alles muss raus - mit Thilo Mischke

alles muss raus - mit Thilo Mischke

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00:00:00: ist auch mein Eindruck gewesen, dass es eigentlich immer auch um so eine Art von Meterbeobachtung von Medien geht.

00:00:06: Also irgendwie immer darum zu sagen okay wir haben schon tausend andere Zeitriften, Zeitungen

00:00:10: usw.,

00:00:11: darüber

00:00:11: berichtet und jetzt reflektieren wir das und greifen das vielleicht sogar irgendwie auf oder ironisieren es oder steigern das massiv um Darstellungslogiken auch zu markieren oder deutlich zu machen.

00:00:23: also immer so ne sehr selbstreflexive Komponente dabei.

00:01:01: Wir fangen gleich mit Wir gehen gleich rein in dieses Gespräch.

00:01:05: Und zwar haben wir beide gerade überlegt, wer ein Repräsentant des Popjournalismus aktuell gerade ist?

00:01:14: Also wer steht für diese sehr subjektive Art des Schreibens und Beschreibens im einem Jahrhundert, im Jahr zwanzigzehn, sechsundzwanzig?

00:01:23: Genau weil man ja auch sagen könnte oder manche Leute sagen ja auch das Popjournalsmus gar nicht mehr existiert dass er eigentlich tot ist.

00:01:32: Und gleichzeitig gibt es immer noch Leute, die sich so ein bisschen in dieser Tradition sehen und das vielleicht auch fortschreiben.

00:01:37: Aber würdest du sagen, wer würde dir einfallen?

00:01:40: Ganz unbescheiden ich!

00:01:42: Ich wurde auch gerade ... Die FAZ meinte das als Beleidigung aber ich hab's als absolutes Kompliment empfunden der Ich-Journalist, der anschlussfähigen Journalismus machen möchte.

00:01:51: Ich fand das ein mega gutes Komplament Und tatsächlich ist es auch so.

00:01:56: Also German Guild, das ist ein Projekt, was wir gerade für das CTF gemacht haben, benutzt eigentlich alle Werkzeuge des Pop-Journalismus nämlich dieses du einen Komplexes Thema runter reduzieren ohne dabei dumm zu werden und es über das Ich zu erzählen und der Stellvertreter des Konsumenten der Konsumentin zu sein.

00:02:11: So und da haben wir wirklich die ganze Klaviatur durch angewandt.

00:02:15: Aber

00:02:16: das wäre ja zum Beispiel eine Frage oder eine Frage, die ich hätte Heute vor allem in Formaten statt, die ihr im Fernsehen im Internet zu sehen sind.

00:02:25: In Podcasts vielleicht auch?

00:02:26: Oder gibt es das noch im Magazin?

00:02:29: und Zeitungsjournalismus

00:02:31: da immer weniger?

00:02:32: also dort wo's glaube ich seine Genese hat findet jetzt eigentlich kaum noch statt.

00:02:36: Also ich schreibe gerade aktuell eine spiegel reportage und könnte nicht weiter weg vom Ich sein als in dieser Reportage Und finde das aber irgendwie auch gut.

00:02:44: ja also ich mag dass der Printjournalismus Das letzte Aufbäumen des Printjournalismus jetzt noch mal so eine ganz neue Sachlichkeit bekommt.

00:02:53: Ja?

00:02:53: Also ist mein Gefühl...

00:02:55: War das ne Vorgabe oder war es auch ein Wunsch vom Spiegel, dass...?

00:02:59: Das ist mein persönlicher Wunsch!

00:03:00: Achso

00:03:00: also die haben dir nicht gesagt bitte, dass ich draußen lassen...

00:03:03: Nee.

00:03:04: Also die ich könnte auch... Ich hatte in den Themenvorschlägen, die ich gemacht habe gab's auch eine theoretische Ich-Geschichte aber selbst die hätte ich eher auktorial erzählt und nicht als ich Geschichte erzählt Aber ich hab das Gefühl, dass alle anderen Medien also so ... Das Real vom Real eigentlich bis hin zur zwanzigminütigen Galileo-Reportage.

00:03:23: Eigentlich dass ich in den Wahnsinnigen, also in den Mittelpunkt stellte.

00:03:26: Es geht ja immer darum... Ich der Influencer die Influenzerin, ich der Reporter die Reporterin?

00:03:32: Präsentiere dir jetzt hier was.

00:03:33: Okay,

00:03:33: aber dazu habe ich jetzt mal eine Frage an dich... Ich

00:03:36: wollte dich ja interviewen!

00:03:39: Genau, weil meine Idee von Pop-Journalismus immer war, also dieses Ich ist irgendwie in den Journalismus gekommen im deutschbrachigen Raum Ende der Siebzigerjahre Anfang der Achtziger und so wie ich das wahrnehme rückblickend hat es immer die Funktion auch gehabt nicht nur zu sagen Hier bin ich, das ist meine Weltwahrnehmung.

00:03:57: Die ist total interessant, weil dass ich bin.

00:04:00: Sondern die hat eigentlich dazu gedient und das kommt ja auch aus dem amerikanischen Journalism ... die Eingeschränktheit der Ich-Perspektive immer auszustellen.

00:04:07: Auch immer deutlich zu machen, ich sehe was aber deswegen ganz viel anderes nicht.

00:04:11: Und gleichzeitig damit natürlich eine Medienkritik zu verbinden, die sich auch gegen so ein naives Objektivitätspostolat wendet.

00:04:21: also glaube ich beides Und ich hab den Eindruck, dass so wie das Ich jetzt verwendet wird halt ganz oft einfach nur... Dass ich einfach super interessant gefunden wird.

00:04:30: Weil es ein Art von jetzt blödgesagt also nazistisches Prinzip ist und nicht weil man nochmal dabei reflektiert, dass es sozusagen eine sehr, sehr eigenwillige Perspektive ist die man auch markiert.

00:04:45: Also das nazistische, die Nabelschau.

00:04:49: Das war das Wort was die Textchef in den Textchefs oft zu mir gesagt haben, die mir das auch beigebracht haben weil diese Textchefts, die ich dann irgendwann hatte kam ja eben von Blondt.

00:04:56: Walter Meyer war lange mein Chefdirektor bei der Bumps und am Sonntag.

00:04:59: Ich hab ja von denen richtig viel gelernt Und was die mir alle beigebracht hat ist immer Dein Ich darfst nie du sein.

00:05:06: also es darf nicht.

00:05:07: Thilo Mischke erzählt irgendwas wie er das Thilo-Mischke empfindet.

00:05:11: so ein Thilomisch gebietet sich an als Stellvertreter für den Konsumenten.

00:05:16: Und diese Schule ist jetzt alt und diese Schule unterrichtet auch nicht mehr, die haben alle ihre Häuser in Marokko ...

00:05:25: Weiß ich zweiter Marker?

00:05:27: Die einer!

00:05:30: Aber sie leben jetzt eben diesen journalistischen Ruhestand den Sie ja noch leben können weil sie aus den sogenannten goldenen Jahren des Journalismus kommen und bringen.

00:05:38: jetzt glaube ich nicht mehr bei dass es nicht darum geht wie du dich dabei fühlst sondern wie könnte sich jemand fühlen der in deiner Rolle steckt Ja.

00:05:45: Und

00:05:46: das fehlt, finde ich ... Ich weiß gar nicht, war die Frage?

00:05:49: Meine jetzt, meinst du!

00:05:51: Ach so, ob du das auch so sehen würdest, dass es eben eine unterschiedliche Gebraucht ist, was ich gibt und dass das, was Pop-Journalismus mal war schon ein sehr spezifischer und reflektierter Gebrauch, als ich

00:06:02: war.

00:06:02: Das wurde mir beigebracht richtig brutal mit der Härte.

00:06:05: also diese Ausbildung Damals, Benjamin Mark war mein erster Textchef.

00:06:09: Der ist beim Spiegel auch ein sehr bekannter Autor für das ich und der war ultimativ hart.

00:06:16: Das war wirklich der härteste Textcheft den ich je hatte, gnadenlos so schwerst gnadenlose kann man es einfach nennen.

00:06:22: aber ich habe da eben auch was gelernt.

00:06:23: Was hat

00:06:24: den so gnadenloß gemacht?

00:06:25: Der ist sehr überzeugt davon gewesen dass die der Weg wie er schreibt der einzig richtige Weg ist und hat glaube ich kaum Raum neben sich gelassen Also kaum Raum nehmen sich gelassen.

00:06:38: Und so schrecklich das war, so gut war es auch, weil der mir nämlich fast gezeigt hat diese hohe Geschwindigkeit des Schreibens.

00:06:43: also ich hab zwölftausend Zeichen Rapportage abgegeben, da gesagtes große Scheiße schreibt neu in drei Stunden.

00:06:49: Okay

00:06:50: und das war Psychoterror?

00:06:52: Aber ich habe versucht ihm zu erfüllen und dann da zum Beispiel auch schnelles Schreiben gelernt und andere Varianten ausprobieren.

00:07:00: Hab aber für diese Firma hier daraus auch gelernt dass eben Wut und Stränge nicht zwingend immer der beste Weg sind.

00:07:07: Hier ist eher ein freundlicherer Ton.

00:07:09: Ich glaube, es hat sich auch so ein bisschen verändert wie das gesellschaftlich gewertet wird.

00:07:15: Der strenge Textchef!

00:07:16: Das ist nicht mehr so... Aber ich bin oft mit Textchefs aneinander gerangelt über dieses Ich eben.

00:07:20: Dass es passiert oft, dass ich mich beim Fokus verzankt mit dem Textcheff.

00:07:23: Beim Sternen ging's gut.

00:07:26: Und das war so... Ich glaub', das gehört auch dazu.

00:07:29: Also

00:07:29: der Beruf stuppt ja auch aus.

00:07:30: Also Textschef ist ja was, was langsam auch wegfaded

00:07:34: Ja.

00:07:35: Aber ich finde, wenn man so ein bisschen an die Tradition des New Journalism, also vielleicht auch zwei der wichtigsten Figuren, Hans-Tas Thompson und Tom Wolf denkt ... Die sind ja sehr unterschiedlich in der Art des Schreibens.

00:07:44: Und bei Hans-Thomas ist es immer irgendwie das Extreme, auch die Extremerfahrung und so.

00:07:49: Ist

00:07:49: mein großes Vorbild?

00:07:51: Der ist ja auch genial!

00:07:52: Und gleichzeitig eben darüber haben wir vorhin auch schon kurz gesprochen, eben immer eine Subjektivität, die eigentlich das Ich oder das Schreiben, den ich auch in Frage stellt.

00:07:59: Also immer auf dem Kipppunkt ist.

00:08:04: durchgängig souverän bleibt.

00:08:05: Bei Tom Wohl ist es ein bisschen anders, da ist eine sehr große Künstlichkeit, die ausgestellt wird auch und beides aber eben ... ein sehr bewusster, reflektierter Umgang mit mich.

00:08:17: Und es gibt so viele ganz schlechte, finde ich auch deutschsprachige, Hunter As Tomsen-Paradien oder Nachahmung oder Nachumungsversuch ... Die dann einfach sind wie so okay, jetzt räume ich mal über mein Exzess.

00:08:27: Also das?

00:08:28: Oder ich versuche auch in irgendeine Rockergängen.

00:08:31: Ja

00:08:31: genau!

00:08:31: Irgendwie Köln,

00:08:32: Kalk irgendwie.

00:08:34: Es hat nie diesen... Es kommt zu wenig Schrotflinten, zu wenig Bier im deutschen Version von Hunter As Thompson vor.

00:08:43: Aber er ist für mich ein großes Vorbild gewesen, auch schreiberisch.

00:08:47: Mein Vorbild war Sybille Berg, Hunter S. Thompson und Christian Kracht.

00:08:50: Cool!

00:08:51: Aus denen dreien wollte ich mir eine neue Identität bauen von Christian Krachth immer dieses ... Wie beschreibe ich das?

00:08:56: Dieses wohlständische Ätherische.

00:08:59: Hunter S., Thompson eben dieses dreckige... Ich schäme mich für nichts.

00:09:02: Ich hab keine Angst vor dem Tod oder dem möglichen Sterben während einer Recherche.

00:09:08: aber auch dieses Till Eulenspiegel-artige was sich bei Hunter S.-Thompson Stimmt.

00:09:13: das jetzt, was der da uns erzählt?

00:09:16: Ja genau.

00:09:17: Aber das mochte ich.

00:09:19: Das war dann auch im Schreiben, besonders wenn man lange Texte geschrieben hat ... War das ein schönes Spiel, was man gespielt hatte?

00:09:26: Ich verwirre den Lesenden

00:09:29: so

00:09:29: und

00:09:29: ... Und auch das ist übrigens total ... Jetzt hab ich dich unterbrochen.

00:09:32: Du wolltest noch sagen, dass du an Beleberg teufelst.

00:09:33: Dann sag ich was zu dem Verwirrenen.

00:09:35: Nee, sag du erst

00:09:36: das!

00:09:37: Ja, weil ich finde, es ist ja auch so etwas... Über Missverständnisse gegenüber dem Popschall, das man spricht.

00:09:42: Dann ist ja eines, glaube ich, besteht darin oder ein Vorteil wäre vielleicht, sie hat er täuscht man irgendwie die Leserschaft?

00:09:48: Oder man belügt sich oder wie auch immer?

00:09:50: Also Frage der Glaubwürdigkeit und ich glaube dass die Grundidee eigentlich eine extremen, soll man sagen so positive ist in ganz großer Glaube an den mündigen Lesern oder die Leserin, die das sich anschauen Irritationen auch aufmerksam werden und sich daran stören zurecht, aber dann selber Gedanken machen.

00:10:15: Und nicht eben sagen hey der liefert mir den Text das ist irgendwie die Wahrheit oder das nehm ich so auf sondern dass diese Irritations bewusst eingebaut werden um eine Reflexionengang zu setzen.

00:10:26: Ja

00:10:27: und ja also tatsächlich und es ist eigentlich auch das Schöne daran gewesen.

00:10:31: Ich kann mich da an so Neon-Reportagen erinnern.

00:10:34: Da hab ich in der Undercover, in der All-Inclusive-Anlage in der Türkei gearbeitet und ... Und am Ende war es dann eben eine Beobachtung eigentlich von Gleichaltrigen, die ich damit nicht erwartet hätte?

00:10:47: die plötzlich All-Inclusive Urlauben.

00:10:48: Ich war in meiner Backpackerphase und die waren in All-inclusive Modus, haben ihm erzählt von der Sicherheit.

00:10:53: Und das wurde dann die Geschichte ... dass offensichtlich eine Generation gerade ranwächst, die Urlaub machen will wie ihre Eltern damit sie sich einmal sicher fühlen in einem ... ich meine, es war im Jahr acht, Wirtschaftskrise, Kehne Jobs.

00:11:05: Es war schwer!

00:11:06: Superinteressant

00:11:07: ja.

00:11:08: Aber gleichzeitig hab ich ihm erzählt davon, wie ich gekellnet habe oder wie ich animateur war oder so als ... Dann sollst du dich ja fragen was ist wichtig?

00:11:17: Ja.

00:11:18: Wie lange hat er da wirklich gearbeitet, um das rauszubekommen?

00:11:21: Ich hab einen in meinem Interview gefragt, wie war dran mein Ich-Geschicht?

00:11:25: Wenn ich journalistisch gearbeitet habe ... Also wenn sie publiziert wurden im Magazin, gibt's nichts zu beanstanden.

00:11:31: Aber eben bei Büchern kann man beanstalten.

00:11:34: Da hab ich massiv übertrieben und irgendwie ...

00:11:37: Deswegen haben die ja dann auch andere Gattungsbezeichnungen in der Regel.

00:11:40: Das soll ein bisschen dazu dienen, dass du markierst.

00:11:42: Ja.

00:11:43: Human oder Reportage?

00:11:45: Also ich mal muss ehrlich zugeben das bei dem einen Buch wurde tatsächlich die erste Auflage auch noch so wirklich als erzählerisches Sachbuch vermarktet.

00:11:52: Aha!

00:11:52: Dies ist eine...

00:11:53: Genau das und auch der Nachfolger davon, der indirekte war auch ein erzählerisches Nachtbuch-Sachbuch.

00:12:01: aber ich dachte damals es reicht.

00:12:03: Die Beschreibung

00:12:03: erzählerische Sachbuch dachte ich reicht.

00:12:06: Das war ja auch diese Zeit, in der es wahnsinnig viele von diesen sogenannten erzählerischen Sachbüchern gab.

00:12:10: Also deswegen mit Elias an im Prinzip Generation Golf.

00:12:13: und dann ist die ganze Neon-Redaktion gecastet worden von Verlagen, die da hingekommen sind und gesagt haben bitte schreibt uns so was wie du in dem Artikel nur ein bisschen mehr Fiktionen und so.

00:12:24: Und das genau also war offensichtlich... Damals.

00:12:28: Unproblematisch und wird jetzt anders ...

00:12:31: Hat auch einen neuen Gattungsbegriff, ich glaube, das heißt ja so Memoir ist es, glaub ich?

00:12:35: Man sagt Memoir oder Autofiktion halt.

00:12:37: Oder Autofektion,

00:12:38: genau.

00:12:39: Und dann gibt's immer den Esklima-Nächstes.

00:12:41: Es gibt Karriereien.

00:12:43: Personen diese, genau!

00:12:45: Schnell noch so Billeberg.

00:12:46: Ich liebe wirklich, also ich verehre und liebe so Billerbergs prosalches ... Also ihre Prosa.

00:12:53: Ich liebe Ihre Sprache.

00:12:54: Ich hab viel meiner Sprache ganz klare.

00:12:58: Also so, ich beschab immer ... wenn Sibylle Berg hat im Buchsext zwei gibt es eine grausame Situation in einem Straßengraben mit einer rostigen Büchse.

00:13:08: Da war ich das zwanzig Jahre her, dass ich's gelesen habe und es hat sich eingebrannt.

00:13:11: Und ihre Sprache ist wie diese rostige Büchze.

00:13:14: So du ... Das stimmt!

00:13:16: Mit

00:13:16: der Beschreibung ja?

00:13:17: Es schneidet verletzlich oder zündet sich.

00:13:20: Ja, ja... Ich kenne keine Autorin, keinen Autoren, der so verletzend schreibt.

00:13:26: Ich hätte die wahnsinnig gerne befragt, auch für mein Buch.

00:13:29: Für wen hat ein Sibylle Berg geschrieben?

00:13:30: Bei

00:13:32: Tempo hat ihn Praktikum gemacht noch der berühmten Zeitkreis.

00:13:37: Genau.

00:13:37: aber ich habe jetzt nur von anderen gehört.

00:13:39: nicht so eine super gute Zeit da und das war auch kurz... Und dann war sie ja bei Allegra.

00:13:44: Das finde ich so krass!

00:13:45: Genau und da hatte sie ja ne Kolumne.

00:13:47: Das ist ja dann auch veröffentlicht worden glaube ich in Buchformen.

00:13:49: Glaub ich diese Gold-Golze heißt das Buch.

00:13:52: Aber Allegra war ja die beste Frauenzeitschrift, die es in Deutschland glaub ich gab.

00:13:56: Bis

00:13:57: Missy mehr gesehen ... Das waren die Vorgänger von Missy und dieser neuen Generation an Magazinen.

00:14:04: Ich glaube das war wirklich ein Versuch eine Frauenzeitschrift zu machen, die eben einen New Journalist macht aber in einer Frauenzeit schrift und irgendwie dann dadurch andere interessante Themen Lustige Selbstversuch und so.

00:14:16: Helge Thimmerberg hat mir erzählt, der hat mal einen ...

00:14:18: Das kann ich nicht sagen.

00:14:20: Der hat mal ein Schampu getestet für Allegra.

00:14:27: Und das sollte irgendwann wenig Zauber auslösen oder solche Sachen.

00:14:34: Die haben auch sehr viel versucht mit so bisschen Verrückten selbst versuchen.

00:14:39: zu arbeiten und so.

00:14:40: Liebe Hörerinnen, liebe Hörera!

00:14:42: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Alles muss raus heute mit Erika Dumalla.

00:14:47: wir sprechen über Pop-Journalismus Und die Verantwortung ist Pop Journalismus gegenüber dem gegenwärtigen Journalismus und die Krise in der sich der Gegenwertige Journalismus befindet.

00:14:58: und das wollen wir heute besprechen.

00:15:00: ja haben wir jetzt schon richtig angefangen Und ich merke es schon, das macht natürlich Spaß sich darüber zu unterhalten über diese Art des Schreibens und ... über die Art des Erzählens.

00:15:13: Der große Vorwurf der mir immer gemacht wurde?

00:15:17: Ich war immer so ein kleiner Exot.

00:15:18: Also ich war zwei Jahre bei der Weiß da hab' ich dann sozusagen auch noch mal eine ganz eigene Art des Scheibens mitbekommen, habe so ne ganz eigene Arzt erzählen gesehen und gelernt also besonders durch die engelsprachigen Weißmagazine Und wurde dann so in Redaktion geholt, der soll das jetzt mal zu uns bringen.

00:15:34: Der große Vorwurf war, dass man den Journalismus zerstören würde.

00:15:38: Ja, warum?

00:15:40: Na ...

00:15:41: Wie macht ihr das gemacht?

00:15:42: Es ist dumm.

00:15:43: Was man dort macht, es ist nie eine richtige Geschichte.

00:15:46: Dass ich ganz doll verpönt bin in großen Redaktionen gewesen.

00:15:50: Das war immer peinlich und ein bisschen schmuddelig auch.

00:15:54: Also, man hat's nicht geschafft... Also ich musste mich, also eigentlich bis heute.

00:15:58: Wir haben am Anfang über die FZ-Rezensionen über German Guild gesprochen.

00:16:02: Da wird mir bis heute vorgeworfen, dass ich durch das Ich erzähle und ... Dass es aber ein Werkzeug ist, dass man auch andere Genres bedient, wird irgendwie immer in der Kritik weggelassen.

00:16:15: Und ich frage mich, ist das was ich den Reels vorwärfe?

00:16:20: Bin ich jetzt die Generation, die den jungen Journalistinnen und Journalisten die Reals machen?

00:16:25: Guckt mal was ich in den Appstienfalls gefunden habe.

00:16:27: Und das hat mich krass bewegt!

00:16:29: Jetzt erzähle ich in drei Sekunden, was mich bewegt hat.

00:16:31: Ich glaube es ist etwas anderes.

00:16:35: Also ein bisschen aus dem Grund, den wir schon besprochen haben... Ja, dass es einen unterschiedlichen Gebrauch von Subjektivität gibt.

00:16:44: Und das ist natürlich nicht immer interessant und ich glaube, es ist falsch irgendwie zu denken, Subjektivity oder Subtive-Journismus ist nur deswegen toll weil der Reporter oder die Person irgendwie interessant ist.

00:16:56: Sonst geht genau um das was du auch vorhin schon gesagt hast, dass man ja letztlich versucht eine Figur für den Text zu finden, die natürlich etwas mit einem selbst zu tun hat sonst wäre's ja irgendwie nur ausgedacht aber die auch dazu dient eine bestimmte Perspektive auf einen Geschehen wiederzuspiegeln.

00:17:11: Und die letztlich auch, also das finde ich ja... finde ich auch irgendwie den Punkt wenn man sich so alte Texte eben aus Tempo oder so anschaut dass sie sehr stark eigentlich immer den eigenen Standpunkt auch mit reflektieren.

00:17:24: Also letztlich ist das irgendwie für mich Das sind Sachen, die man nie zusammenbringen würde.

00:17:28: Aber manchmal hab ich so gedacht ... Auf eine Art ist das gar nicht weit weg von identitätspolitischen Positionen.

00:17:35: Weil es ein bisschen so ist, dass wenn sie gut gemacht sind, die Texte sehr stark reflektieren von welcher Position aus sie sprechen und die sagen dann natürlich nicht in den Achtigerjahren oder in aller seltensten Fälle.

00:17:46: Ich bin übrigens ein weißer Mann oder sowas.

00:17:48: Also sozusagen diese Art von eben ... Zuschreibungen oder Deklarierungen, die findet er noch nicht statt.

00:17:54: Aber gleichzeitig wird das trotzdem markiert in ganz vielen Punkten also sozusagen was diese Reporterfigur auch ausmacht und was sie für Schwächen hat und wie die geprägt ist dass die deswegen manche Sachen so sieht und andere auch gar nicht.

00:18:09: Ja,

00:18:10: das ist genau das was wir bei Prosimia machen.

00:18:14: also der Grund für unsere Filme ist ja genau dieses Ich bin Tilomischke ich bin Ostdeutsch, ich bin weiß Und ich kann aus Syrien wieder nach Hause.

00:18:22: So und das lassen wir den Zuschauenden Immer wissen.

00:18:27: Und das war's, mehr kriegt er nicht an die Hand und dann kann er sich reflektieren, ich bin vielleicht westdeutsch, aber ich könnte theoretisch auch immer nach Hause ... So baust du ja eine dramaturgische Tiefe, die ich ziemlich beeindruckend finde in so einem Film.

00:18:40: Generell aber auch in diesem Genre, dass du das machen kannst.

00:18:44: Ist denn eigentlich was dran?

00:18:48: Die Generationen vor uns ist, die eben diesen Pop-Journalismus vorwirft... dass alles so ein bisschen oberflächlicher wird und alles so n bisschen navel showy gout, alles so'n bisschen zu emotional vielleicht.

00:18:57: Also

00:18:58: es

00:18:59: ist die klassische Spiegel-Rapportage und ich meine jetzt nicht aus dem Reporterressor sondern die Auslandsrapportage.

00:19:05: Ja.

00:19:05: Es

00:19:05: sind seventy Millionen Zeichen mit tausenden von Fakten.

00:19:10: Ist das denn sozusagen eigentlich der wahre Journalismus, der denes zu verteidigen gilt?

00:19:17: Galt!

00:19:21: Erst mal möchte ich was zum Thema Oberflächlichkeit sagen, weil das gibt's in zwei Varianten.

00:19:27: Im Pop-Journalismus zeichnet sich ja ... neben der Subjektivität auch dadurch aus, dass man sehr stark umgestellt hat auf Oberflächenbeobachtung.

00:19:37: Was auch immer das dann heißt also so man guckt sich an nicht nur was jemand sagt und was jemand für Positionen vertritt sondern eben auch was hat er an?

00:19:44: wie gibt ja sich diese ganzen Äußerlichkeiten?

00:19:47: Was läuft da für Musik in einem Café indem ich gerade bin sozusagen die ganzen Details kleine Dinge auch die man normalerweise über sieht und die irgendwie groß zu machen und zu sagen da liegt aber was drin da kann man etwas erkennen was man vielleicht gar nicht wenn man Leute immer nur fragt, was denkst du denn darüber?

00:20:02: Was ist denn dann eine Haltung oder so?

00:20:03: bei Haltungen kann man ja auch manchmal relativ leicht raushauen und mit sehr viel Selbstgewissheit.

00:20:10: Und das finde ich ist eigentlich etwas sehr Reizvolles.

00:20:15: Wie ist es in der Gegenwart?

00:20:17: Ich glaube eben auch diese Oberfläche gibt's natürlich in einer Variante die diese Reflexionsebene nicht mehr hat.

00:20:25: Ich find das immer noch total interessant und ehrlich gesagt gerade in der Welt man beobachten kann, dass auf so vielen Ebenen gerade in der Politik Rhetorik Äußerlichkeit so stark gewertet wird von so vielen Leuten.

00:20:37: Also von den öffentlichen Debatten und so finde ich den Anspruch das irgendwie klug zu reflektieren und klug zur Beobachtung und nicht einfach nur draufzugehen oder nicht einfach nun zu sagen ja er hat das und das gesagt.

00:20:53: daraus schließt man jetzt was sondern wirklich sich zu fragen was hat eigentlich Rhetoric Kleidung, was hat das für eine Funktion?

00:20:59: Was sagt mir ne Person dann?

00:21:01: Will ich immer noch attraktiv ehrlich

00:21:04: gesagt ... Als ich dazugehört habe, dachte ich mir so, wir stehen ja nicht nur vor einer Journalismuskrise.

00:21:09: Weil wir früher mal alles beschrieben haben aus der Mitte unseres Körpers heraus und auch weil die KI-Journalismus bedroht.

00:21:16: Einfach massiv bedrohte Spürbarbedroht!

00:21:19: Ist vielleicht Popdjournalismus die Rettung?

00:21:21: Das Journalismus ... das kann KI ja nicht.

00:21:24: Ja, das kann KAI nicht.

00:21:26: Es

00:21:26: wird's auch nie können!

00:21:27: Weil es immer der Konsens einer Betrachtung

00:21:30: ist?

00:21:30: Total.

00:21:31: Ich war vor Kurzem für eine Sendungsaufzeichnung in Hamburg und da ging's um das Thema KI.

00:21:36: Dann haben die mir... Da ging's über die Frage wie gut ist eigentlich Literatur ersetzbar durch KI-Literatur?

00:21:44: Und ich hab dann zu denen gesagt, ich glaube, dass betrifft bestimmte Bereiche der Genre Literatur, Krimis und so.

00:21:48: Da kann man vielleicht schon viel machen mit KI.

00:21:51: Ich glaube nicht, dass das bei Leuten mit einem starken Stilbewusstsein auch mit einer starken Autorschaft so einfach funktioniert.

00:21:57: Und dann haben sie mir Texte vorgelegt im Stil von ... und ich sollte was dazu sagen.

00:22:02: Und eins war eben Benjamin von Stockard Barre.

00:22:06: Das fand ich ganz eindrücklich, weil man da gemerkt hat, wie die KI versucht ironisch zu sein?

00:22:11: Weil sie das irgendwie über ihn weiß, das hat sie gelernt oder es hat sie irgendwo her.

00:22:15: Das funktioniert überhaupt nicht gut!

00:22:18: Also das ist nicht gut.

00:22:19: Das ist eine ganz schlechte Parodie.

00:22:21: dann sofort.

00:22:22: Und genau, ich glaub das läuft immer noch nicht so gut.

00:22:25: Es läuft nicht gut?

00:22:27: Es gibt ja auch diesen Leute Fotografie und Analog-Leute kaufen sich wieder iPods.

00:22:32: Wir halten es alles nicht mehr aus, diese radikale Digitalisierung unserer Gegenwart.

00:22:36: Glaubst du dass irgendwann die Neon auch wieder kommt?

00:22:39: Nee...

00:22:41: Also

00:22:41: doch!

00:22:42: Ich glaube natürlich, es gibt schon so'n ... Feier des gedruckten Magazins, glaube ich auch.

00:22:48: Es gibt ja immer noch erstaunlich viele Zeitschriften und es gibt auch immer wieder den Versuch so kleine Indie-Magazine zu gründen und darin auch wieder was Interessantes irgendwie auf eine andere Art des Schreibens auszuprobieren.

00:22:58: das glaube ich gibt schon.

00:22:59: nur wird das nie wieder zu einem großen Phänomen werden wie es die Neon macht.

00:23:05: Genau, das meinte ich damit.

00:23:07: Dass die Käufer ... Also es kriegt nicht die Leute, die das kaufen?

00:23:10: Glaub' ich nicht!

00:23:11: Also schön wär's, ich würd mich freuen, wenn die sechzehnjährigen mal wieder so eine Zeitschrift blättern würden.

00:23:16: Du bist ja geringer, sechsundachzig.

00:23:17: Was war überhaupt für dich der Anlass zu sagen Ich beschäftige mich jetzt mit einem Journalismus, der in den ... in Deutschland entstanden ist, vielleicht mit Sven sogar noch ein bisschen früher seine ersten G-Versuche gemacht hat.

00:23:28: Wenn im Übrigen ganz großes und wichtiges Magazin

00:23:31: für mich liegen auch... Ja absolut!

00:23:32: Unfassbare Ästhetik.

00:23:34: späte fünftiger Jahr schon gegründet?

00:23:36: Und dann gab es mehrere Neuauflagen in den achtzigern auch nochmal?

00:23:39: Die haben das gemacht damit die Wortmarke bleibt.

00:23:43: Die haben dann immer wieder so wie Max oder Max, Max hat es ja auch alle zehn Jahre bringen die das noch mal raus damit diese Marke beim.

00:23:49: ich glaube Max ist bei dem Jahreszeitenfall.

00:23:51: Ich weiß gar nicht ob sie alles noch

00:23:52: gibt.

00:23:53: Keine Ahnung ob die Verlage überhaupt existieren.

00:23:55: Doch

00:23:56: was gibt noch?

00:23:57: Das gehört zu Hoffmann und Kampel.

00:23:59: Aber wahrscheinlich auch nicht mehr so relevant wie's mal war.

00:24:01: Ich

00:24:03: wollte aber was anderes sagen, jetzt hab ich den Fahne.

00:24:05: Disclaimer!

00:24:06: Ich bin heute früh um vier aufgestanden

00:24:08: und

00:24:08: sehr, sehr früh mit dem Flugzeug nach Berlin geflogen aus dem Urlaub und deswegen bin ich ein bisschen müde und vergesse immer meine Fragen die ich mir selbst oder dir gestellt habe.

00:24:14: Das

00:24:14: ist ja nicht ganz trotzdem unterhalten, aber...

00:24:16: Warum du jahrgangssächsendachzig dich mit diesem Thema auseinandersetzt?

00:24:19: Also so.

00:24:20: Achso,

00:24:20: was bist du irgendwann für ein Jahr?

00:24:21: Einen

00:24:22: Achtzig.

00:24:23: Aber vielleicht geht dir das ja trotzdem bisschen ähnlich... Ich hab mich ganz ursprünglich mal genau wie du.

00:24:30: Ich finde liebe Christiane Kracht und Sibylle Berg und die ganzen Leute, die für diese Zeitschriften geschrieben haben.

00:24:34: Und ich fand es so interessant dass so viele Leute dich teufeln in der Gegenwart-Siteratur aus Zeitschaften Kontexten kommen und hat mich dafür interessiert.

00:24:43: Dann find' ich auch ein Fan von New Journalism.

00:24:47: Und dann war aber eine Frage auch für mich, wie ist eigentlich diese Art des Schreibens in die Welt gekommen?

00:24:51: Was hatte die für eine Funktion?

00:24:53: Ist super interessant.

00:24:54: Auch die ganze Geschichte des amerikanischen Journalismen sind also wirklich die medienkritische Komponente.

00:25:00: Die großen Reportagen von Michael Hurd sind ja zum Beispiel auch... Also das waren ja Kriegsreportagen, da ging es auch darum ne Kritik am... sich immer mehr professionellisierenden Kriegsjournalismus zu üben, bei dem CNN dann ja bestimmte ... Also ja, exklusivrechte hatte und so weiter.

00:25:17: Verträge mit dem Pentagon gemacht hat usw.

00:25:19: Aber sozusagen diese Kontexte fand ich interessant.

00:25:22: Ja!

00:25:23: Und dann war's... ist es aber glaube ich wirklich auch so?

00:25:26: Wenn du jetzt nach der Generation fragst wenn du mir die stellst Ich hab halt diesen Medienumbruch sehr sehr stark mitbekommen.

00:25:37: Ich bin mit Zeitschriften und Analogmedien aufgewachsen, irgendwann mit dem Internet sozialisiert worden auch noch in der Phase wo man nicht so denkt ... Sondern wenn man sich das noch so aneignen kann.

00:25:47: Trotzdem habe ich diesen Umbruch der mitten durch meine Jugend gegangen.

00:25:53: Und ich fand es interessant mich zu fragen was sich dadurch verändert hat?

00:25:58: Was man über die Gegenwart lernt.

00:26:00: Man schaut, mein Buch heißt ja Gegenwart machen und es geht eigentlich um die Frage wie Gegenwart hergestellt wurde in Zeitungen und Zeitschriften und durch das Schreiben.

00:26:08: Und ich glaube dass man viel über die Jetztzeit und darüber was jetzt anders ist und aus welchen Gründen lernen kann wenn man sich die so ein bisschen ältere Gegenwart anschaut.

00:26:18: Was

00:26:18: hast du denn über die jetzt Zeit aus der älteren Gegenwart gelernt?

00:26:22: Ich meine du hast mit sehr vielen Vertretern wenigen Vertreterinnen aus dieser Zeit gesprochen weil's einfach mehr Männer gab.

00:26:29: Was hast du über heute gelernt von diesen alten Herren?

00:26:32: Ganz, ganz viele Dinge.

00:26:33: Aber wenn du jetzt über die Geschlechterverhältnisse sprichst, das ist zum Beispiel ein Punkt, den ich super interessant fand, dass viele Personen mit denen ich gesprochen habe ... Die waren natürlich ihre Jugend, die ja ... Ich würde nicht sagen, glorifizieren diese Zeit aber die haben natürlich sehr, sehr warme Erinnerungen daran und das sind dann oft auch so.

00:26:51: Beschreibungs- hast du wahrscheinlich auch noch so erlebt in der Redaktion, die sagen alle Es gab keine Trennung zwischen Beruf und Freizeit.

00:26:57: Wir haben einfach in der Redaktion gelebt, danach sind wir trinken gegangen.

00:27:00: Am nächsten Tag irgendwie da halt besoffen noch in die Redaktionen, haben uns tolle Sachen ausgedacht.

00:27:04: was für ein wildes Leben, tolle Zeit.

00:27:05: So leuchtet mir sofort ein dass es ganz kranios ist Und die zwei drei Frauen sagen dann so Ja also stimmt auch nicht.

00:27:13: ähnlich.

00:27:13: alles gab auch welche wie Clara Drexler die glaube ich auch damit dabei war und so.

00:27:17: aber zum Beispiel seine Schneider die bei Tempo war Die hat mir dann erzählt ja ich hatte halt einen Kind und ich war nie dabei Und ich hab deswegen auch nicht die coolen Texte bekommen, nicht die coole Aufträge.

00:27:28: Das fand ich zum Beispiel total interessant.

00:27:31: also wenn man das so mit der Gegenwart abgleicht... Ich glaube dass es auch an gegenwärtigen Arbeitsverhältnissen... Ich finde das zum Beispiel gar nicht so toll im Anruf, weil man diese strikte Trennung zwischen Arbeit und Freizeit hat.

00:27:41: Ich glaub' da ganz viel natürlich Kreativität möglich ist, wenn man nach dem Redaktionsalltag noch miteinander trinken geht Begegnungen, die nicht darauf zielen, dass man jetzt ein Meeting zu Ende bringt.

00:27:54: Also so ein bisschen diese spontanen und unkoordinierten Gespräche, die können ja total viel freisetzen gerade in kreativen Berunden sind super wichtig!

00:28:01: Und gleichzeitig ist natürlich die Frage wer es davon eigentlich ausgeschlossen?

00:28:05: Solche Sachen fand ich zum Beispiel sehr interessant aber auch eben genau wie hat diese ganze analoge Welt funktioniert?

00:28:11: Man saß zusammen Und alle haben sich dann hingesetzt und die Platte zusammen angehört.

00:28:17: Nicht jeder hatte seine Stöpfe im Ohr, hat seine Spotify-Playlist runtergegangen ... Ich will das gar nicht so werten oder ich seh gar nicht ... Meine Idee bei dem Buch war auch immer nicht, weder zu sagen, woher die tolle alte Zeit, wie schön die da gelebt haben und wie gut das in den Analogenzeichen war noch zu sagen... So kulturkritisch, also jetzt genau was war oder die alten die alten Männer und so wie die das hierisieren ist auch alles falsch sondern irgendwie sich zu fragen.

00:28:42: Was hat man eigentlich verloren?

00:28:44: Und was hat man gewonnen?

00:28:46: Das sieht man glaube ich sehr gut!

00:28:49: Was hat man denn jetzt genau verloren?

00:28:51: Gewonnen hat man auf jeden Fall, dass der Anteil von Frauen in Redaktionen

00:28:55: bestiegen ist.

00:28:56: Das

00:28:56: ist klar.

00:28:58: Wenn man z.B.

00:28:59: den Springer-Verlag guckt, sinkt es auch gerade wieder was den aktuellen gesellschaftlichen Trends entspricht.

00:29:06: Aber das haben wir gewonnen!

00:29:10: Die absolute Selbstaufgabe ist die Grundvoraussetzung für den Journalismus.

00:29:13: Du

00:29:13: weißt nicht, dass ihr gewonnen habt oder was wir

00:29:15: verloren haben.

00:29:17: Ja, ich glaube bestimmte Formen der Sozialität und der Gemeinschaft die man sich viel stärker suchen muss jetzt.

00:29:24: stärker gegeben waren.

00:29:26: Ich glaube, eine Form der produktiven Langeweile die dazu führen konnte das Leute tolle Ideen hatten wir haben verloren dass es sehr viel Geld gab

00:29:35: und

00:29:35: leute einfach los geschickt wurden und irgendwas ausprobieren konnten auch nicht ist hast du ja glaub ich auch so erfahrene nicht mit der idee das ist dein auftrag bitte für den einen tag oder machen sie zurück oder machst doch vielleicht auch einfach per zoom weil das noch effizienter sondern einfach so schau mal wie du so triffst in der türkai oder so in deinem.

00:29:54: Ich glaube, das Maximum ... Also die absolute Verkörperung dieses Mach erst mal.

00:29:59: Egal was es kostet ist Walter Meier.

00:30:01: Ja, ja.

00:30:03: Habe ich auch gehört?

00:30:05: Es gab zwei Geschichten für die von ihm bezahlt wurde.

00:30:08: Drei eigentlich, die krass sind.

00:30:10: Wir wollten für die Bumps als Beilage eine Allegra.

00:30:14: Mhm.

00:30:14: Wir wollen ein cooles modernes Frauenmagazin entwickeln mit einer zum Großteil weiblichen Redaktion.

00:30:21: Ich glaub, es waren so zwei Männer noch da.

00:30:24: Da wurde richtig viel Kraft investiert.

00:30:26: Mehrere Nullnummern produziert, kam nie.

00:30:28: Fand ich total krass.

00:30:29: Wahnsinn

00:30:30: ja!

00:30:31: Warum nicht?

00:30:32: Weil es ist nicht gut genug war... Ich

00:30:33: glaub dann gab's irgendwelche Umfragen oder irgendwelchen Marktforschungen die dann rausbekommen.

00:30:37: Das war super cool, die dann heraus bekommen haben, nee das will...

00:30:40: Frauen wollen das gar nicht wissen.

00:30:41: Ich glaube die Leserin der Bild am Sonntag ist nicht die Zielgruppe weil das war wirklich so eine Art Neon also extrem modern und die andere Geschichte war Walter hat an einem Sonnabend, also vor Sonntag oder eine Woche davor in Hunderten Eckneipen in Deutschland Fotos machen lassen und Interviews machen lassen.

00:31:01: Woüber spricht Deutschland?

00:31:02: Und wollte daraus ne Doppelseite machen mit ganz vielen kleinen Fotos von diesen Eckneiten.

00:31:08: Nicht gedruckt?

00:31:08: Würde

00:31:08: man jetzt aber gerne noch mal

00:31:11: lesen.

00:31:11: Ich fand das auch richtig cool, nicht gedrucked und ich glaube der Rekord ist ... Walter hat mich losgeschickt.

00:31:16: also wie viele andere wurden einfach los geschickt dafür.

00:31:18: es wurde dann nicht gemacht.

00:31:19: Fandest du sehr enttäuschend oder war das so wie Joa?

00:31:22: Das kannte man einfach.

00:31:25: Enttäuschen war aber folgende Geschichte.

00:31:27: Ich habe angefangen bei der BAMS mit dem Auftrag Nachrufe zu schreiben auf alle deutschen Opfer des elften Septembers.

00:31:34: Das waren so zwölf oder dreizehn Opfer und habe wirklich mit allen Angehörigen gesprochen.

00:31:39: Auch ein halbes Jahr recherchiert, das sollte auch so ... im sozusagen einem Buch der Bams oder einfach so, ich glaube, sechzehn Seiten beigelegt werden.

00:31:50: Und Walter hat es nicht geglaubt!

00:31:52: Und die Textchefin damals.

00:31:52: Die haben nicht geglaubt, dass ich das alles rausbekommen habe aus diesen Personen?

00:31:55: Also unter anderem gab es eine Geschichte, dass ein Opfer ... einer der Attentäter hat in der Hamburger Kneipe der Eltern eines der Opfer gearbeitet und das hab ich dann eben so raus bekommen.

00:32:07: Weil die dem aber so misstraut haben, haben sie daraus ne halbe Seite gemacht Na halbe.

00:32:11: Aber das hätte man doch einfach klären können, indem man die angehören ... Das war

00:32:14: dann super hektisch und es war dann auch so egal.

00:32:16: Tilo, machen wir eine Halbeszeit?

00:32:20: Es waren noch nur vier Arbeitstage.

00:32:22: Oder mehr wahrscheinlich!

00:32:23: Das

00:32:23: war wirklich auch ein halbes Jahr mit der Illustratoren-Beauftragte, die dann so Porträtes zeichnet von diesen einzelnen Leuten.

00:32:30: Und aber das hat geschmerzt... Aber zu wissen, dass das geht.

00:32:35: Du kannst einfach mal ewig lange recherchieren für eine Geschichte, die möglicherweise nicht kommt?

00:32:39: Ja, gibt unglaublich viel Freiheit.

00:32:42: Fand ich irgendwie total cool!

00:32:44: Das ist glaube ich wirklich

00:32:46: verschwunden.

00:32:47: Vielleicht

00:32:47: ist es auch ganz gut, dass diese Art von Vergoldung...

00:32:48: Daran ist aber nicht der Popschul.

00:32:51: Daher ist Facebook-Meta, ist daran

00:32:53: schuldet.

00:32:54: Aber das sind glaube ich diese ollen Kamellen, die dann auch mal so erzählt wie früher alles besser war.

00:32:59: Teilweise haben die Leute über ihre Gehälter erzählt.

00:33:01: Ich dachte, das gibt's

00:33:02: nicht!

00:33:02: Was hat man früher?

00:33:03: Da möchte

00:33:03: man weinen ... Das ist ja auch sehr unterschiedlich.

00:33:08: Der Poptonismus, natürlich bei Specs hat man gar nichts verdient und bei Sounds hat man wenig verdient.

00:33:13: Aber bei ... genau Tempo glaub ich dann schon teilweise sehr gut.

00:33:19: Und eben Helge Thimmerberg, der hat mir das auch mal erzählt, dass er so zwölf Tausend oder sowas mag im Monat bekommen hat.

00:33:27: Obwohl man jetzt überlegt, sechstausend Euro.

00:33:29: Ja, aber das kann man ja nicht so.

00:33:30: Nee,

00:33:31: ich glaub zwölftausend Mark waren ... Der hat

00:33:33: dreihundert Mark Miete gezahlt oder was?

00:33:36: Stimmt!

00:33:37: Marokko halt.

00:33:37: Ähm...

00:33:41: Diese Zeit ist wirklich vorbei.

00:33:42: Auch das ist vorbei im Journalismus.

00:33:43: Ist das Teil dieser Krise, dass man kein Geld verdienen kann?

00:33:46: Ich kenne es aus dem Ausland im Übrigen.

00:33:50: Journalismus ein irrsinnig prekärer Beruf

00:33:52: ist,

00:33:53: das in Deutschland eigentlich nie war.

00:33:55: Der wirklich schon eher ... Du schaffst es in den ... Man macht einen Klassenaufstieg sobald du Journalist wirst oder Journalistin wirst?

00:34:02: Das im Ausland nie oder ganz selten so gewesen.

00:34:04: Ja.

00:34:04: Ähm...

00:34:07: Ja, ich glaube es ist schon ein Problem.

00:34:09: Das ist wie bei ganz vielen Dingen ja das Internet.

00:34:14: Wir sind

00:34:15: schon auch ein bisschen wie alte Leute.

00:34:18: Das Internet ist nur eine Phase.

00:34:19: Die Frage ob man bereit ist für Dinge zu zahlen die man auch vermeintlich umsonst haben kann und dass Die große Illusion, ich kann mir das überall klicken.

00:34:27: Deswegen lesen die Leute auch keine Tageszeitung mehr und so, sondern halt irgendwie ein Spiegel online oder so.

00:34:32: Aber dann bitte auch nicht ... Dann will ich den Paid-Content nicht zahlen?

00:34:35: Da geh ich zu dieser Seite bei Paywall?

00:34:38: Ja genau!

00:34:38: Und jetzt füge

00:34:39: es da oben ein?

00:34:41: Genau, das auch noch ja.

00:34:43: Das ist schon ein Problem natürlich, weil der Beruf ... entwertet und natürlich auch ... Also, wenn Leute weniger Geld bekommen für das, was sie machen.

00:34:53: Vielleicht eben sich dann ein bisschen mehr ... Da müsste man jetzt ...

00:34:57: Haben die Journalisten mit denen du gesprochen hast, haben die eine Zukunftsperspektive des Journalismus entwickelt?

00:35:03: Und haben die so gesagt, dass müsste man tun damit, dass oder jenes passiert?

00:35:07: In der Jetztzeit!

00:35:08: Ja also hatten diese Visionen wie Sie noch mal etwas verändern können oder was ich ändern müsste im deutschen Journalismus Nee

00:35:15: Okay Die sind fertig damit.

00:35:19: Nee, also ja es gibt am Ende von meinem Buch so ein Abschnitt wo eine kurze Passage vor Leute überlegen, wo gibt das jetzt eigentlich noch oder was in Zukunftsperspektiven?

00:35:31: und viele sind schon irgendwie auch relativ resigniert aus verständlichen Gründen glaube ich.

00:35:37: Und dann gibts natürlich immer die Frage sehr gibt's aber trotzdem noch interessante Formate?

00:35:42: Es gibt ein paar interessante Zeitschriften.

00:35:44: Es gibt auch Leute, die ich gerne lese oder so.

00:35:45: Das ist jetzt nicht der Punkt.

00:35:47: Oder eben ... Ja, es gibt ja auch andere Formate und so.

00:35:51: Aber was sollte man tun?

00:35:52: Weiß ich nicht!

00:35:53: Es war noch nicht eine Frage, die wir gestellt haben, muss ich fairerweise sagen.

00:35:56: Okay...

00:35:56: aber das ist auch nicht Thema deines Bruchsassismus.

00:35:58: Ich dachte, dass die meisten mit ...

00:36:00: Was denkst du denn, was man tun sollte?

00:36:03: Äh ... Eine Uneitel sein.

00:36:05: Aha.

00:36:07: Ich glaube, Journalismus krankt oft an seiner eigenen Eitelkeit.

00:36:09: Ja,

00:36:10: aber dafür kriegt man ja auch nicht mehr Geld dann?

00:36:11: Nee!

00:36:12: Aber ich glaube also... Beispiel Kulturjournalismus.

00:36:17: Also Räume öffnen, Räumezugänge machen für Leute die möglicherweise die Kohle haben und dafür bezahlen würden für die Informationen, aber die man gar nicht erreichen möchte.

00:36:28: Das halte ich für wahnsinnig wichtig und macht mir auch wahnsinnigen Spaß.

00:36:32: Wir haben mit ProSieben Also dieser Blick nach auf uns herab, der stört mich überhaupt nicht.

00:36:39: Aber was wir getan haben ist Auslandsjournalismus zu liberalisieren.

00:36:42: Auslandschanalismus, der kritisch extrem sauber recherchiert is, einer Zielgruppe zugängig machen, die eigentlich kein Auslandschaunerismus konsumiert und die bereit sind eben ... neunzig Minuten ihrer Zeit.

00:36:54: Beim Privatfernsehen ist es eher das Zeitinvestment, was du von den Menschen möchtest abgeben.

00:36:58: Und ich glaube, dass hat funktioniert weil ich ... Weil wir hier als Journalisten in dieser Firma Und ich hab's noch nie gesagt, nee das mach' ich nicht.

00:37:08: Dafür bin ich mir zu schade.

00:37:11: Ja ... ja genau also dann würde man jetzt sagen okay es geht ganz viel darum eben junge Zielgruppen auch zu adressieren.

00:37:18: und eh das kann ich jetzt ...

00:37:18: Nicht zwingt!

00:37:19: Nee?

00:37:20: Es gibt auch alle Zielgruppe.

00:37:21: Okay alle Ziel-Gruppen aber die man normalerweise vielleicht nicht.

00:37:25: Ja gut

00:37:26: Die öffentlich-rechtlichen haben dafür ein extrem hässliches Wort.

00:37:29: Zielgruppeneroberung nennen die das, wenn man... Das ist kein schönes Wort!

00:37:33: ...die eben sagen wir müssen Formate entwickeln um für bestimmte Themen, Zielgruppe zu begeistern, die sich für diese Themen nicht begeisternt weil da ja was...

00:37:41: Okay.

00:37:41: Konsumieren das?

00:37:42: Das Wort ist schlecht, aber die Idee ist

00:37:44: gut.

00:37:44: Ja, finde ich auch!

00:37:45: Und ich glaube, dass es die einzige Chance, die wir haben, ist unsere Eitelkeit abzulegen.

00:37:50: Ja okay also ... Ich kann das ja nur so ein bisschen jetzt aus dem Uni-Kontext sagen wo ja auch, also Frage von KI und auch die Frage wie recherchiert man eigentlich?

00:37:59: und die Frage nach der Wahrheit und so.

00:38:02: Da spielt ja alles zunehmend eine Rolle weil beim Verfassung von Hausarbeiten

00:38:05: usw.,

00:38:06: wie denkst du

00:38:06: über die Umkunftsformen?

00:38:07: Was ist so krass?

00:38:07: oder was ist jetzt SideQuest?

00:38:08: Wie ist denn das wenn Du als Professorin als Dozentin Hausarbeiten kontrollierst?

00:38:14: Ja, manchmal hat man den Eindruck, dass da jemand mitgeschrieben hat.

00:38:18: Der kein Mensch ist!

00:38:20: Das Problem ist das es nicht nachweisbar.

00:38:23: Man kann das nicht nachweisen,

00:38:24: d.h.,

00:38:25: bei der ersten Arbeit die ich gelesen habe... für mich superoffensichtlich war, weil der Haupttext sozusagen diesen generischen ...

00:38:33: Und stand auch so drin.

00:38:35: Möchtest du das nicht noch mehr dazu raussuchen?

00:38:37: Vergessen rauszukopieren!

00:38:38: Ja genau.

00:38:40: Bist du mit dieser Antwort schon zufrieden?

00:38:41: und dann aber waren dann auch Fußnoten die haben gar nichts zum Haupttext gepasst und ich wusste also ich kannte auch die Texte teilweise und es war irgendwie völlig klar dass funktioniert nicht.

00:38:49: und da hatte ich dann ein längeres Telefonat mit dem Schwindelindekan und er meinte dann so ja egal was du machst einfach auf keinen Fall ins Gutachten schreiben, weil das nicht rechtlich durchzusetzen ist.

00:39:02: Das heißt aber in dem Fall es gibt ja handwerkliche Fehler die kann man so benennen, das kann man natürlich tun.

00:39:08: Also ich würde mal sagen Arbeiten mit KI-Hilfe geschrieben wurden und trotzdem sehr gut sind bei denen merkt man's halt nicht.

00:39:15: Aber dann ist es vielleicht auch nicht schlimm Weil wenn sie trotzdem sauber recherchiert sind Und trotzdem die Fußnoten stimmen Ja, also dann hätte ich gesagt, mich interessiert das nicht.

00:39:24: Aber stilistisch nachgeholfen hat oder so.

00:39:26: aber meistens ist es halt einfach nicht so gut, dass man Eindruck und das ist ein bisschen.

00:39:30: aber darauf wollte jetzt gerade zu sprechen kommen weil ich glaube genau das ist der Punkt.

00:39:33: Man muss genauso wie man von der Illusion wegkommen muss Netflix enthält alle Filme oder Spotify enthält Alle Musiktitel Oder Google enthält alles was sich wissen muss oder das ist zumindest für dich jetzt in der Uni ganz stark, als meine Aufgabe nimmt.

00:39:51: Man muss den Leuten beibringen wie man gut recherchiert und man muss denen zeigen... Muss man?

00:39:56: Ja schon!

00:39:57: Ja ich finde es richtig aber es muss man immer noch weil ich das Gefühl habe dass man muss man den Leuten nicht beibregen wie man richtig prompt wird.

00:40:04: Nee, glaub ich nicht.

00:40:05: Weil eben das meine ich, dass die Illusion wäre dann ja ... Die KI kann auf alles zugreifen!

00:40:10: Aber es gibt so viel was analog in Bibliotheken steht, was die KI gar nicht weiß und dafür muss man andere Recherchesysteme benutzen und dafür müssen wir halt doch da hingehen um diese Texte.

00:40:20: Das ist so krass, wir gehen full circle hab' ich das Gefühl wissen jetzt bald wieder bei diesem sogenannten Herrschaftswissen.

00:40:25: Also wer Zugang zu Bibliotheken oder zu Büchern hat besseres Wissen als Personen, die Zugang zu Cloth haben oder zu Open AI.

00:40:34: Ich

00:40:35: würde sagen dass es auf jeden Fall hilfreich ist wenn man mal in der Bibliothek war und sich auch mit diesen... ...Wissenstechniken so ein bisschen auskennt und beschäftigt hat Und ich glaube das man dann am Ende und deswegen meine ich ja man muss das gar nicht nur gegeneinander ausspielen.

00:40:49: ich glaube dass man am ende klüger eine KI bedienen kann wenn man andere Recherchetechniken kennt und das selber kritisch einordnen kann.

00:40:58: Und genauso ist es, glaube ich beim Journalismus auch.

00:41:00: Also man kann ja alle möglichen Quellen sich angucken oder alle mögliche Informationen oder so was.

00:41:06: Oder man kann sich irgendwelche Reals angucken aber man muss halt wissen mit was für eine Art von Quelle man es zu tun hat und wie man die einordnet, wie man vielleicht das auch kontextualisiert.

00:41:13: und dann vielleicht findet man dann auf denkt man auf einmal so weiß sollte ich mir doch noch mal den langen Artikel in der Paywall angucken?

00:41:20: Das wird im Übrigen das Gesprächsthema mit Sophie von Der Tannen sein, mit der ich genau darüber reden werde.

00:41:26: Was ist das eigentlich für eine Quelle?

00:41:27: Wo kommen Informationen her und wie bewertet man das richtig?

00:41:30: Das nächste Gespräch, was ich gleich mal anwerben will.

00:41:33: Wir haben am Anfang unseres Gesprächs darüber nachgedacht wer sind die aktuellen Autoren oder die aktuellen Pop-Journalisten, Journalistinnen, die wir so beobachten können.

00:41:43: Ich würde jetzt mal Hubi Koch reinwerfen!

00:41:47: der ja mit seinem Buch und seiner Tour und seinen Dokus auf YouTube auch sehr stark immer von sich erzählt, wie er sich gefühlt hat.

00:41:57: Was es mit ihm gemacht hat, wenn ihr bestimmte Erfahrungen gesammelt haben.

00:42:02: Den würde ich mal reintarfen?

00:42:08: Ich hab während wir geredet haben so eine Liste angelegt

00:42:09: also ... Ja wirklich super!

00:42:11: Ich will die gerne hören weil ich bin mir gar nicht so sicher.

00:42:17: Also es gab ja.

00:42:19: Oder weißt du, was macht erst mal weiter?

00:42:20: Ich will mal deine Liste haaren.

00:42:22: Ich weiß leider Carlotta Brough oder Carlotta Bruh die auf Instagram so Reels machen über Journalismus sehr kritisch betrachtet wird sie oft für das, was sie macht.

00:42:31: Ich glaube auch von vielen Kolleginnen und Kollegen, dass wie sie sich dort präsentiert ... ich find es wahnsinnig unterhaltsam.

00:42:35: Okay,

00:42:36: ich hab das mal, glaub ich ... Rene war genommen, ob ich guck's mir mal an.

00:42:39: Wenn wir jetzt wiedersehen sag' ich dir dann auch bis Popschutz.

00:42:43: Das ist sozusagen... Im Prinzip der Selbstversuch, ich werde Journalisten.

00:42:49: Und du nimmst daran teil als Konsument auf Instagram.

00:42:51: und ich finde das sehr interessant

00:42:53: wie

00:42:53: sie das wird.

00:42:54: und gleich geht es auch mit dem eigenen Weg ab weil die oft Privilegien kritisiert oder irgendwie Redaktionsstrukturen kritisieren als sehr besonders gemein ihr Gegenüber.

00:43:05: und dann denke ich immer so wenn ich das gucke nee

00:43:07: Das geht

00:43:08: tatsächlich fast allen, die ich kenne.

00:43:10: Die sozusagen diesen Schritt gegangen sind und ich glaube sie geht sogar auf die DHS was ja dann auch noch mal so eine hyperprivilegierte Position ist in den Journalismus hinein also Nannenschule-DHS Und hier, ich glaub evangelische Journalistenschule gibt es noch andere, die wichtig und möglich Springer Akademie irgendwie ein bisschen.

00:43:28: Sie finde ihr viel interessanter Ihr Freund?

00:43:30: Da hab' ich den Namen den Vornamen vergessen.

00:43:31: Hins heißt der oder Heinz Der schreibt tatsächlich für Sternen so klassische.

00:43:36: Ich hab mich in eine Männergruppe reingeschmuggelt und habe jetzt Männlichkeitskurse besucht.

00:43:41: Okay, ist das gut?

00:43:43: Ist

00:43:43: das

00:43:43: gut?!

00:43:43: Ja okay ich schaue mir das mal an!

00:43:45: Ich hatte den Stern seit, ich weiß nicht, vielen Jahren Jahrzehnten nicht gelesen.

00:43:49: Ich gucke

00:43:49: immer nach so jungen Leuten...

00:43:52: Aber ich gucke mir das total gerne an, ich finde das super ja genau.

00:43:56: also ich finde ich finde es jetzt interessant was du über sie erzählt hast weil ich glaube eine Funktion von Popjournismus wie wir die noch nicht so gesprochen haben ist auch mein Eindruck gewesen war, dass es eigentlich immer auch um so eine Art von Meterbeobachtung von Medien geht.

00:44:10: Also irgendwie immer darum zu sagen okay wir haben schon tausend andere Zeitdriften, Zeitungen und so weiter darüber berichtet und jetzt reflektieren wir das greifen das vielleicht sogar irgendwie auf oder ironisieren es, steigern das massiv um Darstellungslogiken auch zu markieren und deutlich zu machen.

00:44:27: Also immer so eine sehr selbstreflexive Komponente dabei wie über das Ich geht das ja auch aber auch mit anderen Mitteln.

00:44:35: Wie ist eigentlich die Standarderzählung?

00:44:38: Und wie kann man das vielleicht anders machen?

00:44:39: Ja Würdest du das auch so sehen?

00:44:41: Ich seh ich.

00:44:42: Stimmt mir dir da vollkommen zu!

00:44:44: Wir sind sowieso sehr viel einig, weil ... Ich find dein Buch toll und fand die Lesung toll auf der ich war.

00:44:49: Das hat aber nichts mit dem Buch zu tun und nichts mit der Lesung, sondern mit dem Alter der Person hinter mir saßt, die ist einfach eingeschlafen.

00:44:55: Es war eine Frau, die ganz laut geschnarcht hat.

00:44:57: Achso?!

00:44:57: Hatte ihr davor nicht gehört, weil ich saß ganz hinten und fand es so lustig... Was ist denn ... Ich war mit Jörg Rohleder da, der eigentlich auch ein großes Vorbild von mir freund.

00:45:07: Also wir sind richtig befreundet.

00:45:08: Ja, das ist tatsächlich ... Ich würde sagen, eine von drei echten Medienfreundschaften ist Jörg Rohleder.

00:45:14: Sind die selten?

00:45:15: Ja, es gibt

00:45:16: keine echten Freundschaften außerhalb mit Jörr Rohleda.

00:45:20: Hallo Jörk!

00:45:22: Weil Jörc war ein Förderer und ein Beschützer.

00:45:26: Er hat mich ganz oft beschützt auch.

00:45:28: Ich war ja sieben Jahre beim Fokus, das darf man nicht vergessen.

00:45:32: Selbst so hat sich nicht mehr ran gefühlt... Und

00:45:35: ... Ich klingle auch, wenn die so zuirrt.

00:45:37: Du wärst schon sechzig.

00:45:39: Ich mach viel aufgrund... Da können wir eine Diskussion über Klasse führen dadurch, dass ich nicht aus A aus dem Osten komme und B keine aus keiner bildungsbürgerlichen Klasse komme, wo ich zurückfallen kann, wenn es mal nicht läuft habe ich wirklich ganz früh angefangen zehn Jobs gleichzeitig zu machen einfach ganz viele Säulen damit ich diesen Beruf immer machen kann.

00:45:58: Damit ich weiß, wenn das eine Bein wegbricht kann ich dann eben das andere machen.

00:46:03: Früher war es für die City schreiben, für die Neon schreiben und gleichzeitig mit Karo Korneli Radio machen.

00:46:08: Und dann kommt da am Ende twelvehundert Euro raus?

00:46:10: Davon kann ich in Berlin gut leben!

00:46:13: Okay, ich will dich gleich noch was fragen dazu übrigens.

00:46:15: Aber erst

00:46:16: mal Jörg Rohleder saßen

00:46:18: hinten in dieser letzten Reihe und haben ihm zugehört... ...und Jörr wollte mich auch immer zur Wendung verholen als es sie noch gab.

00:46:22: Das war wirklich der erste Text Und dann war die Vanity Fairbank rot.

00:46:28: Meine Mutter bedauert es bis heute, sie sagt immer wieder zu mir Kannst du Jörg nicht mal fragen ob er die Vanities Fair nicht nochmal neu machen kann?

00:46:34: Das war die beste Zeit um die wir je hatten.

00:46:36: Ja

00:46:37: das

00:46:37: würde ich vielleicht so nicht sagen Aber das ist schon schade dass das so kurz.

00:46:44: Das letzte Kapitel von meinem Buch geht ja um Vanity Fair und ganz viele Leute haben mich gefragt, warum denn Vanity fair?

00:46:48: Und ich fand das aber irgendwie deswegen so aufregend oder so dreitzvoll darüber was machen weil es eben so krachend gescheitert ist.

00:46:54: Und gleichzeitig noch mal so groß und so ambitioniert war.

00:46:56: Toll!

00:46:57: Ja,

00:46:58: also es war immer so.

00:46:59: man hat Jörg angerufen...ja, ich bin jetzt gerade auf den Weg nach

00:47:01: L.A.,

00:47:01: ich muss hier eine Galerie porträtieren und einen Galeristen, der irgendwie so Skateboards von Supreme verkauft.

00:47:09: So okay,

00:47:10: krasse Geschichte.

00:47:11: Okay, jetzt wichtig noch etwas fragen.

00:47:13: Weil unter anderem ein Thema, das immer wieder besprochen wurde.

00:47:18: Wenn es um einen Buch ging oder auch als ich's vorgestellt hab ... Das sind alles westdeutsche Zeitschriften und ich habe lange irgendwie darüber nachgedacht oder mit Leuten darüber geredet.

00:47:30: Es gab so was wie Pop-Journismus im Osten eben nicht.

00:47:34: Sagst du doch?

00:47:35: Ja!

00:47:36: Du sagst

00:47:36: doch?!

00:47:36: Ja!

00:47:37: Und zwar Also, ich kenn's nur von meinen Eltern.

00:47:40: Ich hab's rezipiert als Kind und nicht als Erwachsener-Journalist der draufguckt.

00:47:44: In meiner Mutter wird manchmal das Magazin verkauft.

00:47:47: Das ist so eine Art ostdeutscher Playboy ... also wirklich ein Kleingedacht.

00:47:52: Aber dort sind Reportagen drin die alten Reportagen bei denen man überrascht ist wie modern diese Textform ist.

00:47:59: Es gab einen übersetztes relativ propagandistisches Heft aber sehr modernen Sputnik?

00:48:05: Und man darf nicht vergessen, elf neunundneinzig, der aus dem Radio Fritz wurde

00:48:09: in Berlin.

00:48:10: Das sind alles Journalisten ...

00:48:12: Ja?

00:48:12: Also es gibt Pop-Journalismus in der DDR.

00:48:14: Es ist ein, würde ich fast sagen Forschungsthema.

00:48:16: Ja

00:48:16: okay gut das ja okay weißt du was?

00:48:20: nachher setze ich mich in die Bibliothek an einem Ort, an dem wir diese Zeit trinken.

00:48:24: Die

00:48:24: sind halt so jetzt Mitte fünftig

00:48:26: diese

00:48:26: Leute und dabei der eine der bekanntesten hier wie heißt dieser Ken Jepsen?

00:48:30: Ja.

00:48:30: Das ist halt einer, der aus diesen ...

00:48:33: Nicht so gut als

00:48:34: ... nicht gut gealtert

00:48:35: hat?

00:48:37: Aber diese

00:48:38: Generatzen, die sind neunziger Jahre, Anfang Nullerjahre Journalisten, die dann so...

00:48:43: Okay aber würdest du sagen das ist dann das Gleiche?

00:48:47: Die gleiche Idee von Pop-Journalismus.

00:48:49: weil es gab doch schon immer irgendwie, so hab ich das zumindest wahrgenommen auch nach der Wende dann einen Platenten oder vielleicht auch mal den festen Vorwurf was ihr da macht in euren Pop Zeitschriften, diese Ironie und so.

00:49:01: Das ist einfach sowas ... das hat auch was mit Arroganz und Überheblichkeit zu tun.

00:49:05: Und es schließt auch irgendwie aus.

00:49:08: Es gab ja diese Reportage dem Moritz von Usser erwähnt, weil das glaub ich für ihn auch, wo er mit Christian Kracht kurz nach der Wende losgefahren ist um DDR-Diskotheken zu testen.

00:49:20: Ja!

00:49:20: Und das ist ein Text bei dem man wirklich merkt, dass es sozusagen Das wird so belächelt, als dieses provinzielle Teil Deutschlands und so.

00:49:35: Das ist mit schon relativ viel, würde ich sagen, ganz auch verbunden?

00:49:40: Hast du das so wahrgenommen oder ist das gar nicht deine?

00:49:43: Also

00:49:44: das ist auch noch wirklich interessant, der Blick auf den ... den Ostdeutschen im Westen, im Journalismus.

00:49:51: Während meines Volontariats, wir hatten am Anfang darüber gesprochen, wurde darüber geschärzt, dass ich aus dem Osten komme.

00:49:56: Bis heute kriegt man noch so seltsame Fragen über das Ostsein ... Aber die Arroganz, die hat nichts mit dem Pop-Journalismus das Westdeutschlands zu tun oder der BRD.

00:50:06: Sondern einfach mit Journalismus.

00:50:08: Dieser Blick in die Redaktion nach der Wende, das waren ja nur westdeutsche.

00:50:11: Es wurde ... Alle westdeutchen sind in den Osten gegangen und haben dort Redaktionen gegründet, haben meines Erachtens nach... Mit so einem westdeuischen Gaze

00:50:20: wie zum Beispiel

00:50:20: die Diskussion über also die Disco-Geschichte auf den Oßen geblickt.

00:50:24: Und natürlich ist es eine von X Ding, gesellschaftlich geschadet haben und verletzt haben vor allen Dingen.

00:50:31: Ja, ja.

00:50:32: Und es gab dann gleichzeitig diese Anbiederungsversuche, dass dann Boda- und Kunalentenjahr und so.

00:50:36: die haben dann auch so Ost gemachte Zeitschriften im Osten gemacht mit der Idee jetzt machen wir was für den Osten aber das ist auch dann voller Klischees und so.

00:50:45: Es hat leider irgendwie ... nach vierzig Jahren immer noch nicht... Erfolgt dieser ... Es ist ja immer noch der Blick auf den Osten.

00:50:51: Ich glaube, dass der wissenschaftliche Fachbegriff dafür ist Othering.

00:50:56: Wir geben einfach den Aussies-Schuld an allem und das ist halt auch vierzig Jahre später noch schmerzhaft.

00:51:02: Aber das ist ein ganz anderer Podcast, den wir jetzt ...

00:51:06: Okay, ich hab das so interessiert!

00:51:07: Daniel Kubiak ist ein toller Wissenschaftler, der sich mit diesem Thema beschäftigt, den ich auch hörfiger schon als Gast hier in diesem Podcast hatte.

00:51:12: Der sich genau mit diesem

00:51:15: ... Der Frage mit dem, das westdeutschen, journalistischen Blick auf den ...

00:51:19: Eigentlich noch viel größer.

00:51:21: Was macht es eigentlich bei den Ostdeutschern?

00:51:23: Dass sie immer so beguckt wurden und der hat sich damit wissenschaftlich beschäftigt auf eine sehr tolle Art.

00:51:29: Ja da gab's jetzt in letzten Jahren einige interessante

00:51:32: Bücher.

00:51:32: Ich bin mal gespannt was nach der Wahlen Sachsen-Anhalt passiert.

00:51:34: Also wieder ein anderer Blick

00:51:39: Pop-Journalismus.

00:51:40: Okay, aber gut ... Und jetzt hast du die Frage nicht beantwortet?

00:51:43: Ist das das Gleiche oder sind das unterschiedliche?

00:51:46: Es ist was anderes, weil es viel staatlicher ist bei der Journalismus.

00:51:52: und das wieder als Beispiel elf neunundneinzig.

00:51:54: Also Leute googelt elf neuneinzehntes Wahnsinn, dieses Abnabeln von einer Autorität erzeugt ja viel krasseren Popjournalismus!

00:52:04: Weil der Westdeutsche Pop-Journalismus musste sich vom Diktat, dieses von den Mofen und Talaren so ein bisschen ... sich befreien.

00:52:10: Wir machen mal was Neu, wir machen mal etwas Anderes in unserer eigenen Branche.

00:52:15: Und ich glaube, dass der Nachwendetjournalismus aus dem Osten sich von so viel befreiend musste... und sich beFreien konnte, dass da einfach tolle Sachen entstanden sind.

00:52:24: Sehr einzigartige Sachen.

00:52:25: Ja cool!

00:52:27: Gut,

00:52:27: Leseanfehlung.

00:52:30: Genau.

00:52:30: In der Bibliothek, in der echten

00:52:32: Bibliotek.

00:52:33: Weil sonst kriegt man das ... Diese Sachen kriegt einem wirklich nicht.

00:52:35: Nee!

00:52:36: Ich überlege gerade was man als Beispiel nehmen konnte.

00:52:39: Na ja, Alexander Osang ist immer so ein Beispiel für ganz tollen Ostbezogenen.

00:52:43: Also auch gemeinsam natürlich auch ein bisschen älter jetzt schon alle.

00:52:47: also es gibt nicht so die... Es gibt keine Nachfolgegeneration so richtig, die sich damit identifiziert.

00:52:54: Ich hab diese Ostidentität auch viel später erst gekommen.

00:52:58: Das ist ja jetzt wieder super groß, ne?

00:53:00: Es

00:53:00: spielt überhaupt keine Rolle aus, dass man manchmal sagen muss, wir hatten Bananen.

00:53:03: So das war so ... also in Berlin hatten wir Bananien.

00:53:08: Gut, dass wir das jetzt auch noch mal ... Aber sonst spielte du es nicht.

00:53:12: Es

00:53:13: spielt einfach keine Rolle.

00:53:15: Ja.

00:53:15: Kommt jetzt erst!

00:53:17: Jan Stremmel ist mir noch eingefallen als junger ... Pop-Journalist macht Galileo, schreibt aber auch für die SZ.

00:53:23: Schreibt mal Bücher und beherrscht das auch sehr gut.

00:53:25: dieses ... Nicht zu sehr von sich erzählen?

00:53:28: Wir machen noch eine Liste mit Leuten, mit denen wir reden zusammen in einem anderen Format.

00:53:36: Vielen Dank, dass du heute da

00:53:37: warst!

00:53:38: Ich bin gespannt.

00:53:39: Ich fand es extrem interessant, aber das ist so ein bisschen wie

00:53:43: wenn man über sein eigenes Leben redet.

00:53:46: Ja, ich hoffe, dass auch draußen jemand der uns

00:53:48: tut.

00:53:50: Also vielen Dank.

00:53:51: Ja, dank dir auch!

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00:55:08: Vielen Dank fürs Zuhören – bis bald.

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