Das ist
00:50:18: ...ich finde das mutig zu sagen, ich möchte lesbar seien
00:50:21: Mutig gegenüber wem.
00:50:23: Ich hab das Gefühl, dass viele Autoren etwas Besonderes sein wollen.
00:50:27: Sie wollen herausstechen aus der Lesbarkeit.
00:50:31: Weil lesbarkeit heißt irgendwie auch.
00:50:32: so kann auch gedeutet werden als ein bisschen Beliebigkeit?
00:50:37: Ja, da wurden mir schon schlimme Sachen vorgepasst als beliebig zu sein!
00:50:42: Und meine Helden sind bei Jogen ist also Ian McEwen, John Irving Daniela Green, Benedict Wells Boah.
00:50:51: Was für fantastische Autoren.
00:50:53: Die sind
00:50:53: so ein Sommerfest.
00:50:54: dann?
00:50:55: Weiß nicht, hab ich noch nicht erlebt.
00:50:56: Ich bin noch nicht lang genug da.
00:50:57: Also, ich war gerade auf, ich glaub, fünftigsten Geburtstag von Martin Souter und das war vor allen Dingen sehr warmherzig.
00:51:05: also... ...ich habe ja, ich weiß bei drei Verlagen und habe jetzt bis das Glück bei die Joghine veröffentlichen zu dürfen.
00:51:13: und als für Polina grade es geschafft hatte irgendwie einen Jahr auf der Bestair-Liste zu sein, da Da war ich im Verlag und wir haben uns da gemeinsam drüber gefreut.
00:51:25: Und ... Ich hab in dem Moment gedacht, dieses ein Jahr auf der Besterliste ist mir bei Weitem nicht so wichtig wie das Gefühl dass ich dort angekommen bin wo ich immer hin wollte und dieses Gefühl der Geborgenheit bekomme was ich als Autor brauche um in Ruhe arbeiten zu können.
00:51:48: Dieses Team, das mich da umgibt und beschützt und mir den Rücken freihält.
00:51:53: Susanne hier, Susanne da, meine Lektorin Katie Herzsch Melanie Julia aus dem Veranstaltung dieses Team der sensationellen Vertreter die die Verbindung halten in den Buchhandel Der großartige Verleger Philipp Kehl von bei dem ich immer das Gefühl habe der passt auf.
00:52:14: Das ist ein ganz großes Glück und dafür bin ich sehr, sehr dankbar.
00:52:18: Mach dir das Angst, wenn du weißt, dass du jetzt mit Anfang vierzig eigentlich den Verlag gefunden hast bei dem du für immer bleiben möchtest?
00:52:24: Nein!
00:52:25: Ich habe überhaupt keine Angst vor Beständigkeit.
00:52:28: also... ...ich bin froh, dass sich mit den Menschen zusammenlebe, mit denen mich zusammenbleiben werde.
00:52:33: Ich bin frohe, dass ich einen Verlag habe, bei dem ich mich sehr wohlfühle.
00:52:37: Ich Bin froh ,dass ich mir ganz sicher bin wie mich befreundet bin.
00:52:40: Ich esse morgens zum Frühstück Haferflocken.
00:52:43: Wir
00:52:43: reden jetzt, glaub ich, eine knappne Stunde und alles klingt so gut ... Eigentlich klingt das ... So.
00:52:50: wenn du über dein Leben redest, klingt es grade so als würde ich so noch mal zehn Jahre danach für Polina.
00:52:57: Also auf den letzten drei Seiten nochmal was ist aus allen geworden?
00:53:00: Alle sind glücklich geworden!
00:53:03: Du hast da eingehakt bei Haferflocken.
00:53:08: Ähm... Ich glaube mein Leben ist vor allem eher langweilig.
00:53:11: Also definitiv ist da weniger los als bei dir.
00:53:15: Und ich muss sagen, wenn das Spannste in meinem Leben innerhalb meiner Romane stattfindet dann bin ich sehr zufrieden damit.
00:53:25: Gibt es jemand den du mit für Paulina stolz gemacht hast?
00:53:28: Ich hoffe es!
00:53:29: Also ich will mir überlegen... Meine Mutter ist meine Erstleserin.
00:53:35: Fantastische Frau und wir waren gestern zu ihrem Sieben und siebzigsten Geburtstag in Hamburg Mittagessen.
00:53:44: Und ich musste ein bisschen früher los, weil ich ein ganz wichtiges Divonat hatte... ...und die letzten Bissen des Schokoladensoufflés hat meine Mutter alleine gegessen.
00:53:52: Ich bin ausgegangen.
00:53:53: Es war so eine sehr helle Italiener und sie hatte so einen Ektisch.. ..und sie saß da so mit sieben siebzehn voll mit Kraft, voll mit Leben vor diesem Schokoladen-Soufflé.
00:54:03: Ich habe es so zurückgeguckt und ich hab in dem Moment gedacht, ich bin so stolz auf sie!
00:54:07: Weil muss man noch erst mal schaffen.
00:54:10: Jahre alt zu sein und so neugierig und glücklich wie diese Frau.
00:54:15: Und es gab Momente mit meiner Mutter, die ich immer mal wieder mitten auf Lesereise nehme.
00:54:20: Ich habe versucht relativ viele Lesungen zu machen auch viele in kleinen Buchhandlungen weil... ...ich nicht vergessen hab irgendwie wo wer dafür sorgt dass ich gelesen werde.
00:54:31: also das machen natürlich die großen Buchhandlung einerseits aber eben auch die sehr vielen Unabhängigen ersten Buch an mit dem Club hinter mir gestanden und mich empfohlen haben.
00:54:42: Und auch eben vor allen Dingen in den Zeiten, in denen ich viel Kritik abbekommen habe zu mir gehalten haben.
00:54:47: Deswegen war ich auch irgendwie in vierzig Quadratmeter Buchhandlungen in Heidelberg und hab vor ein paar Leuten gelesen... Da war es total abgefahren!
00:54:55: Da ist fünf Minuten nach dem Lesen losgegangen.
00:54:58: Es ist eine Frau reingekommen mit klatschnassen Haaren.
00:55:01: Und das ist an mir vorbei gegangen.
00:55:02: Das war total voll.
00:55:03: da waren vierzig Leute auf vierzig quadratmetern wirklich Und ich guck sie so an, und sie meinte ... Sorry.
00:55:09: Ich hab noch kurz geduscht!
00:55:11: Also großartig eine kleine Lesung zu machen?
00:55:14: Auf diese Lesung habe ich meine Mutter immer wieder mitgenommen.
00:55:18: Die ist jetzt keine Frau, die sagt, ich bin stolz auf dich.
00:55:21: aber wenn ich manchmal so erlebt habe wie wir uns nach den Lesungen angelächelt haben was das für ein schöner Abend war dann glaube ich habe in diesen Lächeln auch ein bisschen stolz gesehen.
00:55:33: zumindest hoffe ich dass.
00:55:34: Was kommt denn nach Joghines Nach dem ein Jahr auf der besterte Liste?
00:55:38: hast du noch so eine Sache, die du auch noch schaffen möchtest.
00:55:42: Nee!
00:55:43: Also ich muss sagen, seit der ersten ... Bevor der Roman erschien ist, hab ich alles erreicht gehabt mit für Polina was ich wollte und zwar ... Dann
00:55:55: würd' ich Albträume von bekommen?
00:55:58: Wenn
00:55:58: ich wüsste, ich habe jetzt alles erreicht
00:55:59: oder du würdest endlich gut schlafen also... Ich bin einfach froh nicht so gierig zu sein, weil ich meine irgendwann ist auch mal gut finde.
00:56:13: Das ist doch dieses Gefühl... Ich hatte zwischendurch das Gefühl.. ...ich bin als Autor am Ende und dann ein paar Jahre später sagen zu können, ich bin da wo ich am liebsten eigentlich von Anfang an gewesen wäre und habe Menschen gefunden denen ich vertraue ... die meine Bücher publizieren.
00:56:39: Das ist so viel, wenn du dann sagst jetzt will ich auch noch auf den New York Times Specialiste,... ...dann bist du einfach ein Vollidiot!
00:56:45: Und... Ich muss sagen, ich schlafe gut und Gott sei Dank träume ich nicht vor meinen Büchern.
00:56:52: also das ist toll und ich Bücher schreiben zu dürfen und ich mache das auch mit allem was ich hab.
00:56:59: aber ich glaube es gibt viel viel wichtigere Sachen in meinem Leben als Westerlistenplätze und Preise.
00:57:10: Das Buch ist jetzt glücklicherweise irgendwie verschiedene Länder, Auslandsdizenz und verkauft.
00:57:16: Und das ist auch gut für die eigene innere Balance weil es ist zum Beispiel in Albanien schon erschienen und es interessiert niemanden.
00:57:30: In Russland
00:57:32: auch
00:57:33: niemanden so weit ich weiß.
00:57:40: Das hilft sich selbst daran zu erinnern, wie viel Glück man hatte.
00:57:43: Und dieses Glück mal gehabt zu haben ist und die Erkenntnis darüber macht mich einfach zufrieden.
00:57:53: Am Ende des Gesprächs möchte ich gerne für die Hörer nochmal kurz das Claim an wir sind befreundet Wichtig zu sagen und im Rahmen unserer Freundschaft möchte ich dir gerne am Ende unseres Gespräch eine Theaterkarte oder eine Konzertkarte überreichen, die ich nicht habe.
00:58:05: Weil sie noch nicht gekommen ist per Post.
00:58:06: Wir gehen hoffentlich beide im Oktober zusammen zu Olafur Arnalds im Emiratspalast.
00:58:11: Das ist dein kitschiger moderner Komponist.
00:58:15: Ich erklär es kurz den Hörerinnen ... Also da haben wir gar nichts darüber geredet über Moderne Classic.
00:58:21: Allein dieser Begriff Moderne classic!
00:58:25: Und da gibt es, also ich liebe tatsächlich Avo Pärt.
00:58:29: Ich liebe Lobo Mirmelnik.
00:58:31: Es gibt so verrückte Männer die diese Musik machen und auch Frauen.
00:58:34: Und das gibt diese kitschige Weihante davon dazu gezählt Max Richter oder vor Arnau als... wen gibt's noch?
00:58:40: Ich bin vorsichtig mit dem Wort kitschig.
00:58:42: Das habe ich so oft im Zusammenhang mit mir gelesen im letzten Jahr.
00:58:47: Also ich
00:58:47: finde ist ein tolles tolle Eigenschaft.
00:58:50: Ja, also ich meine
00:58:51: ... Kitsch musst du können.
00:58:52: Das ist nicht irgendwas was du nicht ... Also ich weiß natürlich dass es negativ konnotiert ist dieses Wort.
00:58:56: aber die Leute gehen zu Max Richter weil sie aus dem gleichen Grund warum sie für Polina lesen?
00:59:00: Weil Sie fühlen!
00:59:01: Aber
00:59:01: das ist ja auch nicht kitschig.
00:59:03: So wird's aber dann in der Kritik gedeutet.
00:59:05: Ja, aber das ist doch egal.
00:59:08: Nehmen wir ein anderes Wort Fühlbare Musik.
00:59:10: Es ist füllbare Musik und deswegen würde ich gerne mit dir da hingehen.
00:59:13: Danke, dass du der Gast in diesem Gespräch warst.
00:59:15: Wir reden
00:59:15: jetzt ja nächste Woche über dein Buch im Bookclub und da bin ich mal sehr gespannt was daraus kommt.
00:59:21: Meine Mutter auch?
00:59:22: Ich höre immer Angst vor solchen Besprechungen deswegen werde ich mir davon berichten lassen wie ich weggekommen bin.
00:59:31: Wir sind erstaunlicherweise, es gab einen Beispiel zu nennen.
00:59:34: Wir haben ja Lazar auch im Buchclub besprochen und ich fand das Buch okay?
00:59:37: Und eine Frau in diesem Bookclub Koko fand das Buch eigentlich furchtbar!
00:59:42: Über den Verlauf des Gesprächs haben wir aber festgestellt, nee, ist das ein gutes Buch.
00:59:45: Also bis jetzt ist jedes Buch, auch wenn Leute sagen, ist es furchтbar immer als gutes Buch rausgekommen.
00:59:50: Ein
00:59:50: ganz tolles Buch.
00:59:52: Vielen Dank.
00:59:53: Danke Tilo.